Light-Zigaretten
Nina Rölleram 09.06.2017

Dass Rauchen äußerst gesundheitsschädlich ist, weiß vermutlich jeder. Diejenigen, die aber nicht von Zigaretten lassen können, entscheiden sich gerne für vermeintlich harmlosere Varianten. Light-Zigaretten lassen schließlich durch ihren niedrigeren Nikotingehalt und ein sanfteres Gefühl beim Inhalieren auf eine weniger schädliche Wirkung schließen. Forscher der Ohio State University haben aber nun den Grund herausgefunden, warum sogenannte Light-Zigaretten noch krebserregender sein sollen als herkömmliche.

Light-Zigaretten

Light-Zigaretten gaukeln ein harmloseres Rauchen vor, sind aber wohl noch schädlicher.

Warum steigt die Anzahl der Adenokarzinome?

Dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Lungenkrebserkrankungen und Zigarettenrauchen gibt, ist längst erwiesen. Es gibt jedoch verschiedene Arten von Lungenkrebs: Während die Zahl der Erkrankungen bei manchen Lungenkrebsformen innerhalb der letzten Jahre stark gesunken ist, steigt die Anzahl der sogenannten Adenokarzinome. Die amerikanischen Wissenschaftler des Ohio State University Comprehensive Cancer Centers haben daher zahlreiche Studien analysiert, um herauszufinden, wodurch diese Adenokarzinome begünstigt werden.

Nicht der Tabak, sondern der Filter ist Schuld!

Dabei ergaben die analysierten Daten einen Zusammenhang zwischen der Nutzung bestimmter Zigarettenfilter und der steigenden Anzahl von Adenokarzinomen innerhalb der letzten 20 Jahre. Die Filter sogenannter Light-Zigaretten haben kleine Lüftungslöcher, durch die der Raucher tatsächlich mehr Rauch einatmen kann. Was zunächst paradox klingt, ist aber ganz einfach zu erklären: Diese Filterlüftungslöcher sorgen nämlich für ein sanfteres Rauchgefühl beim Inhalieren und somit für den „Light-Effekt“. Das führt außerdem dazu, dass der Rauch tiefer in die Lungen eingesogen wird, wodurch Adenokarzinome begünstigt werden. Denn diese Krebszellen treten vor allem in den tieferen Teilen der Lungen auf.

Obwohl es im deutschen Handel schon seit 2003 keine Zigaretten mit der Bezeichnung „Light“, „Leicht“ oder „Mild“ zu kaufen gibt, werden sie im normalen Sprachgebrauch immer noch als solche bezeichnet. Die Verbraucher haben schließlich gelernt: Die weißen oder hellblauen Kippenschachteln sind Light-Zigaretten. Wer nur aus „gesundheitlichen Gründen“ die vermeintlich leichteren Zigaretten raucht, kann also getrost auf normale umsteigen. Wirklich gesünder ist natürlich nur, das Rauchen ganz sein zu lassen, denn auch angeblich gesunde Lifestyle-Zigaretten mit Vitaminen bergen Risiken.

Bildquellen: iStock/andreonegin, iStock/JohanJK


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