Warum bist Du morgens kaputt?
Katharina Meyeram 10.03.2017

Du hast zwischen sieben und acht Stunden geschlafen – eigentlich genug! Doch wenn Du morgens aufwachst, fühlst Du Dich trotzdem wie gerädert, in den Boden gestampft und drei Mal durch den Fleischwolf gedreht. Woran liegt das? Ganz einfach: Beim Schlafen kommt es – wie so oft im Leben – nicht auf Quantität sondern auf Qualität an.

Darum ist Dein Schlaf nicht erholsam genug:

#1 Du hast abends ein E-Book gelesen

So viel Licht...

So viel Licht…

Elektronische Geräte wie E-Book-Reader, aber auch Dein Handy, Tablet oder Laptop, sorgen dafür, dass Du nicht so gut schläfst. Das belegt eine aktuelle Studie der Universität Harvard. Grund dafür, dass Du nach der digitalen Abendlektüre am nächsten Tag nicht ausgeruht und happy aus den Federn springst, ist das blaue Licht, das die Geräte ausstrahlen. Es unterdrückt die Bildung des Schlafhormons Melatonin, das unseren Tag-Nacht-Rhythmus steuert. Also: Schalte alle elektronischen Geräte mindestens 90 Minuten bevor Du ins Bett gehst aus. Wenn Du abends gerne noch etwas lesen möchtest, kannst Du Dir ja ein gutes, altmodisches, gedrucktes Buch schnappen!

#2 Du hast abends einen Schlummertrunk genossen

Der Alkohol ist Schuld...

Der Alkohol ist Schuld…

Alkohol hilft Dir zwar vielleicht dabei, schnell einzuschlafen, aber ein geruhsamer Schlaf beginnt nicht unbedingt mit einem Gläschen Wein. Abgesehen davon, dass ein Kater droht, beeinflusst schon eine kleine Menge Alkohol, dass Du schlechter schläfst. Das fand eine australische Studie von 2015 heraus. Testpersonen, die abends einen Vodka-O tranken, zeigten in ihrer Gehirnaktivität eine höhere Anzahl an Alpha-Wellen, die eigentlich indizieren, dass die Person wach aber entspannt ist. Deine Ernährung kann jedoch dafür sorgen, dass Du gut schläfst!

#3 Dein(e) Kissen sind schlecht für Dich

Weg mit den Kissen!

Weg mit den Kissen!

Am Kopfende Deines Bettes wartet eine ganze Armee an kuscheligen Kissen darauf, dass Du Dich abends auf sie wirfst. Es gibt ja auch kaum ein schöneres Gefühl, als in ein Meer an Flauschigkeit abzutauchen. Aber gut für Dich sind viele und/oder weiche Kissen nicht wirklich. „Mit dem Kopf hochgelagert zu schlafen, zieht die Wirbelsäule aus ihrer natürlichen Ausrichtung“, erklärt Schlaf-Spezialist Shawn Stevenson, Autor des Buchs „Sleep Smarter“ laut dem „Women’s Health”-Magazin. Ein leicht weiches Kissen mit stützendem Memory-Foam-Kern ist besser für einen erholsamen Schlaf.

#4 Du schläfst in der falschen Position

giphy schlaf hund

Wer morgens nicht nur unausgeruht aufwacht, sondern auch mit Rückenschmerzen und Verspannungen, hat entweder eine schlechte Matratze oder schläft in der falschen Position (oder beides?). Viele Menschen schlafen am liebsten auf der Seite, doch genau das kann für Dein morgendliches Unwohlsein sorgen. Seitenschläfer belasten nämlich ihre Hüfte – und diese Schmerzen machen sich am nächsten Morgen vor allem im unteren Rückenbereich bemerkbar. Deshalb am besten mit einem speziellen Seitenschläferkissen zwischen den Beinen schlummern.

# 5 Du knirschst mit den Zähnen

Knirschst Du mit den Zähnen?

Knirschst Du mit den Zähnen?

Bruxismus, das unbewusste Knirschen mit den Zähnen in der Nacht, stört nicht nur Deine Nachtruhe (und die Deines Partners, der nachts neben Dir liegt), sondern kann am nächsten Morgen Kopfschmerzen hervorrufen. Falls Du zu den Menschen gehörst, die in der Nacht unaufhörlich die Kauleisten aneinander reiben, kann der amerikanischen Heilmasseurin Kathy Gruver zufolge eine Kiefermassage helfen, die vor dem Ins-Bett-Gehen und nach dem Aufstehen angewendet werden sollte. Massiere bei leicht geöffnetem Mund die Kiefernknochen und lockere Deine Mundmuskeln. Auch ein heißes feuchtes Tuch, das Du auf diese Gesichtsregion auflegst, kann helfen. Sollte sich dadurch keine Besserung einstellen, kann Dein Zahnarzt Dir eine Schiene verschreiben, die Du nachts im Mund trägst und die das Zähneknirschen verhindert.

#6 Du leidest an einer Schlafapnoe

Was kann sonst der Grund sein?

Was kann sonst der Grund sein?

Unter einer Schlafapnoe versteht man das kurzzeitige Aussetzen der Atmung, das mehrmals nachts stattfinden kann. Dem „Women’s Health Magazine“ zufolge leiden 25 Prozent der Frauen zwischen 20 und 44, 56 Prozent der Frauen von 45 bis 54 und sogar 75 Prozent der Frauen, die älter sind als 54, darunter. An eine erholsame Nacht ist unter diesen Umständen also nicht zu denken. Durch das erhöhte Vorkommen bei älteren Frauen , werden die Schlafstörungen häufig auf die Wechseljahre geschoben. Daher besteht die Schwierigkeit vor allem darin, die Schlafapnoe zu diagnostizieren. Dazu müsstest Du über Nacht in einem Schlaflabor untersucht werden. In schlimmen Fällen dieser Schlafstörung hilft nur noch ein Schlauch, der nachts Sauerstoff in Deine Nase pumpt.

Wie Du siehst heißen acht Stunden Schlaf nicht unbedingt, dass Du am nächsten Tag fit wie ein Turschuh bist. Wenn Du die hier vorgestellten Schlafstörer nicht alleine in den Griff bekommst, solltest Du unbedingt mit Deinem Arzt reden.

Bildquellen: iStock/IPGGutenbergUKLtd, giphy.com

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