Sick man with thermometer in mouth sitting on bed at home
Susanne Falleram 16.11.2017

Schnief, schnief, schnief. Oh nein! Es hat ihn erwischt. Dein Freund hustet, hat Fieber und Schnupfen – er liegt mit Grippe im Bett. Du weißt: Es liegen harte Tage vor dir, ab sofort musst auch du leiden. Doch es gibt eine wissenschaftliche Erklärung für das Phänomen „Männergrippe“!

Dein Freund jammert und jammert und jammert. Du wirst seine Krankenschwester spielen. Klar, denn es geht ihm seeeeehr, seeeehr schlecht. Er ist sogar kurz davor, seine eigene Beerdigung zu planen. Und natürlich bemitleidest du ihn auch täglich – mehrfach und immer wieder. Zumindest, wenn er anwesend ist. Verlässt du das Krankenzimmer, musst du allerdings doch etwas schmunzeln, amüsierst dich mit deinen Freundinnen über sein großes „Leiden“.

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Aber Achtung! Du solltest ein bisschen mehr Verständnis zeigen. Denn es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Männer wirklich stärker unter Grippeviren leiden. Kein Scherz. Die Männer-Grippe gibt es wirklich. Forscher haben herausgefunden, dass Männer bei der Bekämpfung der Viren Nachteile haben. Schuld daran sind fehlende Hormone. Männer produzieren nämlich weniger Östrogen als Frauen. Und genau dieses weibliche Hormon hält Grippeviren ab, wie eine Studie im „American Journal of Physiology“ bestätigte.

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Forscher untersuchten die Nasenzellen von Männern und Frauen. Es sind die Zellen, die zuerst von den Viren befallen werden. Bei den Frauen zeigte sich: Östrogen dämmte die Grippeviren ein – aber nur bei weiblichen Zellen.

Auch eine Studie der Harvard University School of Public Health kam zuvor zu dem Ergebnis. Untersucht wurden Mäuse und ihre Reaktion auf Lungeninfektionen. Es kam heraus: Weibliche Mäuse konnten besser gegen die Erreger ankämpfen. Als den männlichen Mäusen ebenfalls Östrogen zugeführt wurde, hatten auch sie bessere Überlebenschancen.

Und last but not least bestätigte gerade auch die Immunologin Beatrix Grubeck-Loebenstein von der Universität Innsbruck, dass Männer tatsächlich anfälliger für Krankheiten sind, als man meinen könnte. Das berichtet unter anderem die „Neue Presse“. Auch sie sagt demnach, dass es an einem Mangel weiblicher Hormone liegt, die die Vermehrung von Immunzellen begünstigen.

Tja, Ladies! Gut zu wissen, dass auch der weibliche Körper mal klar im Vorteil ist! Sollten eure Männer zu Hause also mal wieder schniefen und herumjammern, wie schlecht es ihnen geht… seid nachsichtig. 😉

Bildquelle:

iStock/IPGGutenbergUKLtd


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