Fitnessuhr
Jessica Tomalaam 02.03.2017

Trägt jemand heutzutage eigentlich noch Uhren? Wir haben doch stets unser Smartphone dabei oder greifen auf unseren schicken Fitness-Tracker zurück, der da ganz sportlich an unserem Handgelenk baumelt und uns dazu animieren soll, uns zu bewegen. Eine Studie der Universität in Pittsburgh hat jetzt herausgefunden, dass Fitness-Tracker aber leider nicht beim Abnehmen helfen.

10.000 Schritte am Tag sollen wir Laufen, damit wir gesund bleiben und vielleicht auch etwas an Gewicht verlieren, darüber sind sich viele Experten einig. Wer einen Bürojob hat, wird allerdings feststellen, dass 10.000 Schritte ganz schön viel sind. Ich sitze durchschnittlich sieben Stunden auf meinem Hintern. Die paar Schritte zwischen Wohnung und Arbeitsstätte und zurück bringen mich auf etwa 3.500 Schritte, wenn ich abends nach Hause komme. Das reicht bei Weitem nicht. Dann gehe ich eben nochmal raus, eine Runde Spazieren oder wage mich ins Fitnessstudio. Mein Freund, der im Einzelhandel arbeitet, ist ständig in Bewegung und toppt die 10.000 Schritte locker. Aber ist er deswegen fitter als ich oder nimmt dadurch stetig ab? Nein.

Fitness-Tracker erleichtern das Abnehmen nicht

Dass Fitness-Tracker beim Abnehmen für die meisten leider ziemlich unnütz sind, bestätigt jetzt auch eine Studie, die von Wissenschaftlern der Universität von Pittsburgh durchgeführt wurde. Zwei Jahre lang beobachteten sie 471 übergewichtige Probanden im Alter zwischen 18 und 35 Jahren. Die Teilnehmer nahmen nur noch kalorienarme Kost zu sich und trieben zwischen 100 und 300 Minuten Sport in der Woche. Natürlich konnten alle ein paar Kilos verlieren.

Nach einem halben Jahr wurden die Testpersonen dann in zwei Gruppen aufgeteilt, während eine Gruppe ihre Erfolge in einem Online-Tagebuch festhielt, wurde die andere Gruppe mit einem Fitness-Tracker ausgestattet. Überraschend: Die Testpersonen mit Fitness-Tracker nahmen in der Zeit etwa 2,5 Kilo weniger ab, als die Testpersonen der anderen Gruppe.

Fitness-Tracker

Mit einem Fitness-Tracker lassen sich Deine Schritte genau aufzeichnen. Das Abnehmen erleichtern sie wohl leider nicht.

Fitness-Tracker vermitteln falsche Sicherheit

Woran liegt das? Laut John Jakcic, dem Studienleiter, gibt es verschiedene Gründe. Zum Einen befürchtet er, dass die Teilnehmer sich durch die Fitness-Tracker viel zu sehr auf die Schritte alleine konzentriert haben und dabei auf Sachen, wie das Gewicht zu kontrollieren, die richtige Ernährung, einen niedrigen Stresspegel und ausreichend Schlaf zu achten, in den Hintergrund geraten. Der Fitness-Tracker könnte auch ein Gefühl von falscher Sicherheit vermitteln, denn wer heute schon 10.000 Schritte gemacht hat, der hat sich doch auf jeden Fall einen Burger verdient, oder?

Wie zufrieden bist Du mit Deinem Fitness-Tracker? Nutzt Du ihn auch, um damit abzunehmen? Vielleicht hast Du ja ganz andere Erfahrungen gemacht, als die Teilnehmer der Studie und siehst den Fitness-Tracker als super Unterstützung, um etwas Gewicht zu verlieren. Teile Deine Meinung gerne in den Kommentaren.

Bildquelle: iStock/yacobchuk, iStock/yacobchuk

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