Was ist PMS?

Nervenaufreibend

Was ist PMS eigentlich und was hilft dagegen?

Susanne Falleram 28.06.2016 um 16:33 Uhr

Was ist PMS eigentlich genau? Alle Frauen kennen den Begriff und jede hatte es sicher auch schon des Öfteren oder sogar ständig. Doch wie kommt diese nervenaufreibende Zeit vor der Periode eigentlich zustande und gibt es vielleicht sogar Mittel und Wege, um PMS zu behandeln? Wir klären Dich auf.

Alle Menschen nerven plötzlich unendlich, dafür ist Schokolade der allerbeste Freund. Ja, PMS hat schon so seine typischen Anzeichen. Die Zeit vor den Tagen ist bei vielen von einer ganz besonderen Stimmung geprägt, die sich vor allem in Form von leichter Reizbarkeit und Heißhunger bemerkbar macht. Und das jeden Monat aufs Neue. Das kann nicht nur die Betroffene selbst nerven, sondern auch den Partner oder Freunde, die wahllos angefaucht werden. Zeit also, dem Ganzen mal auf die Spur zu gehen und etwas dagegen zu unternehmen!

Was ist PMS?

Alles nervt und der Körper streikt auch schon: PMS kann ganz schön anstrengend sein

Was ist PMS?

PMS ist die Abkürzung für „prämenstruelles Syndrom“. Damit sind verschiedene physische und psychische Beschwerden gemeint, die rund 80 (!) Prozent aller Frauen in den Tagen vor der eigentlichen Periode verspüren. Die PMS-Zeit kann sogar so ausgedehnt sein, dass sie bereits eine bis zwei Wochen vor der Regel einsetzt. Ganz schön gemein! Mit Einsetzen der Blutung verschwinden die Symptome dann wieder.

Warum wir genau unter PMS leiden müssen, ist wissenschaftlich noch nicht bekannt. Da es allerdings nur fruchtbare Frauen betrifft, also diejenigen, die ihre Periode haben, und die Beschwerden mit einer gewissen Regelmäßigkeit auftauchen, hängt PMS definitiv mit dem weiblichen Zyklus zusammen. Man nimmt an, dass die Geschlechtshormone chemische Vorgänge im Körper auslösen und es so zu gewissen Wehwehchen kommt.

Das sind typische PMS-Symptome

Vielleicht bist Du ja selbst von PMS betroffen und kennst die folgenden Symptome nur zu gut. Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob Du unter PMS leidest, dann kannst Du die Liste an Beschwerden ja selbst einmal durchgehen und das überprüfen. Typisch sind…

  • Heißhungerattacken

    PMS Symptome

    Heißhunger ist typisch für PMS

  • Verdauungsprobleme
  • Spannende Brüste
  • Rückenschmerzen
  • Hitzewallungen
  • Ein Gefühl von Aufgeblähtheit
  • Müdigkeit und Antriebslosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Leichte Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen
  • Konzentrationsprobleme
  • Traurigkeit bis hin zu depressiver Stimmung

Du siehst, es gibt eine ganze Reihe an Symptomen, die im Zuge des PMS auftreten können. Um genau herauszufinden, ob Du unter PMS leidest, ist ein Zykluskalender zum Beispiel sehr hilfreich. Hier trägst Du akribisch ein, wann Du Deine Regelblutung hattest und kannst so genau herauslesen, ob Du an bestimmten Tagen immer wieder von PMS-Symptomen betroffen bist.

PMS

Stimmungsschwankungen können bei PMS gemein sein…

Gibt es eine wirksame PMS-Behandlung?

Bei PMS gibt es tatsächlich einige Methoden, um den Beschwerden entgegenzuwirken. Zum einen sollte der Gang zum Frauenarzt nicht gescheut werden, wenn die PMS-Symptome so stark sind, dass sie den Alltag regelmäßig beeinträchtigen. Die Einnahme der Pille kann helfen, die PMS-Beschwerden zu lindern oder ganz zu unterdrücken. Allerdings sollte so eine Hormontherapie mit einem Arzt abgeklärt und auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt werden.

PMS-Behandlung

Wenn die PMS-Symptome zu schlimm werden, sollte man zum Frauenarzt gehen

Kurzfristig können Schmerzmittel und andere Medikamente gegen die Leiden helfen. Diese sollten allerdings nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt über längere Zeit eingenommen werden.

Man kann auch vorbeugend selbst noch einiges zur PMS-Behandlung machen. So ist es wichtig, dass man gerade vor dieser Zeit viel Stress abbaut, um den Körper nicht noch mehr zu belasten und die Symptome dadurch vielleicht zu verschlimmern. Progressive Muskelentspannung und autogenes Training können hilfreich sein. Auch sollte man darauf achten, dass man genug schläft, um den Körper zu entspannen. Zudem helfen Sport und eine ausgewogene Ernährung, um den Körper in Schuss zu halten und PMS zu lindern. Wer speziell mit Verdauungsproblemen während der PMS-Zeit zu kämpfen hat, der sollte in dieser Zeit bewusst auf Kaffee, Alkohol sowie zu viel Salz und Zucker verzichten. Diese Lebensmittel reizen nämlich allesamt die Verdauungsorgane.

Was PMS also ist? Eine nervige Angelegenheit, die sich leider nie komplett beseitigen, aber ganz gut lindern lässt. Mit einigen Tipps und Tricks bekommt man das Leiden gut unter Kontrolle. Und sonst muss eben doch die Schokolade ran.

Bildquellen: iStock/gpointstudio, iStock/Stefano Tinti, iStock/JackF, wifflegif.com via giphy


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