Leichte Übungen

Fitness-Trend: Faszien-Training

Cindy Boehmeam 30.03.2016 um 15:23 Uhr

Der Begriff Faszien ist derzeit in aller Munde. Jeder will neuerdings sein Fasziengewebe – Teile des Bindegewebes – in Form halten und so Verspannungen entgegenwirken. Doch welche Übungen eignen sich am besten für das Faszien-Training?

Als Faszien bezeichnet man ganz feine Kollagen-Fasern des Bindegewebes, die sich durch den gesamten Körper spannen. Wenn man sie nicht gezielt trainiert, verkleben die Faszien. Das neue Bewusstsein für diese Fasern, stellt die Trainingsroutine von sportlichen Menschen auf den Kopf. Beim Training geht es den meisten um den Aufbau von Muskeln – den Faszien nützt das aber nichts. Daher sollte man sein normales Trainings-Programm um spezielle Faszien-Übungen ergänzen, für die man sich ein- bis zweimal pro Woche Zeit nimmt. Auch für diejenigen, die sich bisher nicht mit ihren Faszien befasst haben, besteht eine gute Chance auf Trainingserfolge: Bei regelmäßiger Durchführung der Übungen kann sprödes Fasziengewebe innerhalb von 6 bis 24 Monaten wieder vollkommen geschmeidig werden.

strechting faszientraining

Stretching-Übungen können helfen, verklebte Faszien zu lösen.

Faszien-Training leicht gemacht

Um die Faszien zu trainieren, gibt es vier grundlegende Übungskategorien:

  • Fascial Release (Selbstmassage): Mithilfe einer Black Roll, die du beispielsweise bei Amazon kaufen kannst, oder einer anderen Faszien-Rolle aus festem Schaumstoff kannst Du Verhärtungen durch Eigenmassage lösen. Wenn Dir beispielsweise Dein Rücken weh tut, legst Du Dich mit dem Rücken auf die Rolle und schiebst Dich langsam über die Rolle. Wenn Du an der Stelle angelangt bist, die Dir Schmerzen bereitet, musst Du den Zustand kurz halten – auch wenn es kurz schmerzhaft ist.
  • Fascial Stretching (Stretching): Dabei dehnst Du Deine Faszien. Das kannst Du sowohl langsam als auch leicht federnd tun. Ein klassisches Beispiel ist folgendes: Setze Dich mit ausgebreiteten Beinen auf den Boden und strecke einen Arm Richtung Füße. Dies kannst du zuerst langsam und dann mit einer locker wippenden Bewegung tun.
  • Rebound Elasticity (Springen): Bei Bewegungen wie Laufen und Springen können Faszien große Kräfte entfalten. Diese Kraft kannst Du trainieren, indem Du abwechslungsreiche und sanfte Sprungübungen durchführst. Dabei kannst Du Dich entweder an den Bewegungsabläufen vom Seilspringen orientieren oder Du benutzt direkt ein Springseil. Am besten führst Du diese Übungen barfuss aus.
  • Sensory Refinement (Sinnlichkeitstraining): Mit kleinen, fließenden Bewegungen sollst Du Dich hier in Deinen Körper hineinfühlen, damit Du die Wahrnehmung Deines Körpers und damit am Ende auch Deine Bewegungsabläufe verbessern kannst. Dafür eignen sich besonders wellenartige Bewegungen aus dem Yoga, die die Wirbelsäule trainieren. Ideale Yoga-Stellungen sind Katze, Kuh und Vierfüßlerstand.

Bildquelle: iStock/ undrey

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