Eigenbluttherapie
Diana Heuschkelam 30.07.2015

Bereits seit vielen Jahren wird versucht, die Eigenbluttherapie als anerkannte Behandlungsmöglichkeit durchzusetzen. Dabei wird diese homöopathische Therapiemöglichkeit immer beliebter, denn viele Menschen schwören auf diese Methode wenn es um die Bekämpfung von Allergien, Neurodermitis, Asthma und vielen weiteren Erkrankungen geht. Im Folgenden erklären wir Dir deshalb, was die Vorteile der Eigenbluttherapie sind, wie sie abläuft und für wen sie geeignet ist.

Für jemanden, der sich mit dem Thema Eigenbluttherapie beschäftigt, ist es natürlich als allererstes wichtig zu wissen, wofür sie überhaupt angewendet wird und wie sie auf Deinen Körper wirkt. Dafür sollte man zunächst wissen, dass die Eigenbluttherapie zu den Regulationstherapien gehört. Das bedeutet mit anderen Worten: Sie soll Deinem Körper, wie dieser Name es schon verrät, durch milde Stimulation dabei helfen, sich besser regulieren zu können. Durch die regelmäßige Wiedereinführung Deines Eigenbluts wirkt dieses als leichter Fremdkörperreiz und stimuliert dadurch Dein Immunsystem. Durch eine mehrmalige Anwendung der Eigenbluttherapie soll demnach Dein Immunsystem auf Trab gehalten und Deine Abwehrkräfte auf Dauer gestärkt werden. Dadurch befähigt die Eigenbluttherapie Deinen Körper, sich gegen eine breite Spanne an Krankheiten zur Wehr zu setzen. Die Befürworter dieser Therapie sehen ihren Erfolg zum Beispiel in der Linderung von andauernden Infekten, rheumatischen oder asthmatischen Erkrankungen, Hauterkrankungen und sogar von Migräne oder Erschöpfungszuständen.

Phiolen mit Blut

Eigenblut kann einen positiven Effekt auf die Abwehrkräfte ausüben

Die verschiedenen Varianten der Eigenbluttherapie

Welche Art der Behandlung Du bei der Eigenbluttherapie erfährst, und was dabei mit Deinem Blut gemacht wird, hängt davon ab, für welche Variante der Eigenbluttherapie Du Dich entscheidest, denn es gibt einige verschiedene Möglichkeiten, wie die Eigenbluttherapie durchgeführt werden kann. Diese Möglichkeiten kann man unter drei verschiedenen Behandlungsformen zusammenfassen, die wir Dir im Folgenden näher erläutern wollen.

Zunächst gibt es die Eigenbluttherapie mit unverändertem Blut. Bei dieser unkomplizierten Variante wird das von Dir entnommene Blut einige Stunden kühl gelagert und dann unverändert in Deinen Körper zurück injiziert. Der Arzt spritzt es dann meist in einen Muskel, selten auch zurück in die Venen. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, Dein Eigenblut nach der Entnahme aufzubereiten, indem man einer sehr kleinen Menge Deines Bluts homöopathische oder das Immunsystem stimulierende Stoffe zusetzt, es mit Ozon-Sauerstoff anreichert oder mit UV-Licht bestrahlt. Die dritte Variante der Eigenbluttherapie nennt sich Eigenblut-Nosode. Dabei wird Dein Blut – meist nur ein Tropfen der Deinem Finger entnommen wird – potenziert, also verdünnt. Der Vorteil dieses Behandlungsweges ist, dass das Eigenblut nicht wieder mit einer Spritze injiziert werden muss, sondern durch die orale Aufnahme, zum Beispiel in Form von Globoli, in den Körper zurückgeführt wird. Das macht diese Variante der Eigenbluttherapie zu einer attraktiven Behandlungsform für Spritzenphobiker und Kinder, die so auf den zweiten Nadelpiekser verzichten können.

Für wen ist die Eigenbluttherapie geeignet?

Prinzipiell ist die Eigenblutbehandlungen für sehr viele Menschen geeignet. Durch die sanfte Anwendungsmöglichkeit der Eigenblut-Nosode, können sogar Kinder gut mit Eigenblut behandelt werden. Du solltest Dich vor der Behandlung aber auf jeden Fall ausführlich von einem Arzt oder Homöopathen beraten lassen. Sie können Dir am besten sagen, mit welcher Form der Eigenbluttherapie Dein Krankheitszustand am besten behandelt werden kann oder die Behandlung überhaupt sinnvoll ist.

Für wen ist die Eigenbluttherapie nicht geeignet?

Nicht sinnvoll ist die Eigenbluttherapie beispielsweise bei schweren, den Körper auszehrenden Krankheiten, da sich durch die Stimulation des Immunsystems während der Eigenbluttherapie der jeweilige Krankheitszustand vorübergehend verschlechtern kann. Generell kann es auch zu Fieberstößen und einer Verstärkung der Krankheitssymptome kommen. Im Regelfall tritt diese Reaktion aber nur kurzzeitig auf, um kurz darauf einer merklichen Besserung Platz zu machen. Ebenfalls auf die Eigenbluttherapie verzichten sollte jeder, der Probleme mit Blutgerinnungsstörungen oder Venenentzündungen hat, sowie Menschen, die auf die Einnahme von Glukokortikoiden, Blutverdünnungsmitteln oder Immunsuppressiva angewiesen sind. Darüber hinaus solltest Du eine Eigenblutbehandlung natürlich niemals im Selbstversuch durchführen, sondern immer beim Arzt oder Heilpraktiker – denn nur die sind dafür geschult, Dein Blut mit der richtigen Technik in Deinen Muskel zu spritzen. Im Fall der Eigenblut-Nosode bieten einige Apotheken Sets zur Gewinnung eines Bluttropfens aus Deinem Finger an. Dies kannst Du mit wenig Aufwand zu Hause machen und das gewonnene Blut dann beim Apotheker zur Analyse einschicken.

Was sagen die Kritiker der Eigenbluttherapie?

Kritiker der Eigenbluttherapie berufen sich darauf, dass eine generell positive Wirkung von Eigenblutinjektionen auf den Körper nie wissenschaftlich bewiesen werden konnte. Wissenschaftler sagen sogar, dass die Linderung der Symptome, die viele Patienten nach der Eigenblutbehandlung verspüren, alleine auf einen Placebo-Effekt zurückzuführen ist. Dies führt direkt zum nächsten negativen Punkt, denn die Krankenkasse übernimmt die Behandlung aus diesem Grund auch leider nicht. Wenn Du trotzdem an der Eigenbluttherapie interessiert bist, solltest Du mit Kosten von 15 bis 50 Euro pro Behandlung rechnen. Dabei solltest Du auch beachten, dass ein Behandlungszyklus oft aus mehr als zehn Einzelsitzungen besteht und sich so die Kosten summieren können.

Die Eigenbluttherapie erweist sich immer mehr als nützliche Behandlungsalternative für sehr viele Krankheiten, bei denen das Immunsystem einen Anstoß zur besseren Selbstheilung benötigt. Ob nun durch die Wirksamkeit der Reiztherapie oder einen Placebo-Effekt – fest steht, dass viele Patienten nach der Behandlung mit Eigenblut eine deutliche Verbesserung ihrer Krankheitssymptome verspüren. Ob die Eigenbluttherapie eine Heilmethode ist, die zu Dir passt, findest Du am besten im Gespräch mit dem Arzt oder Homöopathen Deines Vertrauens heraus.

Bildquelle: iStock/HamsterMan


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Was denkst du?

  • kelebek25 am 01.08.2015 um 07:11 Uhr

    Ich glaube, dass sie einen positiven Effekt hat, die Befürworter werden das bestätigen...

    Antworten