Wie gesund ist Kokosöl?
Katharina Meyeram 20.06.2017

Eigentlich haben wir alle Kokosöl bereits als Wundermittel schlechthin verbucht. Ob als Beauty-Waffe oder in der Küche, das Allroundtalent kommt überall zum Einsatz. Eine neue Studie legt jedoch nahe, dass Kokosöl vielleicht gar nicht so gesund ist, wie wir immer dachten.

Trockene Haare? Rissige Ellenbogen? Hornhaut an den Füßen? Dehnungsstreifen? Fleisch oder Gemüse anbraten? Für all diese Probleme gibt es eine ganz einfache Lösung: Kokosöl! Weit und breit (und natürlich auch auf unserer Seite) gibt es wahre Lobgesänge auf das Öl aus der tropischen Frucht, das auch noch beim Abnehmen helfen soll. Bis jetzt!

Die „American Health Association (AHA)“ hat eine neue Studie veröffentlicht, die zeigt, dass Kokosöl nicht so gesund ist, wie der Hype um das Superfood es vielleicht erwarten ließe. Doch bevor du deine Alleskönner-Wunderwaffe jetzt frustriert in den Mülleimer wirfst – als Beauty-Produkt kannst du das Öl getrost weiter benutzen.

Zu viele gesättigte Fettsäuren?

Was die Wissenschaftler an unserem geliebten Kokosöl auszusetzen haben, ist eigentlich gar nichts so Neues. Das Öl besteht zu 82 Prozent aus gesättigten Fettsäuren – die bekanntermaßen ungesund sind. Kokosöl ist also ein weiteres Lebensmittel, das den „bösen“ LDL-Cholesterinspiegel erhöht, wie unter anderem „USA Today“ berichtet. Und was erstaunlich ist: Kokosöl enthält mit seinen 82 Prozent gesättigten Fettsäuren sogar mehr als Butter (63 Prozent), Rindertalg (50 Przent) und Schweineschmalz (39 Prozent).

Kokosöl als Beauty-Waffe?

Als Beauty-Produkt kannst du Kokosöl ruhig weiter verwenden!

Kokosöl erhöht zwar den Wissenschaftlern der AHA zufolge auch den „guten“ HDL-Cholesterinspiegel, doch der Nutzen dadurch kann den Schaden des LDL-Cholesterins nicht aufwiegen. Daher solltest du beim Kochen und Speisen eher zu ungesättigten Fettsäuren (z. B. In Olivenöln, Avocados, Nüssen) greifen. Denn Menschen, die mehr ungesättigte als gesättigte Fettsäuren zu sich nehmen, haben ein 30 Prozent geringeres Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Krankheit zu erkranken.

In der Küche solltest du Kokosöl also zumindest reduzieren. Für deine Beauty-Rituale kannst du es aber getrost weiter verwenden.

Bildquellen: iStock/rodrigobark, iStock/Geo-grafika


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Was denkst du?

  • SamtRock880 am 29.06.2017 um 15:39 Uhr

    Sehr geehrte Frau Meyer Wie Sie völlig richtig feststellen, sind im Kokosfett/öl reichlich ungesättigte Fettsäuren, dies ist, wie Sie ebenfalls anmerken, keineswegs neu. Allerdings ist, wie es sich inzwischen zu den Informationsresistentesten durchgesprochen haben sollte, eine negative Wirkung der ungesättigten Fettsäuren auf den Cholesterinspiegel nie bewiesen worden, ganz im Gegenteil wurden bisherige Studien, die dieses aufgezeigt haben, mehrfach widerlegt. Und ebenfalls sollte bekannt sein, dass die „American Health Association (AHA)“ von McDonalds und Co gesponsert wird und daher erstens nicht glaubwürdig ist und zweitens die von Ihnen erwähnte Studie nicht neu ist, sondern nur das Vermeiden der ungesättigten Fettsäuren trotz gegenteiliger Studien neuerlich empfohlen wird. Bevor Sie daher solche Unwahrheiten und Fake-News verbreiten, würde ich das Lesen diverser Studien dringend empfehlen. Allerdings richtig: so ungesund wie Butter... oder besser: so wenig ungesund bzw. gesund wie Butter 😉 Mfg Dr. Ch. Weismann

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