Woher kommt PMS?
Katharina Meyeram 03.02.2017

Gehörst Du auch zu den Frauen, die nicht nur während ihrer Periode geplagt sind, sondern auch schon vorher? PMS, das Prämenstruelle Syndrom, sorgt dafür, dass Betroffene schon vor den eigentlichen Tagen mit physischen und psychischen Beschwerden zu kämpfen haben. Woran das liegt? Wissenschaftler haben es nun genauer herausgefunden.

Dass die Umstellungen im Hormonspiegel, die mit der Monatsblutung einhergehen, für das körperliche und emotionale Chaos sorgen, ist nicht weiter verwunderlich. Bisher wurde jedoch noch nicht genau erforscht, woran es liegt, dass manche Frauen nur leichte oder gar keine Beschwerden verspüren während andere unter einer besonders starken Form von PMS, auch prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS) genannt, leiden.

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In einer neuen Studie des US-amerikanischen National Institute of Health (NIH), die nun in der Zeitschrift „Molecular Psychiatry“ veröffentlicht wurde, untersuchte ein Team von Wissenschaftlern rund um Endokrinologe Peter Schmidt, was genau für PMDS verantwortlich ist. Sie untersuchten 67 Frauen zwischen 18 und 48, von denen bei einigen PMDS diagnostiziert wurde, während andere keine Probleme mit PMS hatten. Einer Kontrollgruppe der Frauen mit einer schweren Form prämenstrueller Beschwerden wurde ein Medikament gegeben, das die Produktion von Östrogen und Progesteron unterdrückte. Sie hatten keine Beschwerden mehr. Nachdem sie die Einnahme abbrachen, kehrten die Beschwerden jedoch wieder zurück.

Woran liegt es?

Eine Genanalyse der Versuchspersonen zeigte, dass ein bestimmter Genkomplex, ESC/E(Z), bei den Frauen mit PMDS verstärkt arbeitet. Dieser Komplex ist dafür verantwortlich, unseren Genen zu sagen, wie sie auf Veränderungen in unserer inneren und äußeren Umwelt reagieren sollen. Eine Überempfindlichkeit in diesem Bereich sorgt für die starke Reaktion auf hormonelle Veränderungen.

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Die Ergebnisse widerlegen (zum Glück) auch den Mythos der zerbrechlichen, überempfindlichen Frau, die sich vor oder während ihrer Periode in ein unkontrolliert emotionales Etwas verwandelt. „Das ist ein großer Moment für die Frauengesundheit“, so auch Co-Autor und Neurogenetiker David Goldman. „Es bedeutet, dass Frauen mit PMDS einen intrinsischen Unterschied in ihrem Molekularapparat besitzen, der die Reaktion auf Geschlechtshormone festlegt – nicht nur emotionales Verhalten, das sie in der Lage sein sollten, zu kontrollieren.“ Nicht schlecht, oder? Was Du gegen Regelschmerzen tun kannst, verraten wir Dir übrigens hier!

Frauen, die an PMS oder sogar PMDS leiden, hätten auch vorher schon sagen können, dass es sich dabei nicht um kontrollierbare Beschwerden handelt. Trotzdem ist es natürlich schön, dass wir auf den Spruch „Was ist mit Dir los? Hast Du Deine Tage?!?“ antworten können: „Mein ESC/E(Z) ist schuld!“. Oder auch einfach:

Gib's ihm!

Bildquellen: iStock/g-stockstudio, giphy.com


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