Für Schüchterne

Schlecht im Smalltalk? Diese Tipps helfen!

Nina Rölleram 15.02.2017 um 12:32 Uhr

Es gibt wenige Menschen, die von sich behaupten, Smalltalk zu genießen. Doch für viele introvertierte Menschen sind die kleinen banalen Gespräche im Aufzug, an der Kaffeemaschine auf der Arbeit oder mit Fremden auf Partys die reinste Qual. Wenn Du Dich wie ich auch oft schon im Vorhinein fragst, über was zur Hölle Du in solchen Situationen bloß reden sollst und wie Du ein möglichst unverkrampftes Gespräch führen kannst, bist Du hier genau richtig. Ich verrate Dir acht Tipps, mit denen Smalltalk plötzlich viel einfacher geht!

Schlecht im Smalltalk

Ob auf der Arbeit oder auf Partys: Smalltalk-Skills sind im Alltag oft gefragt.

#1 Lass Deine Abneigung für Smalltalk nicht raushängen

Ja, Smalltalk ist lästig und so gerne würden wir alle lieber über wirklich interessante Dinge anstatt das Wetter oder den beruflichen Werdegang plaudern. Trotzdem sind Smalltalk-Skills in vielen Situationen einfach notwendig, um das unangenehme Schweigen zu brechen und um eben überhaupt mit jemandem in ein Gespräch zu kommen. Du kannst Dir zwar vor Augen führen, dass Deine Gesprächspartner vielleicht genauso schüchtern und verkrampft sind wie Du, aber es hilft nichts, wenn Du Dich von Anfang an quer stellst.

Als schüchterne Person macht man sich viel zu oft schon im Vorhinein Gedanken, was man genau sagen soll. Irgendwann hat man sich selbst dann so verrückt gemacht, dass manchmal schon ein einfaches „Hallo“ große Überwindung kostet. Zum Glück bist Du aber nicht auf alle Ewigkeiten zu unangenehmen Gesprächen verdammt, nur weil Du schlecht im Smalltalk bist. Versuche also optimistischer an kleine Alltagskonversationen heranzugehen und sieh jeden Kontakt als kleine Übung an.

#2 Zeige ehrliches Interesse an Deinem Gegenüber

Als schüchterner Mensch ist man beim Smalltalk oft so verkopft, dass man dabei ganz vergisst, sich überhaupt auf seinen Gesprächspartner einzulassen. Dabei ist es für eine lockere Konversation unbedingt notwendig, dass Du ehrliches Interesse darüber bekundest, was Dein Gegenüber Dir zu erzählen hat. Hörst Du stattdessen nicht richtig zu und antwortest nur einsilbig, wird der Andere dies schnell merken und das Gespräch womöglich abrupt abbrechen. Wenn Du noch nicht viel über die andere Person weißt, kann es zum Beispiel schon mal helfen, sie bei ihrem Namen anzusprechen, da sich die meisten Menschen so viel mehr wertgeschätzt fühlen.

#3 Vermeide Ja/Nein-Fragen!

Stell die richtigen Fragen!

Stell die richtigen Fragen!

Als trotzige Jugendliche, die keine Lust hatte, ausgiebige Gespräche mit ihren Eltern zu führen, habe ich es ja gehasst, als mein Vater mir irgendwann nur noch Fragen gestellt hat, die nicht mit Ja oder Nein zu beantworten waren. Denn der Trick funktioniert in der Regel, wenn man eine Konversation in Gang halten will. Offene Fragen vermeiden nicht nur unangenehme Redepausen, in denen man krampfhaft nach einem neuen Thema suchen muss, sondern führen in der Regel auch zu Gesprächen, die Dich weniger langweilen.

#4 Täusche kein falsches Wissen vor

Manchmal scheut man sich vor Gesprächen mit Kollegen oder Bekanntschaften, die einem imponieren, weil man denkt, man hätte schlichtweg nicht genug Ahnung von den Themen, über die diese Personen reden wollen. Anstatt aber für einen erzwungenen Smalltalk Wissen vorzutäuschen, solltest Du lieber ehrlich sein. Die meisten Menschen reden gerne über Dinge, die sie selbst interessieren, und sind bereit, Dich über ihre Interessen vollzuquatschen. Das funktioniert natürlich nur so lange Du tatsächlich neugierig bist, denn Interesse für ein Thema zu faken können die meisten Schüchternen noch weniger als unverkrampft zu smalltalken.

#5 Zeige Deinem Gesprächspartner, dass Du das Gesagte nachvollziehen kannst

Als schüchterner Mensch vergisst man in Gesprächen allzu oft zu signalisieren, dass man sich gerade nicht tierisch langweilt, sondern tatsächlich etwas mit dem Gesagten anfangen kann. Vergiss beim Smalltalk nicht, dass der andere Dich noch nicht gut genug kennt, um Deine Mimik richtig zu deuten. Wenn Dein Gesprächspartner also etwas erzählt, das Du nur allzu gut nachvollziehen kannst oder zu dem Du auch eine Anekdote erzählen könntest: nur zu! So schaffst Du eine gemeinsame Basis, auf die man schnell aufbauen kann.

#6 Wenn Du nicht über’s Wetter reden willst …

Smalltalk Themen

Worüber soll man bloß reden?

Die aktuelle Wetterlage ist und bleibt das Thema Nummer 1, wenn es um Smalltalk geht. Wenn Du das Thema aber schon abgehakt hast oder Du nicht weißt, was Du Spannendes über den aktuellen Nieselregen erzählen könntest, kannst Du eine Konversation auch anders einleiten. Während viele sofort nach dem Beruf, Studium oder der Ausbildung fragen, sind Fragen wie „Was beschäftigt Dich gerade?“, „Woher kennst Du die Gastgeberin?“ oder „Was hat Dich in diese Gegend verschlagen?“ viel hilfreicher. Schließlich möchte nicht jeder ständig nur über seinen Beruf reden. Auch mit Komplimenten kannst Du immer punkten. Wenn Du jemandem zum Beispiel ein Kompliment über sein Outfit machst, solltest Du ihm danach jedoch nicht nur lächelnd anstarren. Denn so wirken nette Worte schnell creepy. Um den Smalltalk am Laufen zu halten, schiebst Du am besten schnell eine Frage hinterher, um das Gespräch am Laufen zu halten. Mehr Ideen für Gesprächsthemen beim Smalltalk findest Du übrigens hier.

#7 Immer schön üben!

Smalltalk lässt sich in vielen Situationen trainieren.

Smalltalk lässt sich in vielen Situationen trainieren.

Als schüchterne Person macht man es sich allzu oft bequem, indem man behauptet, man sei einfach nicht gut in zwischenmenschlichen Situationen und probiert es erst gar nicht, sich auf Smalltalk einzulassen. Dabei lassen sich unverfängliche Gespräche ganz leicht im Alltag trainieren. Supermarktkassierer, Kellner oder Taxifahrer sind sogar bestens dafür geeignet, die eigenen Fähigkeiten zu üben. Denn in diesen Situationen kannst Du gar nicht so viel falsch machen. Die meisten Menschen in Dienstleistungsberufen freuen sich über ein paar nette Worte, da all zu oft forsch und unhöflich mit ihnen umgegangen wird. Begegnest Du diesen Menschen also im Alltag zur Abwechslung mal mit einer freundlichen und offenen Art, wird man es Dir sicher danken und diese kleinen positiven Smalltalk-Erlebnisse werden Dich ermutigen.

#8 So beendest Du eine Konversation taktvoll

Zuguterletzt muss man so einen Smalltalk natürlich irgendwann auch mal beenden. Wenn Du es vermeiden willst, Dich einfach nach langem stillschweigendem auf den Boden Starren aus dem Staub zu machen und zu hoffen, der Person niemals wieder zu begegnen, solltest Du Dich bemühen, ein freundliches Schlusswort zu finden. An dieser Stelle ist es angebracht, noch einmal den Namen Deines Gesprächspartners zu wiederholen, ihm für das Gespräch zu danken und falls nötig einen Grund zu nennen, warum Du keine Zeit mehr hast, weiter zu plaudern (hier darfst Du ausnahmsweise auch ein wenig flunkern).

Zwischenmenschliche Begegnungen zu meistern ist manchmal wirklich gar nicht so einfach. Noch komplizierter wird es dann, wenn Du Dich auf ein Date mit einer neuen Bekanntschaft einlässt. Aber keine Angst, wir haben auch Tipps für Dich, worüber Du in dieser Situation reden kannst!

Bildquelle: Pexels/Tim Gouw, Pexels/iPrice Group, Pexels/Unsplash, Pexels/Unsplash, Pexels/Unsplash


Kommentare