Mädchen popelt in der Nase
Diana Heuschkelam 10.05.2017

Schon von klein auf bekommen wir beigebracht, dass Popeln sich nicht gehört – sogar absolut eklig ist. Trotzdem machen wir es im stillen Kämmerlein, wenn uns keiner dabei zuschaut. Manchmal bemerken wir es selbst nicht, wie wir gedankenverloren in unserem Zinken herumpulen. Ein kanadischer Wissenschaftler deckte nun auf, dass wir instinktiv alles richtig machen: Popeln ist nämlich gesund!

Bitte was? Ja, richtig gelesen: Popeln stärkt unser Immunsystem. In ihnen stecken nämlich ziemlich viele Bakterien und Keime, die unsere Abwehrkräfte auf Trab halten und stärken, sobald wir sie verspeisen. Scott Napper, Professor der Biochemie an der kanadischen Universität von Saskatchewan, erklärt in einem Interview mit dem amerikanischen Sender CTV: „Es kann sogar wie eine Art der natürlichen Impfung wirken.“ Er gibt deshalb den Rat, sich dieses natürlichen Impfstoffes nicht zu berauben: „Wenn man einfach nur so in der Nase herumstochert und sie sich nur putzt, lässt man sich eine tolle Möglichkeit entgehen.“ Popeln alleine reicht also nicht aus, man muss die kleinen grünen Kügelchen schon auch runterschlucken. Na dann: Mahlzeit.

Man kann zu viel in der Nase popeln

Hatten unsere Eltern also kein bisschen recht? Kann beim Popeln wirklich gar nichts Schlimmes passieren? Um zu viel zu popeln, muss man sich aus medizinischer Sicht jedenfalls ganz schön viel Mühe geben: Sobald man so häufig in der Nase bohrt, dass man dabei die Schleimhäute verletzt, sprechen Mediziner von einer Zwangsstörung, der sogenannten Rhinotillexomania. Erst dann wird popeln ungesund.

Da es also gesund ist, sollten wir wohl alle viel öfter mal in der Nase bohren. Mit Glück kommen wir dann vielleicht sogar wie frisch geimpft und ohne Erkältung durch den nächsten Winter.

Bildquelle: iStock.com/MAEK123


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