Zyklus

Monat für Monat das Gleiche: Etwa 500 Mal in deinem Leben bekommst du deine Menstruation. Was einerseits lästig ist, ist andererseits eine verlässliche Größe und ein Zeichen dafür, dass alles in Ordnung ist. Doch fast jede Frau bekommt es irgendwann einmal mit Zyklusunregelmäßigkeiten zu tun. Welches die häufigsten sind, was man dagegen tun kann und wann du unbedingt zum Arzt gehen solltest, verraten wir dir hier.

Wenn die Periode ausbleibt oder nicht pünktlich kommt, steckt längst nicht immer eine unvorhergesehene Schwangerschaft dahinter. Bei den meisten Frauen gerät die Monatsregel im Laufe ihres Lebens immer wieder einmal aus dem Takt. Vor allem in hormonellen Übergangsphasen sind Zyklusstörungen keine Seltenheit. Der Frauenarzt kann bei den meisten Unregelmäßigkeiten rasch und effektiv helfen. Hier die häufigsten „Regelverstöße“:

► Ausbleibende Blutung (sekundäre Amenorrhoe): Tritt zum Beispiel infolge von Stress, einer Crash-Diät, Leistungssport, Magersucht oder Depression auf. Der Körper verhindert so eine Schwangerschaft, die er zu diesem Zeitpunkt nicht verkraften könnte.

► Zu seltene Blutung (Oligomenorrhoe): Zwischen zwei Blutungen liegen mehr als 38 Tage. Das geschieht vor allem in hormonellen Übergangsphasen – etwa bei sehr jungen Mädchen nach der ersten Regel oder vor Eintritt der Wechseljahre.

► Zu häufige Blutung (Polymenorrhoe): Zwischen zwei Blutungen liegen weniger als 24 Tage. Das betrifft meist Frauen über 35 Jahre. Ist man deutlich älter und treten die Blutungen nicht zyklisch auf, sollte man den Frauenarzt aufsuchen, um eine Tumorerkrankung auszuschließen.

► Zu starke Blutung (Hypermenorrhoe): Wer täglich mehr als fünf Binden oder Tampons benötigt, hat definitiv eine zu starke Blutung. Dies ist oft einer Folge hormoneller Veränderungen, kann aber auch ein Hinweis auf chronische Entzündungen, Tumoren oder Blutgerinnungsstörungen sein. Du solltest dann unbedingt zum Frauenarzt gehen!

► Schmierblutung (Spotting): Zusätzlich zur normalen Blutung kommt es zu einer ein bis zwei Tage dauernden leichten Blutung. Tritt die Schmierblutung vor der Menstruationsblutung auf, ist häufig ein Progesteronmangel die Ursache. Stören die Schmierblutungen, kann der Arzt in diesen Fällen natürliches Progesteron in Form von Weichkapseln zur oralen Einnahme verschreiben. Der Hormonmangel wird auf diese Weise rasch und effektiv ausgeglichen.

Progesteron: „Global Player“ im Frauenkörper
Neben Östrogen ist Progesteron das zweite wichtige Sexualhormon der Frau. Es wird in der zweiten Zyklushälfte vom sogenannten Gelbkörper gebildet, steuert den Monatszyklus, bereitet die Gebärmutter auf die Einnistung der befruchteten Eizelle vor und schützt nach erfolgter Schwangerschaft das Kind im Mutterleib. Produziert der Körper einer Frau nicht genügend Progesteron, kann es daher nicht nur zu Zyklusstörungen wie Schmier- und Zwischenblutungen kommen, sondern auch der Kinderwunsch bleibt möglicherweise unerfüllt.

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