Bett schlafende Frau
Jessica Tomalaam 26.10.2016

Es gibt doch nichts Schöneres, als frisch geduscht in ein neu bezogenes Bett zu hüpfen. Alles fühlt sich gleich viel weicher und gemütlicher an. Und natürlich ist es auch viel hygienischer, als die achte Woche in Folge im gleichen Bettzeug zu schlafen. Denn die Bettwäsche nicht regelmäßig neu zu beziehen oder nicht zu lüften kann Auswirkungen auf Deine Gesundheit haben. Wir sagen Dir, warum Du Dein Bett regelmäßig reinigen solltest.

Ich meckere meinen Freund regelmäßig an, weil er das Bett nicht ordentlich macht und einfach das ganze Bettzeug zerknüllt rumliegen lässt. Mama hat mir beigebracht: Wenn man aus dem Bett aufgestanden ist, sollte man auf jeden Fall einmal die Bettdecke umschlagen und so ein bisschen auslüften lassen. Ich habe nie nach dem Grund gefragt, sondern es einfach als einen ihrer Putz- und Ordnungsfimmel abgestempelt, den ich natürlich nie übernehmen wollte, aber letztlich nicht mehr aus meiner morgendlichen Routine bekomme. Aber da ich meinem Freund nun erklären musste, WARUM er das denn bitte machen soll, brauchte ich ein paar gute Argumente, also hab ich mal recherchiert, was an dieser Lüftungsnummer so dran ist.

Im Schlaf verlieren wir bis zu zwei Liter Feuchtigkeit

Tatsächlich wusste ich natürlich bereits, dass wir nachts ziemlich viel schwitzen, im Durchschnitt können wir sogar bis zu zwei Liter Feuchtigkeit im Schlaf verlieren. So viel Schweiß?! Nicht nur, die Feuchtigkeit setzt sich aus Kochsalz, Harnstoff, Wasser und Säuren zusammen. Die saugt sich natürlich auch in der Bettwäsche fest und führt dazu, dass diese sich manchmal etwas klamm anfühlt. Auch Hautschuppen und Haare verlieren wir wohl regelmäßig im Schlaf und verteilen sie auf unserem geliebten Rückzugsort. Allein der Gedanke, dass da so viel Schweiß von mir in meiner Bettdecke und meiner Matratze steckt, zwingt mich eh schon dazu meine Bettwäsche regelmäßig zu wechseln. Hier bin ich auf die Faustregel gestoßen, dass man die Bettwäsche im Sommer alle zwei Wochen und im Winter mindestens alle vier Wochen gewechselt wird. Check, wird gemacht! Wenn Du nachts öfter mal richtig doll schwitzt oder einfach mal krank bist, solltest Du Dein Bettzeug übrigens noch häufiger wechseln.

Unser Bett: Optimaler Nährboden für Bakterien

Bettwäsche wechseln

Vergrößert sehen Milben ziemlich eklig aus.

Dazu kommt (jetzt wird’s richtig eklig!), dass diese entstandene Feuchtigkeit natürlich ein optimaler Nährboden für Keime, Milben und Schimmel ist. Wer da auf Dauer nichts gegen unternimmt, muss sogar damit rechnen, gesundheitliche Schäden wie Allergien, Hautkrankheiten, Asthma, Schnupfen oder Dauerhusten hervorzurufen. Bloß nicht! Also: was kann man noch tun, um diesen widerlichen Bazillengarten in meinem Bett zu vermeiden?

Bettwäsche morgens komplett von der Matratze nehmen

Hier kommt Mama’s Umschlagtipp zum Zuge: Wer sein Bett nämlich regelmäßig lüftet, mindert das Risiko, dass sich Milben & Co. ausbreiten. Eigentlich wäre es sogar am besten, nicht nur die Bettdecke einmal umzuschlagen, sondern die Bettwäsche morgens komplett von der Matratze zu nehmen, auf den Balkon oder zumindest in der Nähe eines Fensters über einen Stuhl zu hängen und mindestens eine halbe Stunde auslüften zu lassen. Das nimmt natürlich etwas mehr Zeit in Anspruch, die wir ja morgens alle meist nicht haben, weil wir lieber länger schlafen wollen. Deshalb ist die Umschlagmethode nur der kleinste gemeinsame Nenner, auf den ich mich mit meinem Freund einigen konnte. Wichtig ist nämlich, dass das Bettzeug nicht den ganzen Tag komplett auf der Matratze liegt und so die Luftzirkulation völlig abschnürt. Dann kann die Flüssigkeit natürlich nicht trocknen. Am Wochenende, wenn etwas mehr Zeit ist, wird das Bettzeug aber auch mal richtig auf dem Balkon durchgeschüttelt und gelüftet.

Ein Matratzenschoner schützt Dein Bett vor Feuchtigkeit

Jetzt sammelt sich die Feuchtigkeit ja nicht nur im Bettzeug, sondern auch in der Matratze, weshalb es auf jeden Fall ratsam ist, einen Matratzenschoner aufzulegen, der quasi als Puffer fungiert und verhindert, dass die Matratze sich mit der Feuchtigkeit vollsaugt. Natürlich muss auch dieser bei der zwei- bzw. vierwöchigen Wechsel-Aktion mitgewaschen werden.

Bettzeug

Deine Matratze solltest Du regelmäßig drehen, um Schimmelbefall zu vermeiden.

Alle acht Jahre die Matratze wechseln

Empfohlen wird übrigens auch die Matratze nicht nur regelmäßig zu drehen, damit sich kein Schimmel in den Watteschichten sammeln kann und keine Kuhlen an den Stellen entstehen, an denen wir nun mal unseren Hintern platzieren, sondern auch mindestens einmal in der Woche mit einem Staubsauger zu säubern. Puh, ganz schön viel Aufwand für einen gesunden Schlaf. Vielleicht reicht es ja auch, die große Matratzen-Putzaktion nur alle drei bis vier Wochen durchzuführen? (Hab Mama gefragt, sie sagt natürlich Nein!) Außerdem sollte man die Matratze mindestens alle acht Jahre wechseln. Puh, da kann ich monatlich schon ein paar Euro beiseitelegen, denn so eine gute Matratze kostet ja schon ein paar Hundert Euro.

Bildquelle: iStock/AndreyPopov, iStock/3drenderings, iStock/dima_sidelnikov

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