Zuhause im Schnee

Zuhause im Schnee

am 18.12.2009 um 12:03 Uhr

Endlich fliegen Frederick und Louisa nach Hause.

Louisa und Frederick fliegen nach Hause.

Louisa und Frederick fliegen nach Hause. Die Sehnsucht nach Daheim und die Freude, wieder zu Hause zu sein, lässt auch die Wunden von Frederick und Louisa langsam heilen.

Das Flugzeug startet und ich nehme Fredericks Hand, der mich beruhigend anlächelt. Ich höre, wie die Triebwerke röhren und schon nach wenigen Minuten durchbrechen wir die Wolken über New York und ein strahlend blauer Himmel erwartet uns über der dicken Wolkenschicht. Seit vier Monaten bin ich bereits nicht mehr Zuhause gewesen und ich merke, wie ich mich auf Deutschland freue. Doch bevor ich Deutschland, meine Familie, Mareen und Leah sehe, nach denen ich mich schon so lange sehne, muss ich erst einmal zehn Stunden Flug hinter mich bringen. Ich schaue Frederick an, der aus dem Fenster schaut. Die letzten Wochen waren für uns beide sehr anstrengend. Ich frage mich immer wieder, ob ich etwas sagen sollte, fragen sollte, wie er mit dem Verlust umgeht, doch ich traue mich schon lange nicht mehr. Spätestens seit dem Moment, als ich sein Gesicht sah, vor fast anderthalb Monaten im Park, wo ich sehen konnte, wie sehr ich ihn enttäuscht hatte. Ich überlege, ob sich seitdem vieles für uns verändert hat und muss mir eingestehen, dass ich es nicht weiß. In den letzten Wochen war alles wie immer, wir sind verliebt und glücklich und doch ist es, als ob irgendwo in der Ecke etwas auf uns lauert, das dieses Glück von jetzt auf gleich zerstören könnte. Doch vielleicht ist dieses Etwas auch nur meine eigene Unsicherheit gegenüber Frederick, die ich, seit ich weiß, dass wir keine Kind kriegen werden, mit mir herumtrage. Es ist, als hätte ich uns eine Möglichkeit verbaut, als hätte ich Schuld daran, dass Frederick jetzt nachdenklich aus dem Fenster blickt. Als ob er meine Gedanken hat lesen können, wendet Frederick sich zu mir um und lächelt mich an. Ich schaue ihn an in der Hoffnung auf seinem Gesicht die Antworten auf meine Fragen zu finden. „Möchten Sie etwas trinken?“ fragt uns eine der Flugbegleiterinnen. Nach zwei Gläsern Sekt und zwei Sandwich lasse ich mich entspannt in meinen Sitz zurückfallen. Mit dem Kopf auf Fredericks Schulter gelehnt schlafe ich schließlich ein.

Wieder Daheim

Wie immer rollt das Gepäckband im Schneckentempo und ich laufe ungeduldig um das Band herum. Frederick schüttelt lachend den Kopf und beobachtet meine erbärmlichen Versuche, das Band mit meiner Vorstellungskraft schneller laufen zu lassen. Ich bedenke ihn mit einem wütenden Blick. Um ehrlich zu sein, kann ich es kaum noch erwarten, endlich mit meinem Koffer in der Hand durch den Ausgang zu gehen und Leah und Mareen in die Arme zu fallen. Als ich endlich meine Koffer in der Hand halte und Frederick seinen, gehe ich raschen Schrittes voraus, ich höre nur noch ein leises Schnauben von Frederick, der hinter mir her hechtet. Als ich Mareen und Leah sehe, macht mein Herz einen Sprung und ich vergesse meinen Koffer und Frederick und falle meinen Freundinnen in die Arme. „Es ist so schön euch zu sehen!“ „Endlich bist du wieder da, du hast uns sehr gefehlt! Hallo Frederick, ich glaube du hast unsere beste Freundin entführt“, lacht Mareen Frederick an und reicht ihm lächelnd die Hand. Frederick, der sich das Schauspiel lächelnd angeschaut hat, zwinkert mir zu und erwidert den Handschlag: „Und ich werde mich nicht dafür entschuldigen,“ grinst er. Frederick streicht mir übers Haar und ich lehne mich glücklich an ihn. Es scheint, als hätte die Ankunft in Deutschland meine Sorgen mit einem Mal weggeblasen. Und auch Frederick strahlt, als wir aus dem Flughafen heraustreten und Leah fluchend in ihrer Tasche nach dem Parkticket sucht. Frederick und ich sehen uns begeistert an, denn auf den Bäumen und Sträuchern liegt eine sanfte Schicht Schnee. „Hier hast du deinen Winter, mein Schatz.“ Frederick lächelt mich an. „Ja,“ sage ich und sehe ihn strahlend an. Endlich Winter. Das hatte ich in den letzten Wochen schon sehr vermisst. Selbst wenn es in New York geschneit hatte, blieb meist nicht mehr als ein grau-schwarzer Schneematsch. Jetzt endlich habe ich meine Winterlandschaft, von der ich schon so lange geträumt hatte und die meine Sorgen hoffentlich ebenfalls mit einer weißen Decke aus Frohsinn bedeckt.


Kommentare (11)

  • annilein89 am 24.12.2009 um 21:16 Uhr

    oh man..*träum..^^ sooo toollll schöön süüßßß =)

  • laury25 am 21.12.2009 um 17:51 Uhr

    süüüüüüüüüüüüüüüüüüüüß =)

  • Cherry101 am 20.12.2009 um 21:41 Uhr

    Sooo schön. Ich will weiterleseeeeen! ♥

  • GruenerApfel am 20.12.2009 um 14:49 Uhr

    uiuiiiii, süüß und das mit dem Schnee kenn ich auch ^^

  • kleine_maus am 19.12.2009 um 20:37 Uhr

    aaaaaaaah :] es is so süß.. hoffentlich macht er wirklich bald nen antrag. !

  • mupfin am 19.12.2009 um 17:00 Uhr

    also für mich klang das gerade als könnte sie gar keine kinder bekommen^^ aba vielleicht hab ich mich auch verlesen^^ auf jeden fall sind die zwei echt süß!!

  • KleinesKaeguru am 18.12.2009 um 20:02 Uhr

    ahh wie süß =)

  • Franzl am 18.12.2009 um 19:15 Uhr

    hoffentlich heiraten sie... und dann bemerkt sie kurz davor, dass sie schwanger ist... 🙂

  • kadl am 18.12.2009 um 15:41 Uhr

    och, wie süüüß 🙂

  • Tampic am 18.12.2009 um 14:35 Uhr

    der antrag folgt bestimmt bald.. schnell mehr..:)

  • mivieh am 18.12.2009 um 12:53 Uhr

    *kommentar erscheine*