Wohlfühlfaktor

Wärmekissen selber machen

Judith Heineam 12.10.2016 um 16:24 Uhr

Wir müssen der Tatsache ins Auge sehen, dass uns die kalten Herbsttage nun endgültig erreicht haben. Von den Temperaturen, die uns im Winter erwarten mal ganz zu schweigen. So sehr wir uns auch den Sommer zurückwünschen: Um die kalten Monate kommen wir nicht herum. Frieren musst Du allerdings nicht! Alle Frostbeulen können der Kälte mit Wärmekissen trotzen. Die praktischen Wärmespender kannst Du problemlos auf Schritt und Tritt mit Dir tragen – bei der richtigen Größe sogar bis ins Büro! Wie Du Dir Dein individuelles Wärmekissen selber machen kannst, erfährst Du hier.

Nicht nur für Kälte Geplagte, sondern auch bei Verspannungen und Gliederschmerzen werden die kleinen Wärmekissen zu großen Helfern. Damit Dein Wärmekissen perfekt auf Deine Wünsche abgestimmt ist, machst Du es am besten selbst und bestimmst dessen Größe, Form, Farbe und Füllung ganz individuell. Wir zeigen Dir worauf Du achten musst, wenn Du Dein Wärmekissen selber machen möchtest.

Der richtige Stoff für Dein Wärmekissen

Um Dein Wärmekissen problemlos erhitzen zu können, solltest Du nur Stoffe wie Leinen oder Baumwolle verwenden. Für einen sicheren Halt und damit Deine Füllung auch im Inneren Deines Kissens bleibt, nähst Du dessen Nähte am besten doppelt.

Wärmekissen selber nähen

Wärmekissen selber machen: Verwende Leinen oder Baumwolle für problemloses Erhitzen.

Die Füllung – Natürliche Wärme mit Körnerkissen

Körnerkissen bieten Dir jede Menge Vorteile. Schon nach wenigen Minuten ist die Körnerfüllung erwärmt und gibt langsam sanfte Wärme ab. Solange Du Dein Wärmekissen am Körper trägst, hält es die Körperwärme bei. Wenn Du es also direkt vor dem Schlafengehen erwärmst, kannst Du die ganze Nacht bequem auf Deinem Wärmekissen schlafen. Die beliebtesten Körnerfüllungen und ihre Vorteile:

1. Dinkelspelz

  • Rieselfähig
  • Passt sich der Form des Schläfers an
  • Sehr atmungsaktiv
  • Als Kopfkissen eine ausgezeichnete Abstützung von Nacken und Wirbelsäule

2. Leinsamen

  • Lange Wärmespeicherung durch hohen Fettanteil
  • Besonders gut zur Wärmetherapie geeignet

3. Kirschkerne

  • Speichern trockene Wärme

 

 

Wärmekissen zur Wärmetherapie

Eine Leinsamenfüllung für Dein Wärmekissen eignet sich besonders zur Wärmetherapie.

Nähanleitung: Wärmekissen selber machen

Du hast Dich für einen Stoff und die perfekte Füllung für Dein Wärmekissen entschieden? Dann kann’s ja losgehen! Die Nähanleitung zu Deinem Wärmekissen findest Du im folgenden Video:

Dein Wärmekissen auf Temperatur bringen

Um Dein Wärmekissen nutzen zu können, muss Du es zunächst aufwärmen. Am schnellsten schafft das Deine Mikrowelle. Ihre volle Leistung ist dabei allerdings kaum nötig. Je nach Größe und Füllung Deines Wärmekissens, solltest Du Dich Deiner gewünschten Temperatur langsam nähern und mit einer geringen Leistung Deiner Mikrowelle beginnen:

  • Lege das Wärmekissen in Deine Mikrowelle
  • Stelle den Timer bei einem kleineren Kissen (ca. 20 x 20 cm Seitenlänge) auf eine Minute bei max. 600 Watt Leistung
  • Nimm Dein Wärmekissen aus der Mikrowelle und knete es einmal durch
  • Wiederhole den Vorgang, wenn Dir die Temperatur nicht ausreicht

Hinweis: Erhitzt Du Dein Wärmekissen direkt auf höchster Stufe, kann es extrem heiß werden und im schlimmsten Fall Verbrennungen auf Deiner Haut verursachen.

Alternativ kannst Du natürlich auch Deine Heizung oder Deinen Ofen nutzen, um Dein Wärmekissen zu erhitzen.

Wärmekissen selber machen, ist doch gar nicht so schwer. Also worauf wartest Du noch? Schnapp Dir Deine Nähmaschine und bastel Dir Deine ganz persönlichen kleinen und großen Kälteretter! Wenn Dir auch Deine unzähligen Wärmekissen bei der Kältebekämpfung nicht mehr weiterhelfen, dann kannst Du es ja mal mit einem wohltuenden Sauna-Besuch probieren.

Bildquelle: iStock/Sofie Meys, iStock/AVAVA, iStock/Tatomm

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