Positiv denken lernen
Susanne Falleram 22.11.2016

„Das ist doch alles Mist“, „Ich kann das nicht“, „Ich hasse Montag“: Hach ja, Pessimismus, Du elende Spaßbremse. Ja, ich fasse mir gerade an die eigene Nase, ich bin nämlich kein Stück besser. Täglich rattern die negativen Gedanken, eine pessimistische Äußerung jagt die nächste. Eigentlich kann ich nur Strichmännchen malen, aber Schwarzmalerei, die gelingt mir dann doch besonders gut. Fragt sich: Warum fällt es vielen eigentlich so schwer, Dinge mal realistisch oder, oh Schreck, sogar positiv zu sehen? Da kann nur noch eins helfen: Positiv denken lernen! Wie das geht, siehst Du hier.

Lieblingssatz von Optimisten an Pessimisten? „Jetzt sei doch mal nicht so negativ!“ Stimmt, danke für den heißen Tipp, warum bin ich da nicht selbst drauf gekommen?! Klar, es ist nett gemeint, aber wer von Natur aus eher grummelig ist und mit einem Mix aus Angst und Frustration in die Zukunft schaut, der ändert das nicht durch so einen platten Hinweis. Positiv denken lernen, das erfordert seine Zeit. Es ist aber nicht unmöglich! Und hilft Dir dabei, Dir zumindest einen gesunden Realismus anzutrainieren, der Dich nicht irgendwann in pure Verzweiflung und Depressionen treibt. Meistens ist ja alles gar nicht so schlimm, wie man denkt.

Positiv denken lernen

Ein bisschen mehr Optimismus, Mädels! Unterschätzt Euer Können nicht.

Positiv denken lernen: Eine kleine, optimistische Anleitung

Du bist nicht nur, was Du isst, sondern auch, was Du denkst. Hast Du ständig Panik, Frust und Zweifel an allem, dann setzt Du Dir damit selbst unheimlich zu. Du wirst zu einem Menschen mit unglaublich negativer Einstellung. Das werden andere irgendwann auch merken und es kann dann gut möglich sein, dass sie sich von Dir distanzieren, weil sie sich nicht auch noch runterziehen lassen wollen. Schluss damit! Versuche, eine innere Ausgeglichenheit und einen anderen Blick auf Dich und Deine Umwelt zu entwickeln. Dabei können Dir folgende Tipps und Tricks helfen:

  1. Hör auf, Dich ständig mit anderen zu vergleichen: Ein riesiger Fehler, der einen einfach nicht weiterbringt. Vergleiche Dich weder mit Leuten, die schlechter sind als Du (Du trittst auf der Stelle) oder noch besser (Dein Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein könnte darunter leiden). Betrachte Dich und Dein Können isoliert. Stellst Du Dich nicht eigentlich ziemlich gut an, in Deinem Beruf, bei Deinem Hobby, als eigenständige Person? Darauf kannst Du stolz sein! Selbstliebe ist der erste Schritt zur Besserung.
  2. Übernimm Verantwortung: Entziehe Dich nicht jeglichen Aufgaben, weil Du Angst hast, sie nicht bewältigen zu können und eventuell Kritik einstecken zu müssen. Du musst Dich der Gefahr aussetzen, um aus eigenen Fehlern lernen zu können – und schließlich auch Erfolge zu feiern.
  3. Streiche das Wort „aber“ aus Deinen Aussagen: Warum? Weil es immer irgendeinen Kontrapunkt einleitet. Wenn Du versuchst, positiv zu denken und eine positive Meinung kundzutun (beides hängt miteinander zusammen!), dann vermeide es, dieses Wort zu benutzen. Beispiele: „Ich werde das schon schaffen, aber…“, „Montag ist eigentlich gar nicht so schlimm, aber…“. Merkst Du, wie den positiven Gedanken plötzlich der Wind aus den Segeln genommen wird? Übrigens kann es auch helfen, solche extremen Worte und Ausdrücke wie „müssen“, „auf keinen Fall“ und „niemals“ aus dem Wortschatz zu verbannen.
  4. Kehre negative Situationen in etwas Positives um: Wenn Dich irgendwas mal so richtig herunterzieht und richtig nervt, dann versuche genau hier mal, positiv denken zu lernen. Es mag paradox klingen, ist aber eine gute Übung, um der ständigen, negativen Gedankenspirale zu entkommen. Die Schlange an der Supermarktkasse könnte nicht länger sein? Stell Dich an, atme tief durch und überlege Dir schon mal, was Du zu Hause aus den gekauften Sachen kochen könntest. Oder denke darüber nach, was Du am Wochenende alles unternehmen kannst. Anderes Beispiel: Du hast eine schwierige Aufgabe von Deinem Chef bekommen. Deine Chance zu zeigen, was Du drauf hast! Anstatt gleich zu sagen, dass Du das nicht kannst und schlechte Laune zu bekommen, powerst Du richtig los. Lass Dir ruhig helfen, wenn es mal etwas hakt, hol Dir zwischendurch Feedback ein, setz alle Hebel in Bewegung. So zeigst Du es allen!
  5. Schreib Dir eine Liste mit all Deinen Erfolgen und häng sie auf: Vielen Pessimisten geht es so, dass sie eigene Erfolge gerne mal vergessen, sich dafür aber über jeden noch so kleinen Fehler den Kopf zerbrechen. Schnapp Dir Stift und Papier und schreib Dir gleich mal auf, was Du bereits alles in Deinem Leben geleistet hast und worauf Du stolz bist. Auch hier können es noch so kleine Details sein, die Du für Dich aufschreibst! Ist es der gute Schulabschluss, ein Erfolg bei einem Hobby, ein Lob Deines Chefs oder auch einfach nur, wie selbstständig Du Deinen Alltag bestreitest? Positiv denken lernen gelingt Dir mit einem solchen Überblick viel einfacher, weil Du siehst, was alles möglich ist, nicht, was alles unmöglich ist und schiefgehen könnte.

Hältst Du Dich wirklich bewusst an diese Regeln, wirst Du merken, dass das Leben kein tiefes, schwarzes Loch ist und Pessimismus Dich kein Stück weiterbringt. Negativ denken verdirbt Dir nur selbst die Laune und bremst Dich und Dein Können aus. Sei Deines Glückes Schmied, anstatt Dir selbst im Weg zu stehen!

Glücklich sein

Positiv denken bewirkt, dass sich eine innere Zufriedenheit einstellt.

Der kürzlich verstorbene, großartige Musiker Leonard Cohen singt in seinem Song „Anthem“: „There is a crack in everything. That’s how the light gets in.“ („Alles hat einen Riss; so scheint das Licht durch.“) Das ist eigentlich ein Motto, das man sich hinter die Ohren schreiben sollte, wenn man mal wieder alles negativ sieht. Positiv denken lernen hilft Dir, eine solche Sichtweise irgendwann automatisch zu haben. Optimismus, ohne aber.

Wo wir gerade bei Musik sind: Miesepetrigkeit vertreibt unsere Gute-Laune-Playlist übrigens auch ganz wunderbar!

Bildquellen: iStock/ipopba, iStock/BrianAJackson, iStock/AntonioGuillem

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