Weltweite Studie

Fast jeder vierte Deutsche ist fettleibig

Miriam Bektasiam 13.06.2017 um 13:36 Uhr

Zu viel Zucker, zu viel Fett, zu wenig Bewegung: Fast ein Drittel der Weltbevölkerung ist übergewichtig. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor. Demnach sind mehr als zwei Milliarden Menschen weltweit zu dick oder sogar fettleibig – die Zahlen sind rasant gestiegen, vor allem unter Kindern. Mehr dazu erfährst du hier.

Hier ein Stück Kuchen, da ein paar Chips, dort ein Burger und Bewegung ist natürlich zeitlich nicht drin. Das kann schlimme Folgen haben. Eine neue Studie des Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) in Seattle zeigt, dass sich der Prozentsatz fettleibiger Menschen von 1980 bis 2015 in mehr als 70 Ländern verdoppelt hat. In den meisten anderen Staaten sei der Prozentsatz ebenfalls stetig angestiegen, so ein internationales Forscherteam in der medizinischen Fachzeitschrift „The New England Journal of Medicine“.

Zahl der Übergewichtigen drastisch gestiegen

„Übermäßiges Körpergewicht ist eines der schwierigsten Gesundheitsprobleme der Gegenwart und betrifft fast jeden dritten Menschen“, so Ashkan Afshin vom IHME. Als Übergewichtig gilt, wer einen Body Mass Index (BMI) von 25 bis 30 hat. Bei höherem BMI sprechen Mediziner von Fettleibigkeit (Adipositas). In Deutschland haben nach Angaben einer Studie des Robert-Koch-Instituts etwa zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen Übergewicht. Ein Viertel der Erwachsenen ist sogar adipös – Tendenz steigend. Bei Kindern und Jugendlichen waren zuletzt rund 16 Prozent übergewichtig und 6,3 Prozent fettleibig. Das sind doppelt so viele wie noch in den Achtziger- und Neunzigerjahren.

Wer nur auf Zucker als Energielieferant setzt, muss langfristig mit gesundheitlichen Risiken rechnen.

Eine problematische Entwicklung, wenn man bedenkt, dass zu viele Pfunde – die sich als Übergewicht und Adipositas bemerkbar machen – in unserer Gesellschaft eines der größten Gesundheitsrisiken darstellen. Denn ein zu hohes Körpergewicht begünstigt die Entstehung von Krankheiten wie etwa Diabetes, Krebs und Herz- und Kreislaufbeschwerden. Übergewicht gar nicht erst entstehen lassen, lautet also die Devise. Das beste Mittel dagegen ist immer noch eine ausgewogene Ernährung und genügend Bewegung.

Bildquellen: iStock/Saje/SherSor


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