Wer kauft die Kondome?
Nina Rölleram 23.12.2016

Kondome sind und bleiben die erste Wahl der Verhütung, wenn es darum geht, sich nicht nur vor einer ungewollten Schwangerschaft, sondern auch vor Geschlechtskrankheiten zu schützen. Selbst, wenn Du mit der Pille, dem Nuva-Ring, der Spirale oder einem Hormonimplantat verhütest, solltest Du ein Kondom verwenden, wenn Du und Dein Partner nicht auf sexuell übertragbare Krankheiten getestet seid.

Anders als bei dauerhaften Verhütungsmethoden, um die sich nur Frauen kümmern können, ist es bei Kondomen nicht ganz klar, wer denn nun von beiden eigentlich verantwortlich für das Besorgen der Gummis ist. Wir zeigen Dir, warum es bei der Frage „Wer kauft die Kondome“ um mehr, als bloß um eine faire Aufteilung der Kosten geht.

Kondom im Portemonnaie

Tragen Männer heutzutage noch das berühmt-berüchtigte Kondom im Portemonnaie mit sich?

Wer ist denn nun für die Kondome verantwortlich?

Kondome kaufen

Sind heutzutage Frauen für den Kondomkauf verantwortlich?

Kennst Du viele Männer, die stets ein Kondom im Portemonnaie mit sich führen? Es scheint, als würde es sich hierbei um ein seltener werdendes Phänomen handeln, da heutzutage auch immer mehr Frauen Kondome kaufen. Schicke Kondom-Etuis werden speziell für Frauen vermarktet, sodass diese die Verhüterlis unbeschadet in ihrer Handtasche transportieren können. Dies ist zwar durchaus ratenswerter als die unsichere Verwahrung im Geldbeutel, jedoch stellt sich die Frage, ob sie Männer beim Kondomkauf vermehrt aus der Verantwortung ziehen. Während es früher noch als Tabu galt, als Frau im Supermarkt oder in der Drogerie unbekümmert Kondome zu kaufen, wird es heute eher als ein Zeichen von Emanzipation und sexueller Befreiung interpretiert, wenn Frauen Verhütung selbst in die Hand nehmen.

Sollte man sich die Kosten für Verhütung teilen?

Kosten für Verhütung teilen

Zahlt der Mann die Kondome und die Frau die Pille?

Verhütung ist beim Daten und ganz besonders auch in einer dauerhaften Beziehung nicht nur eine Frage der Verantwortung, sondern natürlich auch der Kosten. Da gesetzliche Krankenkassen die Kosten für die Pille nur bis zum 20. Lebensjahr einer Frau übernehmen, kommen im Erwachsenenalter nicht zu unterschätzende Ausgaben auf viele Frauen hinzu. Da es auch die Frauen sind, die sich hierfür ärztlichen Untersuchungen unterziehen und regelmäßig Rezepte einholen müssen, bleiben die Kosten oft automatisch an ihnen hängen. Da leider, bis auf die endgültige Vasektomie, immer noch keine dauerhafte Verhütungsmethode für Männer entwickelt wurde, steht in diesem Fall gar nicht zur Debatte, wer sich um die Verhütung kümmern muss. Wenn Du in einer dauerhaften Beziehung bist, kannst Du aber durchaus überlegen, Deinen Partner an den Kosten zu beteiligen – schließlich handelt es sich hier um ein gemeinschaftliches Interesse. Und auch Kondome haben natürlich ihren Preis. Je nachdem, wie häufig Ihr sexuell aktiv seid, kann bei hochwertigen Kondomen monatlich schon ein kleines Sümmchen zusammenkommen. Wenn Du bisher alleinverantwortlich für die Verhütung in Eurer Beziehung warst, solltest Du Deinen Partner mit zu Verantwortung ziehen. Solltet Ihr zum Beispiel neben hormonellen Verhütungsmethoden Kondome benutzen, kannst Du ihn ruhig mit dem Kondomkauf beauftragen.

Auf der sicheren Seite: Kondome selber kaufen!

Natürlich ist es nur fair, wenn sich beide Partner für die Verhütung verantwortlich fühlen und die Kosten teilen. Nichtsdestotrotz kann man sich leider nicht immer auf die Männerwelt verlassen. Bist Du Single und landest des Öfteren mal spontan mit neuen Bekanntschaften in der Kiste? Dann solltest Du sicherheitshalber lieber selbst Kondome kaufen. Denn im Eifer des Gefechts und besonders im alkoholisierten Zustand , solltest Du Dich nicht aus Mangel an einem Kondom für ungeschützten Geschlechtsverkehr entscheiden, auch wenn er Dir noch so sehr versichert, dass er schon keine Geschlechtskrankheit hat. Denn diese sind auch dann übertragbar, wenn der Mann Deines Verlangens keine sichtbaren Symptome hat. Noch dazu sind die Folgen von Geschlechtskrankheiten bei Frauen in der Regel schwerwiegender als bei Männern, da die weibliche Anatomie Bakterienwachstum eher begünstigt als die männliche. Noch dazu können Infektionen zu Unfruchtbarkeit führen oder sich im Falle einer Schwangerschaft auf das Kind übertragen.

In einer perfekten Welt wäre es natürlich schön, wenn die Männer beim Kondomkauf etwas aktiver werden würden. Schließlich bleiben die Kosten für Pille, Spirale und Co. schon an uns Frauen hängen. Da es aber um Deine Gesundheit, solltest Du im Zweifelsfall lieber selbst welche besorgen. Vielleicht sind ja diese stylisch verpackten veganen Kondome etwas für Dich!

Bildquelle: iStock/Deklofenak, iStock/vichie81, iStock/kiatipol, iStock/Ocskaymark

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