Dirty Talk 2.0

Sexting: So heizt Du ihm verbal ein

Christina Cascinoam 10.09.2014 um 10:28 Uhr

Sexting klingt ziemlich spannend – und ist es auch! Es ist der Dirty Talk der heutigen Zeit. Egal, ob heiße Kurznachrichten oder aufreizende Selbstaufnahmen per Smartphone. Der äußerst privaten Kommunikation sind keine Grenzen gesetzt. Durch betörende Worte und leidenschaftliche Dialoge kann Dein persönliches Lustempfinden ziemlich angeheizt werden. Doch was ist Sexting genau und wie gehst Du es am besten an?

Video: Sexting

Sexting ist nicht nur zum Flirten geeignet, sondern kann der langjährigen Beziehung auch den nötigen Kick verpassen. Der digitale Dirty Talk ist seit dem technischen Fortschritt immer beliebter geworden. Gleichzeitig nehmen aber auch die Risiken beim Sexting zu. Um die Stimmung bis zum Äußersten anzuheizen, sind Fotoaufnahmen von Geschlechtsteilen, nackter Haut oder was auch immer die Fantasie anregen mag, schließlich nicht nur erlaubt, sondern explizit erwünscht.

Sexting? Noch nie gehört!

Sexting bezeichnet eine besondere Form der Kommunikation. Vor allem geht es beim Sexting darum, intime Konversationen per Kurznachrichten zu führen. Die Kommunikation beinhaltet nur einen einzigen Zweck: die gegenseitige Erregung. Um den Gipfel der Erregtheit zu erklimmen, schickt man sich anzügliche Messages. Dank neuartiger Messaging-Systeme à la Facebook, „WhatsApp“ oder „iMessage“ lassen sich prickelnde Nachrichten und reizvolle Bilder schnell und vor allem günstig hin und her schicken. Aufgrund des gemeinsamen Austauschs von Texten und Fotos setzt sich das Wort Sexting aus „Sex“, das wohl keiner weiteren Erklärung bedarf, und „Texting“ zusammen. „Texting“ bezeichnet vor allem das gemeinsame Schreiben oder Chatten mit einer anderen Person, die ebenfalls an einem Endgerät sitzt. Sexting ist aber weitaus mehr, als lediglich mit einer Person über das Handy zu kommunizieren. Vielmehr lässt sich Sexting vor allem durch erotische Konversationen und sexy Bilder charakterisieren. Es geht allerdings nicht darum, Pornos weiterzuleiten oder aber Fotos von fremden Personen zu verschicken. Der Reiz besteht darin, sich selbst heiß in Szene zu setzen und mit der Lust des anderen zu spielen. Dabei kann es um unschuldige kleine Andeutungen, bis hin zu direkten Sexaufforderung gehen. Der Spaß am lüsternen Geschreibsel entwickelt sich oft langsam und kann sich bis zur Ekstase steigern.

Ist Sexting nur für die hartgesottenen Sexliebhaber geeignet?

Nein! Bei einer amerikanischen Studie zum Thema Sexting fanden die Forscher heraus, dass ungefähr 79 Prozent der Teenager und jungen Erwachsenen zwischen 13 und 26 Jahren Sextings versenden. Allem Anschein nach sind die erotischen Nachrichten keine Seltenheit mehr. Auch 64 Prozent der Erwachsenen haben – der Studie nach zu urteilen – bereits Sexting-Bilder erhalten. Es gibt also viele, die sich für Sexting begeistern können und es auch häufig praktizieren. Das Schöne am Sexting ist, dass Du Deiner Fantasie freien Lauf lassen kannst. Wem Dirty Talk während des Geschlechtsverkehrs zu peinlich ist, wird Sexting sicherlich gut gefallen. Durch die vermeintliche Distanz hast Du die Möglichkeit Deine Hemmschwelle zu überwinden und aus Deiner sexuellen Lust kein Geheimnis mehr zu machen. Egal, ob Du mit Deinem Freund sextest oder aber mit einem geheimnisvollen (noch) Unbekannten: Prickelnd und aufregend ist es in jedem Fall. Durch Sexting kannst Du Dein Schamgefühl über Bord werfen und Dich einfach gehen lassen. Gerade für einsame Stunden erweist sich Sexting als unheimlich effektiver Zeitvertreib, von dem beide Partner ein tolles Erlebnis erwarten können. Schließlich lassen sich nicht nur Männer gerne scharf machen, sondern auch Frauen genießen es, umworben und verführt zu werden.

Sexting kann gefährlich sein

Sexting ist sinnlich, heiß, aber vor allem nicht ohne!

Ist Sexting in Deutschland gesetzlich verboten?

Bei Minderjährigen kann Sexting einen Verstoß gegen die Paragraphen §184b oder §184c des Strafgesetzbuches bedeuten. Laut der deutschen Gesetzgebung sind sexuelle Darstellungen von Kindern unter 14 Jahren ohne Ausnahme grundsätzlich verboten. Zwischen 14 und 17 Jahren lässt das Strafgesetzbuch allerdings eine Straffreiheit zu, denn die Minderjährigen könnten ihre Zustimmung zum „jugendpornografischen“ Material im Vorhinein gegeben haben. Da die Rechtssprechung eher veraltet ist, weil sie aus dem Jahre 2008 stammt und Sexting damals noch kein Thema war, ist abzuwarten, inwiefern sich ein neuer Gesetzesentwurf auf das Sexting auswirken wird. Gerade durch die neuen Technologien der heutigen Zeit, in der es drahtlosen Internetzugang, Messaging-Systeme wie am laufenden Band und Nachrichten-Flatrates gibt, ist der Gesetzesgeber umso mehr gefordert, neue Eingrenzungen bei missbräuchlichem Sexting zu verabschieden. Zwar gilt Sexting als cooler Trend, gerade, weil die neue Technik alles möglich macht, allerdings gibt es ebenso viele Kritiker, die auf die Gefahren dieser freizügigen Online-Welt aufmerksam machen.

Welche Gefahren verstecken sich hinter Sexting?

Was passieren kann, wenn Sexting daneben geht, lässt sich an einem Nacktskandal exemplarisch zeigen, der 2014 die Promiwelt erschütterte: Jennifer Lawrence, Kirsten Dunst und viele andere Hollywoodstars mussten am eigenen Leibe erleben, was geschieht, wenn private, sehr intime Bilder an die Öffentlichkeit gelangen. Zwar ist Sexting in erster Linie absolute Privatsache, allerdings kann niemand so richtig überprüfen, ob die heiklen Aufnahmen auch wirklich nur bei den Sexting-Partnern bleiben. Keiner kann einem garantieren, dass die prickelnden Fotos auch tatsächlich nur dem Kick zwischen zwei Personen dienen und nicht direkt einer ganzen Sex-Community. Auch ein absolut gewissenhafter Partner kann, beispielsweise im Falle einer Trennung, mit den Nacktfotos der einstigen Freundin einige Dummheiten anstellen. Da reicht die Erfahrungspalette von kindischen Prahlereien im Freundeskreis bis hin zu gemeinen Racheaktionen. Für letzteres bieten genügend Online-Plattformen die richtige Bühne für solcherlei öffentliche Dar- und Bloßstellung. Neben diesen Horrorszenarien spielt das Schicksal natürlich auch immer eine gewisse Rolle im Leben. Unsere Smartphones sind zum Teil so vernetzt, dass es auch durch Zufall passieren könnte, dass heikle Bilder in der Cloud oder auf Instagram landen und so für eine peinliche Bloßstellung sorgen. Wichtig ist daher: Wer auf Sexting nicht verzichten möchte, sollte seine Handyeinstellungen auf Vordermann bringen und automatische Uploads sperren.

So schützt Du Dich beim Sexting

Auch wenn Sexting zum einen unglaublich Spaß macht, viel Lust bringt und dazu auch noch ziemlich aufregend ist, ist auch hier nicht alles Gold, was glänzt. Gerade, wenn man so richtig in Fahrt gekommen ist und dem Sexting-Partner Vertrauen schenkt, wird man leider schnell leichtsinnig. Damit Du Dich beim Sexting wohl fühlen kannst, kannst Du einige Sicherheitsvorkehrungen treffen. Hier haben wir für Dich einige Tipps aufgelistet, die Dir dabei helfen sollen, keine unangenehme After-Sexting-Situationen erleben zu müssen:

1. Am besten löschst Du Nacktbilder, die Du erhalten hast, sofort. Auch wenn das Bild von Deinem Freund ist, solltest Du das Bild entfernen, damit es in keine falschen Hände fällt.

2. Allgemein solltest Du beim Sexting immer darauf achten, dass Dein Gesicht auf den prekären Bildern nicht zu sehen ist. Wenn Du spezifische Körpermerkmale hast, wie etwa ein besonderes Tattoo oder ein Piercing, versuche es nicht mit abzulichten. Solange Du unkenntlich bist, ist es nur halb so schlimm, wenn das Foto an die Öffentlichkeit kommt.

3.Es gibt sogenannte „Snapchats“, die eine Art Instant-Messaging-Anwedung und für Sexting sehr geeignet sind. Das Besondere an den „Snapchats“ ist, dass die gesendeten Bilder nach nur kurzer Zeit wie von selbst gelöscht werden. Dennoch bleibt die Gefahr, dass man als Technikkenner selbst gelöschte Bilder wiederherstellen kann.

Hand auf`s Herz: Wer hatte noch keinen spannenden Online-Flirt? Sexting passiert ständig, fast jedem und ist dank der heutigen Technologie überall möglich. Und das nicht ohne Grund! Zwar gibt es einige Risiken, die man im Vorfeld abklären sollte, allerdings hat Sexting auch so manches für sich. Egal, ob man als Single durch die Welt geht oder in einer Beziehung lebt, kann sexten unglaublich spannend und aufregend sein. Vor allem, weil alle Höflichkeitsbarrieren verschwinden und man seine Fantasien ehrlich und ungeniert zur Sprache bringen kann. Sexting macht Lust auf mehr!

Bildquelle: Thinkstock/iStock

Kommentare (6)

  • simsalaba am 25.11.2014 um 15:44 Uhr

    Hin und wieder ist Sexting echt eine gute Methode, sich heiß aufeinander zu machen. Beim späteren Aufeinandertreffen geht's dann erst richtig zur Sache! :)

  • ladyvanni am 23.10.2014 um 10:28 Uhr

    Sexting finde ich super... Allerdings würde ich niemals Nacktbilder von mir verschicken, sondern schreibe nur. Hat auch seinen Reiz ;)

  • butterblume23 am 20.10.2014 um 13:38 Uhr

    Uhhhh, mit Sexting habe ich auch schon die ein oder andere schlaflose Nacht verbracht...

  • honigkuchenpony am 30.09.2014 um 11:53 Uhr

    Haha, echt cooler Artikel über Sexting! Ich glaube jeder hat diese virtuelle Art von Dirty Talk schonmal betrieben, ich selbst stehe total auf Sexting! ;)

  • Carlotta19 am 12.09.2014 um 08:22 Uhr

    Ich hätte nie gedacht, dass Sexting so oft gemacht wird. Geschweige denn, dass es ja sogar einen speziellen Snapchat dafüt gibt, der automatisch Verläufe löscht. Wahnsinn!