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Das hilft bei Heuschnupfen

Christina Cascinoam 12.05.2016 um 15:27 Uhr

Niesattacken, juckende Augen, die Nase läuft: Gerade der Frühling ist für viele Allergiker eine quälende Zeit. Heuschnupfen ist nicht nur lästig, sondern kann den Alltag der Betroffenen auch stark beeinflussen. Wir verraten Dir, was bei Heuschnupfen hilft und wie Du Deine Beschwerden lindern kannst.

Rund 20 Prozent der Deutschen sind von Heuschnupfen betroffen: Vom Husten und Niesen über tränende Augen und Schnupfen bis hin zu Schlafstörungen und Kopfschmerzen können Symptome sehr unterschiedlich sein. Fakt ist: Heuschnupfen ist lästig und sorgt bei vielen Betroffenen eher für gedrückte Stimmung als Freude auf den Frühling.

Am meisten betroffen bei Heuschnupfen sind die Schleimhäute von Nase, Augen und Mund. Eine juckende, brennende, rote Augen, ein Kratzen im Hals und Niesreiz sind daher keine Seltenheit. Aber auch Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, eine allergische Reaktion der Haut sowie eine Beeinträchtigung des Geruchs-, Geschmacks- und Hörsinns sind Heuschnupf-Symptome.

Juckreiz, Schnupfen und tränende Augen: Jeder 5. in Deutschland hat mit Heuschnupfen zu kämpfen

Gegen die meisten Heuschnupf-Symptome gibt es bestimmte Medikamente, die die Beschwerden lindern, wie etwa Augentropfen, Nasenspray und spezielle Allergietabletten. Sie unterdrücken zwar die allergische Reaktion, doch bekämpft wird damit der Heuschnupfen nicht. Dafür gibt es die sogenannte Hyposensibilisierung. Hier spritzt der Arzt dem Betroffenen das Allergen regelmäßig und in steigender Dosis unter die Haut. Statt der Spritzen kann die Hyposensibilisierung auch in Form einer Tropfen-Pollenlösung durchgeführt werden.

Heuschnupfen? Das kannst Du tun:

Tipp #1: Richtig lüften

Wohnst Du auf dem Land solltest Du eher am Nachmittag oder späten Abend lüften, da dort die Pollenkonzentration in der Luft morgens sehr hoch ist. In der Stadt ist es genau umgekehrt: Hier ist die beste Zeit, um zu Lüften zwischen 6 und 8 Uhr morgens.

Tipp #2: Nicht im Schlafzimmer ausziehen

Um erholsam schlafen zu können, solltest Du Deine Kleidung nicht im Schlafzimmer wechseln, da sonst daran haftenden Pollen aufgewirbelt werden. Das kann zu Allergieschüben in der Nacht führen.

Tipp #3: Regelmäßig putzen

Da durch offene Fenster Pollen in die Wohnung gelangen können, solltest Du regelmäßig saugen und wischen.

Tipp #4: Pollenschutzgitter

Schutzgitter verhindern, dass Pollen durch das Fenster in die Wohnung gelangen können. So kannst Du auch nachts unbedenktlich das Fenster offen lassen, ohne Beschwerden zu bekommen. Ein solches Pollenschutzgitter gibt es zum Beispiel kostengünstig bei Amazon.

Tipp #5: Spezielle Staubsaugerfilter

Auch für Deinen Staubsauger gibt es spezielle Filter, die dafür sorgen, dass möglichst wenig Staub herumgewirbelt wird. Für noch mehr Schutz gibt es sogar Allergiker-Staubsauger mit komplett versiegeltem Gehäuse. Auch diesen bekommst Du bei Amazon.

Tipp #6: Abends Duschen

Um sorgenfrei schlafen zu können, solltest Du abends vor dem zu Bett gehen duschen gehen und Deine Haare waschen, damit die darin haftenden Pollen entfernt werden.

Tipp #7: Wäsche nicht draußen trocknen

Während der Pollenflugzeit solltest Du es vermeiden, Deine frisch gewaschene Wäsche draußen auf dem Balkon oder im Garten zu trocknen, da sonst die herumfliegenden Pollen daran haften bleiben. Wäscheständer also besser rein holen.

Tipp #8: Nikotinverzicht

Rauchen reizt die ohnehin schon empfindlichen Schleimhäute noch mehr. Somit solltest Du es lieber lassen zu rauchen, vor allem in der Wohnung.

Tipp #9: Farbtherapiebrille

Wenn Du draußen unterwegs bist, solltest Du eine Sonnenbrille tragen, da sie verhindert, dass die Pollen in Deine Augen gelangen können. Es gibt zudem spezielle Farbtherapiebrillen: Da Türkis eine kühlende und erfrischende Farbe ist, soll sie den Organismus von toxischen Ansammlungen reinigen, das Immunsystem positiv beeinflussen und gegen Entzündungen und Allergien wirken. Eine solche Brille findest Du bei Amazon.

Tipp #10: Nasendusche

Deine Nase kannst Du mit einer Nasendusche und Nasenspülsalz von Pollen befreien: Einfach eine Portion Nasenspülsalz – auch ein Teelöffel gewöhnliches Kochsalz kann helfen – mit warmen Wasser mischen und die Lösung in der Nase hochziehen. Um Deine Bronchien frei zu bekommen, ist eine Inhalation mit Dill- oder Fenchelöl zu empfehlen: Drei Liter Wasser zum Sieden bringen, vier bis sechs Tropfen Öl dazugeben, die Dämpfe ungefähr zehn Minuten lang durch Mund und Nase einatmen.

Tipp #11: Pflanzenkuren

Neben den klassischen Allergietabletten können auch Pflanzenkuren helfen. Sie stärken das Immunsystem und die Mineralstoffe und Enzyme helfen beim Vermeiden der zu starken Hystamin-Ausschüttung. Am besten eignen sich dafür Aloe Vera-Säfte: Der ist besonders reich an den richtigen Vitalstoffen. Auch Taigawurzelkapseln und Echinacea können Abhilfe verschaffen.

Tipp #12: Augen kühlen

Wenn Deine Augen geschwollen und rot sind, hilft ein feuchtes Tuch, dass Du Dir auf die Augen legst. Bei einer starken Entzündung hilft zudem Augentrostkraut:  Zwei Teelöffel mit 0.3 Liter Wasser aufgießen und kochen, fünf Minuten ziehen lassen. Ein Tuch darin tränken und es auf die geschlossenen Augenlider legen. Auch Umschläge mit Essigzusatz (ein Esslöffel auf einen Liter Wasser) lindern den Juckreiz.

Tipp #13: Vitaminreich ernähren

Eine vitaminreiche Ernährung ist sehr wichtig, um gegen die Beschwerden anzukämpfen. Besonders Vitamin C muss in verstärktem Maße zugeführt werden, weil es teilweise das überflüssige Histamin bindet und zu ungefährlichen Säuren umbaut. Dafür bestens geeignet ist zum Beispiel rohes Sauerkraut, Paprika, Tomaten und Grapefruit. Auch wichtig ist die Einnahme von Zink und Selen. Genauso wichtig ist Magnesium, denn das verhindert die Abgabe von Histamin in den Blutkreislauf. Greife am besten zu  Meeresfische, Vollkornprodukte, Soja, Reis, Sonnenblumenkerne, Haferflocken, Weizenkeime, gründe Bohnen, Grünkohl.

Sollten Deine Beschwerden immer noch sehr stark sein, solltest Du zu einem Allergologen gehen, denn in über 40 Prozent der Fälle führt der Heuschnupfen zu weiteren Erkrankungen der Atemwege bis hin zu Asthma. Um den Heuschnupfen komplett loszuwerden, hilft leider nur eine langfristige Therapie.

Bildquelle: iStock/mkrberlin

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