Von Google

Allo: Ist die App eine Alternative zu Whatsapp?

Cindy Boehmeam 30.05.2016 um 18:05 Uhr

Google will mit dem neu vorgestellten Messenger Allo Whatsapp Konkurrenz machen. Doch hat die App das Zeug dazu, eine Alternative zu Whatsapp zu werden?

Auf einer Entwicklerkonferenz in Kalifornien hat Google seinen neuesten Streich vorgestellt: Der Messenger Allo soll für Smartphone-Nutzer in deren privatem Umfeld unersetzlich werden. Allo vereint zwei Dinge, die technikaffine Nutzer von Apps immer mehr zu schätzen wissen: Messengernachrichten, in denen man Videos, Fotos und Co. versenden kann, und künstliche Intelligenz.

Die selben Basis-Funktionen wie Whatsapp

Zum einen kann man mit Allo alles das tun, was man auch mit Whatsapp machen kann. Per Chat kann man Textnachrichten, Bilder, Videos und Emojis versenden. Aber auch hier gibt es weitere Features. Ähnlich wie bei Snapchat lassen sich wohl Bilder über einen Editor mit Texten versehen, bevor man sie an seine Freunde versendet.

Zum anderen ist Allo mit dem Google Assistant verknüpft, sodass die App Zugang zu künstlicher Intelligenz hat. Über die Google Server werden die Gespräche per Allo analysiert. Anschließend bekommt der User von der App Antwortmöglichkeiten vorgeschlagen, mit denen er auf empfangene Nachrichten reagieren kann. Diese Funktion wächst mit dem Nutzer und den von ihm versendeten Nachrichten.

allo whatsapp alternative

Bekommt Whatsapp ab Sommer 2016 Konkurrenz?

Allo schlägt Dir Antworten oder Restaurants vor

Neben Textinhalten kann Allo auch Fotoinhalte auswerten und passende Antworten präsentieren. Schickt ein Freund ein Foto von einer Tasse Kaffee und Kuchen, soll Allo erkennen können, worum es sich beim Bildmotiv handelt und dementsprechend Dinge vorschlagen wie „Ich mag Kuchen“ oder „Lecker“. Neben Antwortvorschlägen in Textform, hält Allo auch Antworten in Form von Smileys bereit, die es anbietet. Und die Messenger-App, die zur Alternative für Whatsapp werden will, hat noch ein Ass im Ärmel. Wenn Allo bemerkt, dass man sich per Chat mit Freunden zum Essen verabreden will, schlägt es in einer möglichen Antwort auch gleich eine Liste passender Restaurants in der Umgebung vor. Nicht zuletzt kann der User per Allo direkt mit Google chatten. Wenn man eine Frage stellt, weiß Google diese im Idealfall zuzuordnen und spuckt direkt die passende Antwort aus.

Es ist schon ziemlich praktisch, was diese App alles leisten möchte, aber auch etwas unheimlich, wenn man bedenkt, in welchem Rahmen sie Daten nutzt und verarbeitet. Einzel- und Gruppenunterhaltungen sind bei Allo in der Regel nicht verschlüsselt, damit der Messenger auf private Informationen zugreifen kann, um seine vielfältigen Funktionen zu erfüllen. Nur im Inkognito-Modus sind die Daten Ende-zu-Ende verschlüsselt, sodass unter anderem auch Edward Snowden schon jetzt vor der Gefahr des Datenmissbrauchs warnt.

Allo klingt nach einer App, die unseren Alltag erheblich erleichtern könnte, auch wenn man sich über die Weitergabe der eigenen Daten im Klaren sein muss. Wir sind gespannt, ob Allo sich als Alternative zu Whatsapp durchsetzen kann: Immerhin sind schon viele Apps wie Threema an diesem Versuch gescheitert. Allo wird ab Sommer 2016 für iOS und Android verfügbar sein.

Bildquelle: iStock/ zdravkovic

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