Keela Cup
Nina Rölleram 05.01.2018

Es gibt viele Argumente, die für Menstruationstassen sprechen. Vor allem sind sie aber auf lange Sicht günstiger und umweltfreundlicher als Tampons und Binden. Was jedoch viele Frauen vor der Nutzung abhält, ist ihr umständlicher Gebrauch. Horrorgeschichten von feststeckenden Menstruationstassen schrecken noch zu sehr ab. Die Keela Cup soll durch eine neuartige Konstruktion genauso einfach zu entfernen sein wie ein Tampon. Wir haben uns die Innovation näher angesehen.

#1 Einfacheres Entfernen

Auch wenn viele Frauen sehr positive Erfahrungen mit Menstruationstassen gemacht haben, kommen andere überhaupt nicht damit klar. Das liegt vor allem daran, dass sich die kleinen Silikontassen etwas festsaugen, um nicht zu verrutschen. Möchte man sie dann entfernen, bedarf es bei manchen Frauen reichlich Geschick, um die Menstruationstasse zu entleeren. Wer hat schon Lust, sich gerade während seiner Tage damit auf der Toilette abzumühen? Die Kanadierin Jane Hartman Adamé hatte damit auch ihre Probleme und entwickelte zusammen mit einem Freund die Keela Cup, die so konstruiert ist, dass man zum Entfernen einfach nur leicht daran ziehen muss – wie bei einem Tampon eben. In diesem Video demonstriert sie den Unterschied zu herkömmlichen Menstruationstassen:

#2 Kein Verschütten

Doch nicht nur das Entfernen bereitet Frauen Probleme. Auch die Angst, sich beim Entleeren das Periodenblut über die Hände oder über die gesamte Toilette zu kippen, schreckt ab. Insbesondere, wenn man eine Menstruationstasse im Arbeitsalltag oder auf Reisen verwenden möchte, muss eine leichte Handhabung gewährleistet sein. Auch hieran wurde bei der Keela Cup gedacht: Sie entfaltet sich beim Herausziehen so, dass alle Flüssigkeiten drin bleiben. Ein verdickter, abgerundeter Rand sorgt für zusätzliche Sicherheit.

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#3 Auch für körperlich behinderte Menschen

Die Erfinderin Jane Hartman Adamé hatte mit herkömmlichen Menstruationstassen zusätzlich Probleme, weil sie unter dem Ehlers-Danlos-Syndrom, einer Bindegewebsstörung, leidet. In der Teen Vogue beschreibt sie, wie schwierig die Handhabung für sie bisher war. Obwohl sie sich dabei schon Gelenke ausgerenkt hatte, wollte sie nicht auf die umweltfreundlichen Menstruationstassen verzichten und entwickelte eine Variante, die auch Menschen mit körperlichen Behinderungen benutzen können.

Damit ist die Keela Cup für Adamé auch eine Form von Empowerment: Weil viele Firmen bei der Herstellung ihrer Produkte nicht auf Menschen mit Behinderungen achten, wurde sie einfach selbst aktiv und zeigt so, dass sie Hindernisse selbst überwinden kann. Mit dem Kauf einer Keela Cup unterstützt du also auch die Idee des sogenannten inklusiven Designs.

Interesse? Dann musst du dich beeilen!

Leider ist die Keela Cup noch nicht in Geschäften erhältlich. Dafür benötigt die Erfinderin nämlich zunächst das nötige Startkapital. Derzeit läuft eine Crowdfunding-Kampagne, die du noch bis zum 18. Januar unterstützen kannst. Wenn du anschließend auch eine Keela Cup haben möchtest, musst du etwas tiefer in die Tasche greifen. Der Preis auf Kickstarter beträgt inklusive Versand nach Deutschland 57 Euro, auf die noch Zollgebühren anfallen können. Du kannst das Projekt aber auch mit einem kleineren Betrag unterstützen, wenn dir die Idee gefällt. Vielleicht kommst du ja auch gut mit herkömmlichen Menstruationstassen klar. Auf Amazon bekommst du mittlerweile eine Auswahl verschiedener Größen, Farben und Materialien.*

Es mag zwar zunächst etwas eklig klingen, aber Menstruationstassen ermöglichen es auch, das eigene Periodenblut zu inspizieren. Daraus kannst du viel über deine Gesundheit erfahren:

Das bedeutet die Farbe deines Periodenbluts

Sehr schade, dass die Keela Cup noch nicht im Handel erhältlich ist. Mit ihrem innovativen Konzept und dem unterstützenswerten Hintergrund würden wir ansonsten sofort zuschlagen. Hattest du auch schon mit dem Entfernen von Menstruationstassen zu kämpfen oder bist du schon ein Vollprofi? Dann schreib uns deine Anwendungstipps in die Kommentare!

* Partner-Link

Bildquelle:

iStock/Getty Images Plus/gregory_lee

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