Schlaflos

So kannst Du Deine Alpträume deuten

Judith Heineam 05.10.2016 um 12:08 Uhr

Du siehst den Tod eines geliebten Menschen oder sogar Deinen eigenen – und plötzlich bist Du wach! Schweißgebadet stellst Du fest, dass dieses Horror-Szenario nur ein böser Alptraum war. Doch was haben Deine Alpträume wirklich zu bedeuten? Sind sie Nachrichten aus dem Unterbewusstsein oder doch nur ein Produkt Deiner blühenden Fantasie? Wie Du Deine Alpträume deuten kannst, erfährst Du hier.

Jeder ist schon einmal aus ihm erwacht: dem Alptraum! Er wird von negativen Gefühlen wie Angst oder Panik dominiert, die meist von einer bedrohlichen oder beklemmenden Situationen innerhalb des Traumes hervorgerufen werden. Häufige Auslöser für Alpträume sind traumatische Erlebnisse in der Wachwelt oder akute Lebensumstände, welche den Träumenden innerlich beschäftigen und verängstigen. Demnach können Alpträume auch noch bis ins hohe Erwachsenenalter für Schlaflosigkeit sorgen.

Alpträume deuten

Deine Alpträume bringen Dich um den Schlaf? Häufig liegen die Ursachen dafür in der Wachwelt.

Erstaunlich oft treffen unterschiedliche Menschen in ihren Alpträumen dabei auf ähnliche Traumsymbole – die häufigsten sind:

  1. Sturz in die Tiefe
  2. Verfolgung durch andere Menschen
  3. Unfähigkeit, sich bei Gefahr zu bewegen
  4. Verspätung bei einem wichtigen Termin
  5. Verschwinden oder Tod nahestehender Personen
  6. Szene aus einem Film
  7. Unfähigkeit, Arbeit fertigzustellen
  8. Versagen bei Prüfungen
  9. Körperliche Abwehr von Angreifern
  10. Trostlose bedrohliche Umgebung

Das bedeuten die häufigsten Alpträume wirklich

Zu den Traumbildern von Alpträumen bestehen zahlreiche Untersuchungen. Sie steigen im Schlaf in uns auf, sind bewegt und können sich ständig verändern. Dabei unterscheiden sich Alpträume besonders in ihrer Intensität von einem normalen Traum. In der Traumdeutung gelten schlechte Träume als Warnzeichen – vor allem, wenn man von ein und demselben Alptraum immer wieder verfolgt wird und die Schlafstörungen kein Ende nehmen. Aber wie können wir unsere Alpträume deuten?

#1 Sturz in die Tiefe

Der Fall in den Abgrund oder in das dunkle Nichts ist eine der Urängste des Menschen. Der Aufprall nach einem Fall aus großer Höhe ist für den Menschen meist mit schweren Verletzungen oder gar dem Tod verbunden. Darüber hinaus bedeutet der freie Fall auch immer einen völligen Kontrollverlust. Der Fallende ist seinem Schicksal machtlos ausgeliefert. Alpträume vom Sturz in die Tiefe werden häufig als ein Zeichen von geringem Selbstvertrauen oder allgemeinen Ängsten gedeutet. Der Träumende findet sich in einer Situation wieder, von welcher er glaubt, sie nicht selbstständig bewältigen zu können. Hier vermischen sich Selbstzweifel und Versagensängste. Gleichermaßen kann der freie Fall jedoch ebenso darauf hindeuten, dass der Schlafende wortwörtlich den Boden unter den Füßen verliert. Ursache hierfür kann eine Verlustsituation in der Wachwelt sein.

#2 Verfolgung durch andere Menschen

Der Verfolgungstraum zeichnet sich besonders durch seine vielfältigen Variationen aus, denen unterschiedliche Bedeutungen zugeschrieben werden können. Im Grunde handelt jeder Verfolgungstraum allerdings nahezu immer davon, seinen Ängsten nicht entkommen zu können. Hat der Träumende erst einmal herausgefunden, von wem oder wovon er verfolgt wird, so gelingt es relativ unproblematisch, den Alptraum zu deuten. Der Auslöser für den Fluchtreflex muss in jedem Fall greifbar gemacht werden. Kann der Verfolger innerhalb des Traums nicht identifiziert werden, so sollte der Schlafende dieser Frage unbedingt in der Wachwelt auf den Grund gehen!

#3 Unfähigkeit, sich bei Gefahr zu bewegen

Bei Träumen von Bewegungsunfähigkeit stellt sich zunächst die Frage, ob der Träumende vor etwas flieht oder etwas erreichen will. Alpträume von einer missglückten Flucht sind ein deutliches Zeichen für Angstträume. Auch hier gilt es festzustellen, wer oder was meine Angst bestimmt und mich in Bewegungslosigkeit erstarren lässt. Gelingt es dem Schlafenden hingegen nicht, ein Ziel zu erreichen, deutet die Ursache eher auf empfundenen Frust oder ein Stillstandsgefühl hin. Im Wesentlichen gilt es für die Traumdeutung zu hinterfragen: „Wer oder was hält mich auf?“ und „Wobei werde ich aufgehalten bzw. wovon werde ich abgehalten?“

Alpträume deuten, gelingt einem selbst immer noch am besten – durch die Analyse seiner eigenen Lebenssituation. Mit etwas Geduld und Selbstreflexion erkennst und deutest Du die Ursachen Deiner Alpträume schneller als jeder andere. Übrigens: Dass Schlafende während eines Alptraums wild um sich schlagen, ist eine reine Erfindung der Filmindustrie. Ohne Frage sind Alpträume innerlich zwar extrem aufwühlend, dennoch verbleibt der Körper meist genauso ruhig wie bei einem normalen Traum.

Bildquelle: iStock/KatarzynaBialasiewicz

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