Wohlbefinden

Alkaline Water: Das neue Wundergetränk?

Susanne Falleram 05.10.2016 um 16:09 Uhr

Normales Wasser trinken ist schön und gut. Doch mit Alkaline Water, auf Deutsch auch einfach alkalisches bzw. basisches Wasser, soll man seinem Körper nochmal etwas besonders Gutes tun. Du hast noch nie davon gehört? Dann aufgepasst: Wir verraten Dir, was das Wasser so besonders macht und welche Effekte sein Genuss auf den Körper hat.

Angeblich schwören Models wie Miranda Kerr auf Alkaline Water als Wundergetränk für die Gesundheit. Da werden wir natürlich neugierig. Was kann dieses Getränk, das aussieht wie herkömmliches Wasser, aber doch um einiges teurer ist? Lohnt sich die Anschaffung? Wir gehen dem ganzen auf die Spur. Falls Du schon neugierig geworden bist, kannst Du Dir Alkaline Water zum Beispiel auf Amazon kaufen. Ebenso gibt es hier einen speziellen Wasserzusatz zu kaufen, mit dem Du normales Leitungswasser in alkalisches Wasser verwandeln kannst.

Alkaline Wasser

Öfter mal Alkaline Wasser statt normalem Wasser trinken?

Was ist Alkaline Water?

Wie der Name schon verrät, geht es hier um ein Getränk mit einer speziellen, chemischen Zusammensetzung. Genauer gesagt um einen gesteigerten pH-Wert und damit einer gesteigerten Anzahl an Wasserstoffionen gegenüber herkömmlichem Wasser. Bei diesem liegt der ph-Wert üblicherweise in einem neutralen Bereich von 7. Alles, was darunter liegt, wird als sauer bezeichnet, alles darüber als basisch bzw. alkalisch. Beim Alkaline Water ist der pH-Wert folglich gesteigert, auf einen Wert von etwa 8 bis 9,5. Das geschieht zum Beispiel durch die Zugabe von Magnesium oder Kalzium.

Warum sollte man Alkaline Water trinken?

Viele Menschen neigen zu Übersäuerung. Nicht unbedingt von der Laune, aber körperlich. Schuld an einem übersäuerten Körper können Stress, schlechte Ernährung, zu viel Alkohol und Nikotin, aber beispielsweise auch Luftverschmutzung sein. Spürbare Auswirkungen können Verdauungsprobleme, ein empfindliches Immunsystem und Energielosigkeit sein. Trinkt man nun Alkaline Water, soll das den Säure-Basen-Haushalt regulieren und wieder in Balance bringen. Dadurch soll sich das Wohlbefinden wieder steigern. Das zugesetzte Kalzium und Magnesium hat natürlich ebenfalls positive Effekte. So stärkt Kalzium die Knochen und Magnesium wiederum die Muskeln. Alkaline Water soll also als eine Art Detox-Getränk und Gesundheitsbooster dienen.

Klingt doch fast schon zu schön (und einfach), um wahr zu sein, oder? Tatsächlich ist die Wissenschaft nicht ganz überzeugt von der Wirkung des basischen Wassers. Ein gesunder Körper ist schließlich selbst in der Lage, seinen Säurehaushalt zu regulieren. Bisher hat es die Menschheit ja auch ohne Alkaline Water geschafft. Wir finden: Es ist trotzdem einen Versuch Wert. Man muss ja nicht gleich auf die gekaufte Variante setzen.

Wasser mit Zitrone

Zitronenwasser wirkt ebenfalls basisch im Körper.

Basisches Wasser selber machen

Mit einfachen Hausmitteln kannst Du Basenwasser auch selber machen. Die Zaubermittel heißen Backsoda und Zitronensaft. Rühre in einen Liter Mineralwasser eine Messerspitze Backsoda. Drücke den Saft einer Zitrone aus und rühre ihn mit ein. Fertig ist Dein selbstgemachtes Alkaline Water! Aufgepasst: Nimm nicht zu viel von dem Backpulver zu Dir, da es sonst den Nieren schaden könnte. Und falls Du Dich jetzt wunderst, warum eine saure Zitrone gegen Übersäuerung helfen soll: Der Körper verstoffwechselt den Zitronensaft recht schnell, sodass am Ende nur noch basische Überreste übrig bleiben. Ins Blut gelangen keine sauren Bestandteile, sondern alkalische. Deswegen soll man zum Beispiel auch Zitronenwasser bei Diäten als Detox-Hilfe trinken (es soll übrigens auch schon helfen, normales Wasser zum Abnehmen zu trinken).

Alkaline Water: Unsinniger Trend oder hilfreiches Heilmittel? Wir sind zwiegespalten. Hast Du es schon mal ausprobieren? Dann berichte uns von Deinen Erfahrungen!

Bildquelle: iStock/cyano66, iStock/Mindstyle

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