Das Ende einer Beziehung

Trennung, Schluss machen, den Partner verlassen – unabhängig davon, wie wir es nennen, es tut weh. Nicht nur der Verlassene leidet, auch der, der verlässt, geht einen schmerzhaften Weg bis er die Beziehung schließlich beendet. Gibt es eine Möglichkeit, Verletzungen zu vermeiden – sicher nicht. Aber es gibt Wege, die das Beziehungsende für beide Partner leichter machen.

Es gibt auch bei einer Trennung Regeln, die man beachten muss.

Wie mit dem Beziehungsende umgehen?

Es ist ein Thema, das man vermeiden möchte. Eine Situation, der man gerne aus dem Weg geht. Eine Liebe, die zu Ende geht, niemand möchte sich vor Augen führen, was passiert, wenn es passiert und was danach kommt. Der Verlassene sieht sich plötzlich vor eine Entscheidung gestellt, die nicht die eigene ist. Und der, der verlässt, muss sich entscheiden und die Beziehung beenden, eine unliebsame Aufgabe. Mit einem Beziehungsende als Folge…

Der Weg von der Entscheidung bis zum klärenden Gespräch und die Zeit nach der Trennung sind für beide Partner schwierig. Dieser Weg birgt Schmerz und Leid, Tränen und Verletzungen. Sie sind unerlässlich, aber wer will dem einst geliebten Menschen schon bewusst Schmerz zufügen. Niemand, der eine Beziehung beendet, will den Partner leiden sehen und doch scheint es kein Patent-Rezept zu geben, um genau das bei einem Beziehungsende zu verhindern. Die richtigen Worte, der richtige Ort, all das kann den Schmerz nicht lindern, aber es beiden zumindest erleichtern. Es gibt also vielleicht kein Rezept für eine schmerzlose Trennung, aber es gibt eine Möglichkeit diesen Weg für beide angenehmer zu gestalten, respektvoller und einfühlsamer. Damit auch das Beziehungsende die gemeinsame Zeit in Ehren hält und daran erinnert, dass man sich einmal geliebt hat und dies auch nicht vergessen will.

Beziehungsende: Den Gefühlen nachgeben

Der erste Schritt, um sich mit dem Thema Trennung auseinanderzusetzen, ist es, die Gefühle, die einen beschleichen, zuzulassen. Es scheint, als wäre dies der einfachste Schritt, doch dem ist nicht so. Oft beschleicht einen das Gefühl, das etwas nicht stimmt, ohne den Grund für dieses Gefühl zu erkennen. Man fühlt sich allein gelassen in der Beziehung, ein seltsames und beunruhigendes Gefühl, das sich immer wieder einschleicht und den Alltag vergiftet. Doch dem Gefühl nachzugehen, und allein dem Wort Trennung und dem Gedanken daran Raum zu geben, ist ein anstrengender und kräftezehrender Prozess, vielleicht sogar der schwierigste Schritt. Auch für den, der verlässt, steht einiges auf dem Spiel und eine ungewisse Zukunft ohne den Partner bevor. Und wer ist man, dass man dem anderen seine Träume zerstört, das hart erarbeitete gemeinsame Leben zunichte macht. Doch der Schritt von der gemeinsamen Vergangenheit in eine getrennte Zukunft ist manchmal unvermeidlich. Es gibt Situationen, da ist getrenntes Glück ist besser als gemeinsames Unglück, auch für den Verlassenen.

Beziehungsende: Den richtigen Moment gibt es nicht

Natürlich ist es schwierig aus der Entscheidung, sich zu trennen, eine Trennung zu machen. Die Worte auszusprechen, verlangt Kraft und eine Strategie. Dabei handelt es sich nicht um kalte Berechnung. Es geht darum, für sich selbst ein Gefühl von Sicherheit zu schaffen, um der Situation nicht hilflos ausgeliefert zu sein. Dabei ist es natürlich nicht das Ziel, das Ende der Beziehung Detail für Detail durchzuplanen, sondern sich im Vorfeld einige Gedanken zu machen. Dabei spielen ganz banale Dinge eine Rolle, wer das gerade gemeinsam gekaufte Geschirr bekommt oder wo man die nächsten Tage schlafen wird. Den richtigen Ort für eine Trennung zu finden ist schwierig, ebenso wie den richtigen Moment. Denn ist man ehrlich, den richtigen Moment für böse Überraschungen gibt es nicht. Daher sollte man einfach den nächsten ruhigen Moment nutzen und sich in den eigenen vier Wänden oder bei einem Spaziergang durchringen und dem Partner seine Entscheidung mitteilen. Man sollte sich bewusst machen, dass je länger man dem Partner seine Gedanken verheimlicht, er sich umso betrogener fühlen wird. Während eines Streits einen Schlussstrich zu ziehen, gilt es zudem zu vermeiden. Im Eifer des Gefechts sagt man viele Dinge, die man nicht so meint, das weiß auch der Partner und könnte die Entscheidung daher nicht ernst nehmen. Oder man würde ihn noch zusätzlich verletzen. In Vornherein sollte man außerdem ankündigen, dass man in naher Zukunft ein Gespräch über die Beziehung führen möchte, um sich selbst und den anderen auf das Gespräch vorzubereiten.

Ein sachliches Beziehungsende

Dem Partner seine Gedanken der letzten Zeit darzulegen und zu erklären, fällt schwer. Insbesondere, da man selbst oft nicht genau weiß, warum man so empfindet, wie man empfindet. Für eine genaue Analyse dessen, was falsch gelaufen ist, was man sich gewünscht, aber nicht bekommen hat, ist dies nicht der richtige Moment. Geht man den Schritt und eröffnet dem Partner im Gespräch seine Entscheidung, dann sollte man dies möglichst sachlich tun. Für den Verlassenen wird die Situation dramatisch genug sein, daher sollte man selbst auf theatralische Einlagen verzichten. Am besten steigt man mit dem allgemeinen Thema Beziehung ein und bezieht sich dann auf die eigene Situation. Natürlich verlangt der Andere eine Erklärung, aber er will keine Litanei von Gründen hören, mit denen er in dieser Situation sowieso völlig überfordert ist. Stattdessen sollte man sich auf einige Gründe beschränken. Kränkungen und Angriffe auf den Charakter des Gegenübers sollten dabei selbstverständlich tabu sein. Sie sind nicht nur fehl am Platz, sondern zeugen auch von wenig Respekt und verletzen und erniedrigen den Partner.
Wut, Trauer, Entsetzen, Hilflosigkeit – Gefühle, die der Andere sehr wahrscheinlich empfinden und zeigen wird. Wie der Verlassene reagiert kann man nicht voraussehen, aber was er auch tut, man sollte sich bewusst sein, dass er von der Entscheidung völlig überrascht wird. Ihm wird der Boden unter den Füßen weggezogen und er wird sich folglich an jeden Rettungshalm klammern, um nicht zusammenzubrechen. Der Verlassene ist verletzt und verzweifelt. Daher ist es wichtig, die Ruhe zu bewahren, und auf seinem Standpunkt zu beharren. Man macht es dem ihm und auch sich selbst nicht einfacher, wenn man sich zu leeren Versprechungen hinreißen lässt, um die Trauer des Anderen nicht länger ertragen zu müssen. Dann ist es besser zu gehen. Auch endlose und vergebliche Diskussionen haben an diesem Punkt keinen Sinn mehr. Und so schuldig man sich für das Leid des Partners auch fühlen mag, man selbst ist niemand, der ihm eine Hilfe sein kann.

Das einzige, was man ihm geben kann ist Zeit. Zeit zum Trauern und Zeit zum Verstehen. Diese Zeit sollte man sich selbst auch nehmen. Und sollte nach einer Zeit des Abstandnehmens und Begreifens die Möglichkeit gegeben sein, gemeinsam von der Beziehung Abschied zu nehmen, dann kann man das tun. Um eine Ende zu finden, das ein gemeinsames ist, das auch die schönen Momente weiter schätzt und das lernt, die schlechten zu akzeptieren.


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Was denkst du?

  • seitensprfibel am 15.01.2014 um 15:34 Uhr

    Die so genannten "apokalyptischen Reiter" sind die Kennzeichen ernstzunehmender Beziehungsprobleme. Lernen Sie diese kennen und vor allem, wie Sie mit ihnen umgehen. Wer jedoch von den vier Liebesformeln weiß, kann das Ruder garantiert rumreißen. Mehr erfährt man ausführlich auf seitensprung-fibel.de.

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  • PuffyLon am 08.05.2013 um 11:53 Uhr

    Sowas ist bestimmt für beide Parteien nicht einfach zu durchleben...

    Antworten
  • ChaosCarla am 03.04.2013 um 06:17 Uhr

    Wenn die Beziehung am Ende ist, dann muss man sich einfach damit abfinden...

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  • CappuccinoGirl am 15.11.2012 um 15:14 Uhr

    Mit dem Beziehungsende richtig umzugehen ist wirklich nicht immer einfach. Ein Beziehungsende tut weh, da kommt man nicht so leicht drüber hinweg...

    Antworten
  • Taucherqueen am 12.09.2012 um 14:47 Uhr

    Verlassen zu werden ist schon der Horror, aber ich persönlich finde eine Beziehung zu beenden noch schrecklicher...besonders wenn man genau weiß, dass der andere einen immer noch von Herzen liebt und eine Beziehung weiterführen möchte! Und wenn man genau weiß, der jenige geht für eine Zeit daran kaputt...undman selber liebt diesen Menschen ja auch noch irgendwie, aber es ist eben nicht DIE Liebe...eher wie eine >Liebe zwischen Freunden oder Geschwistern...eben keine Art mehr von verliebt sein! Eine Beziehung beenden ist hart, egal aus welcher Sicht und auf welche Weise, man kann nur alles falsch machen. . . .

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  • mellie12 am 09.08.2012 um 10:12 Uhr

    Das Ende einer Beziehung geht einfach nie ganz ohne Bitterkeit ab. Die Übermenschen möchte ich mal treffen, die alles sachlich über die Bühne bringen und hinterher noch lässig befreundet bleiben...

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  • Honey1206 am 26.01.2010 um 22:07 Uhr

    Hab mich nach sieben Jahren von meinem Freund getrennt, und ich knabber immer noch daran. Es dauert bis man den Schmerz überstanden hat. Deswegen heißt es auch "Zeit heilt alle Wunden"

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  • beautyella am 22.12.2009 um 15:57 Uhr

    SO ein scheiß.., Liebe ist eben ein Arschloch, mag für andere villt nicht so sein..., aber in meinen augen ist es so..Ich werd heute schluss machen auch wenn ich ihn immer noch liebe.., aber selbst reden mit ihm hilft einfach nicht mehr und er wird sich auch nicht ändern,..Ich möchte nicht noch weiter dran kaputt gehen..Mädels vergisst diese arschlöcher, die sind es nicht Wert!;)wenn sie ziehen wollen, dann lasset sie ziehen! :Dohne witz...wenn sie gehen wollen, sollen sie doch, wirklich ..nicht weiter an ihnen kleben bleiben...sondern loslassen. 🙂

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  • Feuermelder am 22.12.2009 um 13:34 Uhr

    Trennung ist nichts schönes...Ich habe auch gerade eine hinter mir und es tut einfach nur weh :'(

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  • moderndance am 21.12.2009 um 20:03 Uhr

    ich habe mich auch vor neun Monaten von meinem Freund getrennt. Wir waren allerdings elf Jahre zusammen. Erste große Liebe-ihr kennt das bestimmt. Es ist immer noch nicht einfach mit dieser Sache umzugehen. Wir haben immer noch Kontakt-und eigentlich ist das ein großer Fehler. Aber eine abrupte Trennung konnte ich irgendwie nicht ausüben-ich weiß selber nicht warum

    Antworten
  • Carrie0902 am 20.12.2009 um 22:23 Uhr

    trennungen sind verdammt mies... weiß gar nich was schlimmer ist, verlassen oder verlassen werden...

    Antworten
  • LadyRevery am 19.12.2009 um 13:20 Uhr

    Ich habe die Absicht, heute mit meinem Freund schluss zu machen. Das Schlimme ist, dass ich einfach große Angst vor dem Kummer habe, nicht nur meinerseits, sondern auch bei meinem Partner. Ich habe aber schon monatelang an unserer Beziehung gezweifelt und selbst Gespräche haben nichts geändert. Auch wenn ich ihn noch liebe, hat es keinen Sinn, an der Beziehung kaputt zu gehen.

    Antworten
  • Mariella8288 am 18.12.2009 um 19:58 Uhr

    ich bin am dabei abstand zu nehmen... da ich enttäuscht bin, verletzt, erniedrigt, einsam, unterdrückt und missverstanden und trotzdem liebe ich ihn so sehr habe angst einsam zu sein

    Antworten
  • Selena am 18.12.2009 um 15:18 Uhr

    Sehr aktuelles Thema... Ich bin die Verlassene und der Text beschreibt sehr gut die Gefühle, die man spürt. Ihgrend wann kommt leider noch das Stadium - sich Hoffnungen machen und vielleicht auch hoffen, dass der andere sich es anders überlegt, wie erniedrigend es auch für den Verlassenen sein mag, "wieder gewollt" zu sein...

    Antworten
  • Amore92 am 14.12.2009 um 20:46 Uhr

    Ich hab mich heute von meiner großen Liebe getrennt. Ich würd mich am liebsten umbringen, es macht so weh es ist wie ein großes tiefes loch das nie endet. Ich hoffe du bugrammer78 hast recht das wir wieder zusammen finden werden. Ich wünsch mir nichts anderes auf der welt als ihn wieder bei mir zu haben.

    Antworten
  • Elementarteil am 11.12.2009 um 10:24 Uhr

    auch wenns ein dummer spruch ist, aber irgendwie ist auch was dran: die zeit heilt alle wunden. irgendwann weiß man wie man mit sowas umgeht. vergessen tut man nie, aber man lernt damit zu leben!!

    Antworten
  • kuesschen1304 am 09.12.2009 um 13:34 Uhr

    ich hasse trennungen auch... einfach nur schrecklich

    Antworten
  • schoko_olivchen am 07.12.2009 um 00:50 Uhr

    wer mag schon sich trennen das ist das schlimmste was es gibt ich wünsch des net mal meinen feinden

    Antworten
  • Felice87 am 05.12.2009 um 02:24 Uhr

    Ich hab zwar 3 Trennungen hinter mir, doch die waren nicht hart, sondern eher erleichternd^^ Aber bei meinem jetzigen Freund würde ich eine Trennung sehr schwer verkraften, da wir uns ja schon irgendwie ein gemeinsames Leben aufgebaut haben. Aber ich finde, der letzte Satz in dem Artikel trifft den Nagel auf den Kopf

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  • Daniprincsess am 03.12.2009 um 19:46 Uhr

    Ich glaub bei mir ist es jetzt auch so weit! Manachmal muss man sich einfach trennen, um neues zuerleben!!! Egal wie sehr es auch wehtut man lernt neues kennen und vergisst das alte aber nie!!!!

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  • Lichterkerze am 30.11.2009 um 21:47 Uhr

    ich habe gerade eine trennung hinter mir. leider habe ich mich von ihm getrennt und weis nun nicht, ob es das richtige war.=( @bugrammer78: irgendwie glaube ich das auch, nur weis ich nicht, ob er mich noch will.

    Antworten
  • Bugrammer78 am 30.11.2009 um 17:56 Uhr

    manchmal muss man jemanden loslassen, um wieder zusammen zufinden!!

    Antworten
  • Elementarteil am 28.11.2009 um 18:15 Uhr

    liebe heißt auch loslassen ... auch wenns hart ist

    Antworten
  • KleinesKaeguru am 28.11.2009 um 17:54 Uhr

    trennungen sind echt hart=(

    Antworten
  • JanniieH am 27.11.2009 um 21:14 Uhr

    hab mich vor 6 monaten von mein ex getrennt weil er einfach keine zeit für mich hatte & sich kaum noch für mich interessiert hat & leide immernoch ..

    Antworten
  • noreen21 am 27.11.2009 um 18:51 Uhr

    ja da muss ich leider sunshine18 recht geben echt ne schlimme sache

    Antworten
  • Sunshine18 am 27.11.2009 um 10:58 Uhr

    ich hasse trennungen und den trennungsschmerz.. möchte gar nicht drüber nachdenken wie weh sowas tun kann. 🙁

    Antworten