Schon drin?

Was Du über die Wechseljahre wissen solltest

Thorsten Trederam 03.11.2015 um 16:56 Uhr

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Muss ich noch verhüten? Bekomme ich noch meine Regel? – Zum Thema Wechseljahre gibt es eine Menge von Fragen, auf die sich viele Frauen eine Antwort wünschen… Wir haben sie!

Wechseljahresbeschwerden – bekommt die jede Frau?

Entspannte Frau auf dem Sofa

Entspannt durch die Wechseljahre – das muss kein Traum bleiben

Nein. Der Berufsverband der Frauenärzte schätzt aber, dass mindestens 70 Prozent aller Frauen in den westlichen Industrieländern unter Hitzewalllungen leiden – die Hälfte länger als fünf Jahre.

Was ist eine Hitzewallung eigentlich?

Durch den sinkenden Östrogenspiegel wird das Wärmezentrum im Gehirn gestört. Das Nervensystem stellt die Blutgefäße unter der Haut weit, damit mehr Blut durch die Haut fließen kann – so gibt der Körper Wärme ab. Eine Hormonersatztherapie (HRT) kann die Thermoregulation normalisieren und Hitzewallungen wirkungsvoll lindern.

Wenn ich eine Hormontherapie mache, bekomme ich dann noch meine Regel?

Das kommt auf die Art der Therapie an! Bei einer sequenziellen HRT kommt es am Ende des Zyklus zu einer Abstoßungsblutung. Wer das nicht möchte, kann nach Rücksprache mit dem Arzt eine kombinierte Therapie mit Östrogen und Gestagen durchgängig anwenden. Achtung: Sind noch viele Eibläschen in den Eierstöcken, kommt es aber trotzdem zu abbauenden Blutungen.

Muss ich in den Wechseljahren noch verhüten?

Frauenärztin im Gespräch

Gynäkologen sind bei Wechseljahr- beschwerden die richtigen Ansprechpartner

Ja. Erst nach einem (über 50) bzw. zwei (unter 50) blutungsfreien Jahren können Frauen nicht mehr schwanger werden. Achtung: Pillenanwenderinnen bekommen regelmäßig ihre Periode und wissen daher nicht, wie stabil der natürliche Zyklus noch ist. Deshalb sollten sich Frauen ab 50 mit ihrem Frauenarzt über alternative Verhütungsmethoden beraten.

Komme ich nach der Hormontherapie noch in die Wechseljahre?

Die Hormonumstellung dauert Experten zufolge durchschnittlich vier Jahre. Wer eine HRT macht, sollte diese nach Möglichkeit in dieser Zeit nicht absetzen. Eine Hormontherapie sollte grundsätzlich langsam ausgeschlichen und nicht abrupt beendet werden. Etwaige Beschwerden sind danach viel schwächer, weil sich der Körper bereits an die Veränderungen angepasst hat.

Machen Hormone dick?

Nein. Anfängliche Wassereinlagerungen gehen normalerweise zurück, sobald die richtige Dosierung gefunden ist. Experten sagen, dass eine individuell angepasste, am besten über die Haut verabreichte Hormontherapie positive Wirkungen auf den Fett- und Zuckerstoffwechsel hat. So wird eine Gewichtszunahme nicht verursacht, sondern eher vermieden.

Trockene Scheide trotz Hormontherapie – warum?

Eine niedrig dosierte HRT lindert zwar Hitzewallungen, genügt aber oft nicht, um den Vaginalbereich ausreichend mit Östrogen zu versorgen. Dann kann eine lokale Östrogen-Therapie „vor Ort“ die Scheidenschleimhaut wieder aufbauen.

Bildquellen: Stockbyte/djd/Gynokadin, Thinkstock/Schuster PR

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