Was hilft gegen Krämpfe?
Katja Gajekam 01.12.2016

Krämpfe kommen meist unerwartet und lassen uns augenblicklich zusammenzucken. In Panik versuchen wir dann, die betroffene Stelle zu verbiegen und zu strecken, damit der Krampf endlich aufhört. Meist ist die Situation, in welcher der Muskelkrampf auftritt, dann auch noch ziemlich ungünstig: mitten im Schlaf, beim Sport und manchmal auch beim Sex. Wadenkrämpfe oder Krämpfe in den Füßen sind nicht nur schmerzhaft, sondern können auch noch die unterschiedlichsten Ursachen haben. Doch was hilft gegen Krämpfe?

Nach einem starken Krampf können die Muskeln noch stunden- oder sogar tagelang schmerzen. Leider bleibt es meist nicht bei einem einmaligen Erlebnis, denn Muskelkrämpfe können bei Betroffenen immer wieder auftreten. Wenn Du wissen möchtest, was gegen Krämpfe in Beinen und Füßen hilft, solltest Du zunächst überlegen, welche Ursache dahinterstecken kann. Wir sagen Dir, was Du gegen akute Krämpfe machen und wie Du dauerhaft vorbeugen kannst.

Was hilft gegen Krämpfe - aua

Muskelkrämpfe können sehr schmerzhaft sein. Was hilft dagegen?

Diese Ursachen können dahinter stecken

Bei einem Muskelkrampf senden die Nerven zu viele Impulse an den betroffenen Muskel. Dieser verkrampft sich dann und zieht sich zusammen. Die Ursachen dafür können vielfältig sein. Den meisten fällt als Grund für einen Muskelkrampf direkt Magnesiummangel ein. Auch ein zu niedriger Elektrolyt-Haushalt kann zur Ursache für einen Krampf werden. Vor allem Sportler verlieren während des Trainings durchs Schwitzen viele Nährstoffe. Das Schwimmen in einem zu kalten See oder Schwimmbecken löst ebenfalls manchmal Krämpfe aus, die gerade in tiefem Wasser lebensgefährlich werden können. Leidest Du jedoch sehr häufig an Krämpfen, vor allem in der Wade, können auch Durchblutungsstörungen die Ursache sein. Was hilft gegen diese Krämpfe? Vorbeugend so einiges.

Was hilft gegen akute Krämpfe?

1. Hast Du gerade einen Krampf, ist es ganz wichtig, dass Du Deine Muskeln dehnst. Bei einem Wadenkrampf ziehst Du Deine Fußspitze in Richtung Deines Körpers, die Ferse wird durchgedrückt. Löse diese Haltung nicht zu früh, sonst kehrt der Muskelkrampf zurück!

2. Wirst Du durch einen Krampf aus dem Schlaf gerissen, kannst Du Deinen Fuß gegen eine Wand stemmen oder langsam versuchen, aufzustehen und das betroffene Bein zu belasten.

3. Bei einem Krampf durch zu kaltes Wasser kannst Du ganz einfach mit warmem Wasser entgegenwirken und Dein Bein damit abspülen. Danach solltest Du den Muskel massieren, bis es besser wird und der Krampf sich löst.

Was hilft gegen Krämpfe - Schwimmen

Auch durch zu kaltes Wasser können plötzlich Krämpfe auftreten.

Was hilft vorbeugend gegen Krämpfe?

4. Du kannst beim Schlafen ein Kissen unter Deine Knie legen, sodass die Muskeln im Liegen weniger kontrahieren können.

5. Nimm genügend Magnesium zu Dir. Es ist wichtig für die Nervenfunktion und baut Muskelkrämpfe ab. Außerdem fördert es die Durchblutung. Du kannst Magnesium über Nahrungsmittel wie Nüsse, Kerne, Vollkornprodukte, Obst und Gemüse zuführen oder regelmäßig Magnesiumtabletten einnehmen.

6.Trinke viel Wasser, um Deinen Elektrolyt-Haushalt im Gleichgewicht zu halten, gerade, wenn Du viel Sport treibst.

7. Lasse im Laufe des Tages öfter mal die Füße kreisen oder wippe Dich auf Deinen Füßen im Stehen hin und her. Das stärkt die Fußmuskulatur.

8.Chinarinde (bitte nicht pur zu Dir nehmen) oder asiatischer Tigerbalsam hemmen die zu starke Reizübertragung der Nerven an den Muskel. Auch ein Thymiankissen aus getrocknetem Kraut, welches Du nachts auf die von Krämpfen geplagte Körperstelle legst, kann helfen.

9. Um Kältekrämpfen vorzubeugen, solltest Du Deine Beine und Füße bei kaltem Wetter durch Thermostrumpfhosen oder -Socken warmhalten.

10.Regelmäßiger Ausdauersport wie Joggen oder Radfahren stärkt Deine Muskulatur und kann Krämpfen dauerhaft vorbeugen.

Die meisten Maßnahmen, die Du vorbeugend gegen Krämpfe ergreifen kannst, sind nicht schwer umzusetzen. Solltest Du jedoch trotzdem weiterhin unter Deinen Muskelkrämpfen leiden, solltest Du unbedingt einen Arzt aufsuchen. Nur der kann ernstere Ursachen abklären.

Bildquellen: iStock/Voyagerix, iStock/fizkes, iStock/Bhakpong


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