Altbewährt?

Missionarstellung

Bei der Missionarstellung denken viele gleich an öden Blümchensex ohne jede Leidenschaft und frei von sinnlichen Experimenten. Erfahre, warum die Missionarstellung kein Stück langweilig sein muss und ob ihr Name wirklich auf die prüden Missionare zurückgeht!

Paar im Bett

Bei der Missionarstellung könnt ihr Euch in die Augen schauen

Die Missionarstellung, auch als „vis a fronte“ bezeichnet, abgeleitet vom lateinischen „Kraft von vorn“, ist eine sehr beliebte Sexstellung. In der Wissenschaft trägt die Missionarstellung den Namen ventro-ventrale Kopulation – ja, wirklich! Die Frau liegt bei der Missionarstellung mit gespreizten Beinen auf dem Rücken und der Mann auf ihr. Nur die Homo sapiens und wenige Primaten-Arten, wie zum Beispiel die Bonobo-Affen, praktizieren die Missionarstellung. Der Vorteil der Missionarstellung liegt darin, den Partner direkt ansehen und auf seine Mimik reagieren zu können.

Wurde die Missionarstellung von Missionaren erfunden?

Das Gerücht, verklemmte Missionare hätten die Missionarstellung während der Christianisierung anderer Völker als die einzig zulässige Stellung beim Sex durchzusetzen versucht, hält sich hartnäckig. Eben diesem Gerücht verdankt die Missionarsstellung auch ihren Namen. Der Urheber dieses Gerüchts war der amerikanische Sexualforscher Alfred C. Kinsey. Er behauptete in seinen Aufzeichnungen, die christlichen Missionare wären über die freizügigen Sexualpraktiken der Südsee-Insulaner so entsetzt gewesen, dass sie ihnen Anhand von Zeichnungen zu erklären versuchten, dass die Missionarstellung die einzige von Gott akzeptierte Art und Weise wäre, den Geschlechtsakt zu vollziehen. Die Inselbewohner hätten sich anschließend den Namen Missionarsstellung ausgedacht, um die prüden Eroberer damit zu verspotten. Kinsey bezieht sich damit auf die Aufzeichnungen des Anthropologen Bronislav Malinowski. Wie später festgestellt wurde, ist in seinen Abhandlungen von diesen Vorkommnissen aber keine Rede.

Die Vor- und Nachteile der Missionarstellung

Licht aus, ab unter die Decke und dann schöner Samstag-Abend-Blümchensex in der Missionarstellung – so oder ähnlich läuft es wohl noch heute in vielen Schlafzimmern ab, weswegen der Missionarstellung noch immer der Ruf anhängt, nicht besonders verrucht oder fantasievoll zu sein. Dabei hat die Missionarsstellung anderen Sexstellungen gegenüber auch viele Vorteile: Bei der Missionarstellung könnt Ihr Euch zum Beispiel in die Augen schauen und viel bewusster auf die Mimik des anderen reagieren. Klar, manch einer mag sich gar nicht vorstellen, wie sein Sex-Gesicht aussieht und kann sich vielleicht eher in dem Wissen gehen lassen, dass der Partner das rote, schwitzige und vor Anstrengung verzerrtes Antlitz nicht sieht. Dennoch: Sich beim Sex zu küssen und anschauen zu können, ist unheimlich schön und schafft gerade am Anfang einer Beziehung Vertrauen und Nähe. Hinzu kommt, dass Du als Frau bei der Missionarsstellung eine gute Kontrolle darüber hast, wie tief er in Dich eindringt, da Du die Beine entweder weiter spreizen oder enger zusammenziehen kannst, eben so, wie es Dir gerade gefällt. Ein weiterer Vorteil der Missionarstellung ist, dass Du beide Hände frei hast und so Deinen Partner oder Dich selbst während des Sex streicheln kannst. Vielen Frauen fällt es zum Beispiel leichter, einen Orgasmus zu haben, wenn sie beim Sex mit der Hand die Klitoris stimulieren. Ein Nachteil der Missionarstellung ist ganz klar, dass der Mann allein das Tempo vorgibt und Du als Frau zwar Deine Arme frei bewegen kannst, ansonsten aber relativ eingeschränkt bist. Besonders, wenn der Partner sehr schwer ist, kann die Missionarsstellung für manche Frauen deshalb als eher beengend empfunden werden. Ein weiterer Nachteil der Missionarstellung ist, dass die Klitoris nur wenig stimuliert wird und daher, wie schon erwähnt, viele Frauen meist selber Hand anlegen müssen, um zum Orgasmus zu kommen.

So peppt Ihr die Missionarstellung auf

Das Klischee, die Missionarsstellung wäre nur etwas für Langweiler stimmt nicht. Klar, Blümchensex funktioniert am besten in der Missionarsstellung oder in der Löffelchenstellung, dass bedeutet aber nicht, dass es auch in der Missionarsstellung nicht richtig heiß hergehen kann. Das Tempo beim Sex und die Intensität bestimmt schließlich Ihr selbst und auch die Missionarsstellung kann beliebig variiert werden. Du kannst Die Beine stärker anwinkeln oder er legt Deine Füße auf seine Schultern. Das hat den Vorteil, dass er tiefer in Dich eindringen kann. Braucht Ihr es noch wilder, könnt Ihr Euch bei der Missionarsstellung auch gegenseitig an den Haaren ziehen oder ähnliches, der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Auch sinnliche Fesselspiele funktionieren ausgezeichnet in der Missionarstellung. Du siehst, wenn Ihr das nächste Mal etwas Neues ausprobieren wollt, müsst Ihr nicht zwangsläufig zum Kamasutra greifen und Eure Beweglichkeit mit diversen indischen Verrenkungen auf die Probe stellen. Die gute alte Missionarstellung hat auch so einiges zu bieten – es ist alles nur eine Frage der Kreativität.

Auf Altbewährtes setzen, klingt erstmal ziemlich langweilig, doch auch die gute alte Missionarstellung kann Dein Sexleben gehörig bereichern, wenn Du weißt, wie Du sie etwas aufpeppen kannst. Du siehst, wenn es im Schlafzimmer heiß hergehen soll, brauchst Du nicht zwingend ein Kamasutra, sondern einfach ein paar kreative Einfälle. Worauf wartest Du also noch? Missioniere Dein Liebesleben!

Kommentare (2)

  • Ich probiere gern neue Stellungen aus, aber die Missionarsstellung ist immer wieder gut und äußerst befriedigend. Besonders wenn man das Becken etwas anhebt dabei ;)

  • hä?mit wirklich guten liebhabern ist auch die missionarsstellung dreckig,wild und befriedigend.


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