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Diana Heuschkelam 08.11.2017

Eine neue Netzsicherheitsempfehlung der australischen Regierung wird gerade kontrovers diskutiert: Facebook-Nutzer sollen Nacktbilder von sich an Facebook schicken, um sich davor zu schützen, dass Rachepornografie von ihnen auf der Social-Media-Plattform landet. Facebook selbst soll versprechen, die heiklen Fotos nicht zu speichern. Experten warnen jedoch, dass dieses Versprechen nur schwer einzuhalten sei.

Wie schützt man sich eigentlich davor, dass jemand, der sich rächen will, intime Bilder ohne die eigene Zustimmung auf Social Media verbreitet? Eine ziemlich schwierige Angelegenheit, wie viele Menschen schon am eigenen Leib erfahren mussten. In Australien soll beispielsweise bereits jede vierte bis fünfte Frau Opfer einer solchen Cyber-Attacke geworden sein. Genau dagegen will die australische Regierung jetzt vorgehen, wie die Australian Broadcasting Corporation (ABC) berichtet – und zwar in Kooperation mit dem Social-Media-Riesen Facebook selbst. Die kontrovers diskutierte Empfehlung lautet: Schickt Facebook eure Nacktbilder, damit Facebook euch schützen kann. Doch wie genau soll das funktionieren?

Albtraum-Szenario: Der Ex stellt eure intimen Bilder online.

Wofür braucht Facebook die Nacktbilder?

Julie Inman Grant, die als Netzsicherheitsexpertin der australischen Regierung mit Facebook zusammenarbeitet, erklärt gegenüber „ABC.net.eu“, dass User, die befürchten, dass ihre Bilder gegen ihren Willen veröffentlicht werden könnten, genau diese Bilder auf einem sicheren Weg an Facebook schicken können. Das Foto werde dann ausgewertet. „Wenn also jemand versucht, dasselbe Bild hochzuladen, dass denselben digitalen Fußabdruck und Hashwert hat, wird der Upload verhindert.“

Löscht Facebook die Nacktbilder wirklich?

Selbst wenn man Facebook also seine Nacktfotos zum Selbstschutz anvertrauen möchte, können sie ihr Versprechen wirklich halten, dass sie die Bilder nicht speichern? Experten sehen das kritisch. „Klar, sie speichern das Bild nicht, aber es wird trotzdem übermittelt und verarbeitet“, wird Lesley Carhart, Expertin für digitale Forensik, von „Motherboard“ zitiert. Dabei blieben immer Spuren des Bildes zurück, erklärt sie weiter. „Ich stelle jeden Tag bereits Bilder wieder her, die von Computern gelöscht wurden. Es ist keine einfache Sache, alle Spuren einer Datei, einschließlich der Metadaten und Thumbnails, zu beseitigen.“

Das neue Verfahren zum Schutz vor Rachepornografie soll, laut „mirror.co.uk“, nach einer Testphase auch in Europa ausgerollt werden. Würdest du diese Funktion nutzen? Oder würdest du Facebook niemals deine intimen Bilder anvertrauen? Sag uns deine Meinung in den Kommentaren.

Bildquelle:

iStock.com/pressureUA


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