Makaber

Bikini Bridge: Der ERLOGENE Mager-Trend

Susanne Falleram 17.06.2016 um 12:46 Uhr

Nach der Thigh Gap folgt die Bikini Bridge. Durch diesen neuen Schönheitstrend wird einmal mehr deutlich: Spindeldürr scheint nach wie vor DAS fragwürdige Körperideal zu sein. Was es genau mit dieser neuen Variante des Schlankheitswahns auf sich hat und warum sie eigentlich ERFUNDEN ist, das erfährst Du hier.

Gerade viele Mädchen und junge Frauen fühlen sich von dem vorherrschenden Schönheitsideal, das in Medien propagiert wird, sehr verunsichert. Scheinbar perfekte, extrem schlanke Modelkörper werden zu einem Ideal auserkoren, das einfach nahezu unmöglich zu erreichen ist. Und trotzdem eifern viele dem Ziel nach, spindeldürr zu sein. Das wird ja leider heutzutage gern mit „schön“ gleichgesetzt. Mit einer gewünschten, ausgeprägten Thigh Gap, also der Lücke zwischen den Oberschenkeln, die beim Stehen sichtbar wird, hat sich der Mager-Trend schon deutlich gemacht. Ein weiterer, seltsamer Trend, der sich in diesem Zuge gerade vor allem in Social-Media-Netzwerken verbreitet, ist das Posten eines Bildes von sich und seiner Bikini Bridge. Bikini was? Wir klären Dich auf.

Bikini Bridge

Die Bikini Bridge ist das fragwürdiger Schönheitsideal vieler Frauen

Das ist eine Bikini Bridge

Mit dem Begriff Bikini Bridge ist der Teil zwischen den Hüftknochen gemeint, auf dem das Bikini-Höschen beim Liegen oder gar Stehen „idealerweise“ NICHT aufliegt. Je flacher also der Bauch ist und je mehr die Knochen der Becken-Partie dadurch spitz herausstehen, umso größer wird die Lücke zwischen Haut und Stoff und damit die erwünschte „Stoff-Brücke“ des Höschens. Und das soll besonders schön sein. Absurd, oder? Doch es wird noch schlimmer.

Bikini Bridge

Makaber: Die Bikini Bridge war eigentlich als Scherz gedacht

Makaber: Bikini Bridge ist eigentlich eine Scherz-Aktion

Oftmals weiß man bei viralen Trends und gewissen Begriffen, die durch diese in Umlauf kommen nicht, woher sie eigentlich stammen. Bei der Bikini Bridge ist das allerdings anders und zeigt damit die traurige Wahrheit, wie leicht sich manche Mädchen und Frauen beeinflussen lassen. Dieser Begriff und der dazugehörigen „Trend“ wurden auf der Plattform „4chan.org“ nämlich ganz bewusst von einigen Usern kreiert. Damit wollten sie unter Beweis stellen, wie einfach es ist, einen solchen Body-Trend zu erschaffen und ihn über das Internet als angeblich neues Must-have zu verbreiten. Dafür legten sie sogar extra Fake-Accounts von angeblichen Anhängern des Trends an, um das Ganze noch zu propagieren.

Jetzt hieß es für die Verantwortlichen nur noch abwarten und zusehen, ob und wie sich der ungesunde Trend verbreitet. Und wie erwartet machte sich in kürzester Zeit nicht etwa eine Welle der Empörung, sondern des Mitmachens breit. Auf Instagram findet man unter dem Hashtag #bikinibridge mittlerweile über 31.000 Einträge. Zeitungen und Magazine berichteten über den angeblich echten Trend. Doch was heißt angeblich? Aus eine Theorie ist ja nun leider eine Wirklichkeit mit echten Teilnehmern geworden, die eine Bikini Bridge als Schönheitsideal sehen.

Was meinst Du: Ist die Erfindung der Bikini Bridge ein makaberer Scherz mit fatalen Folgen oder ein cleverer, viraler Schachzug, um kritisch aufzuzeigen, wie schrecklich einfach sich solche traurigen Mager-Trends durchsetzen?

#bikinibridge

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Bildquellen: iStock/CodyMWard, iStock/Bartosz Turek

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