Bedenklich

Aspartam: Nebenwirkungen des Süßstoffs E951

Judith Heineam 13.10.2016 um 17:59 Uhr

Schaut man sich im Netz um, so stellt man schnell fest: Um Aspartam und seine Nebenwirkungen ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien. Der heftig diskutierte Süßstoff wird mitunter als „Süßes Gift“ bezeichnet, denn sein Verzehr soll äußerst bedenklich und die Nebenwirkungen erheblich sein. Welche Gefahren von Aspartam wirklich ausgehen, erfährst Du hier.

Zu unserem Überraschen haben wir festgestellt, dass der Streit um Aspartam – auch E951 genannt – und seine Nebenwirkungen bereits seit mehr als 30 Jahren tobt. Trotz seiner dokumentierten Gefahren soll der Zuckerersatz damals auf Biegen und Brechen durch das Zulassungsverfahren der US-Gesundheitsbehörde FDA (Food and Drug Administration) geprügelt worden sein. Eine Absprache zwischen Regierung und mächtigen Pharma-Interessenten soll der Türöffner für Aspartam gewesen sein.

Aspartam in Kaugummis

Auch hier lauert Aspartam: Checke Deinen Lieblings-Gum, um Nebenwirkungen zu vermeiden!

Wo kommt Aspartam zum Einsatz?

1965 entdeckt, ist der Süßstoff heute in über 90 Ländern weltweit in mehr als 9000 Produkten enthalten. Überall wo Süße, aber kein Zucker erwünscht ist, kommt zunehmend Aspartam zum Einsatz. Bei Lebensmitteln mit den Aufschriften „Light“, „Wellness“ oder „Zuckerfrei“ ist die Wahrscheinlichkeit von Aspartam als Inhaltsstoff groß. 200 Mal süßer als weißer Haushaltszucker benötigt man von diesem Süßstoff nur einen Bruchteil der Zuckermenge, um die gewünsche Süßung zu erhalten – Kalorien werden somit zur Nebensache. Der vermeintliche Vorteil wird hier allerdings zum Trugschluss, wie die Zusammensetzung und die Nebenwirkungen von Aspartam zeigen.

Aspartam in Softdrinks

„Light“- Softdrinks enthalten meist ebenso Aspartam, wie viele weitere kalorienarme Produkte.

Zusammensetzung und Nebenwirkungen von Aspartam

Die drei Grundsubstanzen von Aspartam sind die beiden Aminosäuren Phenylalanin (50 Prozent) und Asparaginsäure (40 Prozent) sowie der Alkohol Methanol. Die Kombination dieser Komponenten wird als „Synergistisch toxische Chemikalie“ bezeichnet, welche giftiger ist als jede dieser drei Substanzen ohnehin schon.

#1 Phenylalanin

Die Aminosäure Phenylalanin kann besonders für Menschen, die unter der angeborenen Stoffwechselkrankheit Phenylketonurie (PKU) leiden, lebensgefährlich sein. Sie können Phenylalanin nicht abbauen, weshalb es sich in ihrem Gehirn anreichert und zu „Schwachsinn“ und verkümmertem Körperwachstum führen kann. Aber auch bei Menschen, die nicht an PKU erkrankt sind, jedoch häufiger Lebensmittel mit Aspartam zu sich nehmen, können sich große Mengen an Phenylalanin im Gehirn anstauen. Je nach Veranlagung und körperlicher Konstitution können dies mögliche Anzeichen und Nebenwirkungen sein:

  • Kopfschmerzen
  • Gedächtnisverlust
  • Stimmungsschwankungen
  • Depressionen
  • Schizophrenie

#2 Asparaginsäure

Die Asparaginsäure kann die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Gelangen große Mengen der freien Aminosäure über Aspartam in den Körper, können Gehirnzellen mit zu viel Kalzium überflutet werden. Das Ergebnis kann eine Schädigung oder sogar der Tod von Neuralzellen sein, was wiederum zu einer schweren Schädigung des Gehirns führen kann. Auch mit den folgenden Krankheitsbildern wird Asparaginsäure in Verbindung gebracht:

  • Epilepsie
  • Alzheimer
  • Multiple Sklerose (MS)
  • Demenz
  • Parkinson
  • Hormonstörungen oder unausgewogene und unzureichende Hormonproduktion

#3 Methanol

Freies Methanol ist hochtoxisch, es wandelt sich nach dem Verzehr zunächst in Formaldehyd und anschließend in Ameisensäure um. Für sich allein kann man mit Methanol lebendes Gewebe einbalsamieren, es kann aber auch die DNS schädigen und Lymphome, Leukämie und andere Formen von Krebs auslösen. Die häufigsten Symptome und Nebenwirkungen einer Methanol- bzw. Formaldehyd-Vergiftung durch Aspartam:

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Verschwommenes Sehen
  • Fortgeschrittene Einengung des Gesichtsfeldes
  • Zerstörung der Netzhaut bis hin zu Blindheit

Die amerikanische Zulassungsbehörde für Lebensmittel und Medikamente (ED.A.3) veröffentlichte einst eine Liste mit Nebenwirkungen von Aspartam. Sie umfasst sage und schreibe 92 angeblich gut dokumentierte Symptome, die auf eine Aspartam-Vergiftung zurückzuführen sein sollen. Wir können Dir nur raten, künftig einmal mehr auf die Inhaltsstoffe Deiner Light- oder Zero-Produkte zu schauen oder direkt komplett auf diese zu verzichten. Immerhin wird ihnen ja sowieso nachgesagt, den Appetit auf Süßes eher zu fördern als zu stillen.

Bildquelle: iStock/humonia, iStock/ra3rn, iStock/pinkomelet

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