Do-it-yourself

Weihnachts-Workshop: So gelingt Ihnen Ihr eigenes Adventsgesteck

am 26.11.2015 um 17:55 Uhr

Die Adventszeit steht vor der Tür. Höchste Zeit also, sich mit der passenden Dekoration für die Wohnung zu beschäftigen. Neben Lichterketten, Mistelzweigen und Co. sind natürlich auch Kerzen ein weihnachtliches Must-have in den eigenen vier Wänden. Eine besonders besinnliche Bedeutung kommt ihnen dabei jedes Jahr in Form eines Adventskranzes zu. Dieses Jahr wagen wir jedoch einmal etwas Neues, da sich ein neuer Trend abgezeichnet hat: Längliche Kerzen-Gestecke werden als Kranz-Ersatz nämlich immer beliebter. Wie sich ein solches Adventsgesteck ganz einfach selbst gestalten lässt, haben wir von Floristin Olga Sirotin aus Berlin erfahren und kurzerhand einmal selbst zu Heißkleber und Zweigen gegriffen. Sehen Sie hier und in der Bildergalerie die Step-by-step-Anleitung zu unserer Adventsgesteck-Variante.

Selbstgemacht ist bekanntlich immer schöner: Nutzen Sie die kalten, ungemütlichen Tage deshalb doch einmal, um ein schönes Adventsgesteck zu basteln. Floristin Olga Sirotin verriet uns nicht nur, worauf man dabei achten sollte, sondern klärte uns auch über aktuelle Trends auf und woraus Sie Ihre Inspiration für solche kreativen Gestaltungsarbeiten zieht.

Mode, Beauty, Interior: Übergreifende Trends und Inspirationen

„Die Inspiration bei solchen Arbeiten kommt aus anderen kreativen Bereichen wie der Mode und dem Interior“, sagt Olga Sirotin. Durch das regelmäßige Blättern in Zeitschriften sowie Informieren über Trends hält sie sich auf dem Laufenden und setzt das Gesehene in eigene, kreative Gestaltungen um. Vor allem in Sachen Farben gibt es schon länger herausstechende Trends, die aus diesen Bereichen übergegriffen haben: „Metallische Töne wie Kupfer, Gold und Silber sind seit etwa zwei Jahren und auch nach wie vor gefragt. Dasselbe gilt für zarte, natürliche Pastelltöne.“

Es sei jedoch auch wichtig, seinen eigenen Geschmack und Stil nicht zu vergessen: „Wie man sich selbst stylt und wie man seine Wohnung eingerichtet hat, das sollte eine grundlegende Inspiration sein.“ Schließlich ergibt sich so von ganz allein ein stimmiges, harmonisches Konzept, nach dem man sich beim Gestalten der Dekoration richten kann. Sie haben also die Wahl: Mögen Sie es lieber klassisch, natürlich oder einen Hauch kitschiger?

Was den Trend Richtung Adventsgestecke angeht, davon kann Olga Sirotin aus eigener Berufserfahrung sprechen: „Seit etwa fünf Jahren werden längliche Gestecke immer beliebter, vor allem bei Frauen. Tatsächlich sind Männer nämlich eher auf traditionelle Adventskränze aus, während die Damen etwas mehr Mut zu Neuem beweisen.“

Step-by-Step-Anleitung: Adventsgesteck mit Tannenzapfen und Kugeln

Wir haben uns daraufhin entschieden, ein natürliches Adventsgesteck in Rosé- und Erdtönen mit vier Kerzen zu basteln.

Dafür benötigten wir: Einen rechteckigen Blumen-Untersatz, eine längliche Steckschwamm-Unterlage, etwa 20 bis 30 Efeunadeln, ein großes Stück Moos, vier Stumpenkerzen in schimmerndem Rosé, vier Drahtstäbe, ein Messer, eine Schneidezange, eine Heißklebepistole, einige Tannenzapfen, kleine Zweige von einer Silber-Zypresse und von echtem Wacholder, mittelgroße und kleine Weihnachtsbaumkugeln in Rosé und Braun (sowohl glänzend als auch matt) sowie einige Glitzersterne mit Drahtenden.

Dauer: für Anfänger etwa zwei bis drei Stunden.

Step 1: Die Steckschwamm-Unterlage zurechtschneiden und festkleben

Den Schwamm so zurechtschneiden, dass er mittig platziert von der Länge her genau auf den Untersatz passt. Wenn dieser zu kurz sein sollte, dann den Schwamm mit einem Messer einfach längs in zwei Hälften schneiden. Eine Seite dann mit einer Heißklebepistole auf den Untersatz kleben, von der zweiten das fehlende Stück der Länge abschneiden und es mit dem ersten Stück sowie mit dem Untersatz verkleben. Die Kanten des Steckschwammes mit dem Messer leicht abrunden, damit das Gesteck am Ende nicht zu kastenförmig wird. Nun haben Sie eine gleichmäßige, längliche Grundlage geschaffen, auf der sich die restlichen Teile feststecken und –kleben lassen.

Step 2: Den Steckschwamm mit Moos überziehen

Da der Schwamm natürlich bloß einen praktischen Zweck erfüllt, wird er nun mit frischem, weichem Moos kaschiert. Das Moos beim Überstülpen ruhig etwas auseinanderziehen, damit alle Ecken verdeckt sind. Nun das Moos mit Efeunadeln gut feststecken, sodass nichts mehr locker ist. Tipp von Olga Sirotin: Die Nadeln am besten schräg in das Moos schieben, sodass sie an keiner Seite austreten können oder bei zu niedrigem Untergrund nach oben herausragen.

Step 3: Die Kerzen andrahten und feststecken

Nun geht es darum, die Kerzen auf der Moos-Schwamm-Unterlage zu befestigen. Ein Vorab-Tipp von Olga Sirotin: Die Kerzen dabei am besten noch in der Folie lassen, um Kratzer am Wachs beim Arbeiten zu vermeiden. Die erste Kerze und einen der vier Drahtstäbe nehmen. Aus diesem werden nun drei Füßchen für die Kerze gemacht, die etwa 1,5 Zentimeter tief in Dreiecksform voneinander versetzt im Kerzenboden stecken sollen. Dafür das Stabende zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen und 1,5 Zentimeter Draht überstehen lassen. Das Ende dieses Stücks für etwa 5 bis 10 Sekunden über eine Kerzenflamme halten. Nun bis zum Daumen-Anschlag in den Kerzenboden stecken. Achtung: Nicht zu weit außen einstecken, sonst besteht die Gefahr, dass der Stab seitlich durch die Kerze bricht. Den restlichen Stab mit einer Schneidezange so kürzen, dass noch 8 bis 10 Zentimeter Draht aus der Kerze ragen.

Das Ganze nun noch zweimal machen, sodass die Kerze am Ende drei Füßchen hat. Dank dieser kann die Kerze jetzt im Moosboden festgesteckt werden. Diesen Arbeitsschritt mit den restlichen Kerzen wiederholen, sodass am Ende alle vier Kerzen gleichmäßig auf das Moos gesteckt sind. Die Folie kann jetzt von den Kerzen abgezogen werden.

Step 4: Größere Deko-Pieces wie Tannenzapfen und Zweige befestigen

Jetzt geht es an das eigentliche Verzieren. Auch hier vorab ein Tipp der Floristin: Die Dekoration sollte nicht zu hoch angebracht werden, um nicht mit dem brennenden Kerzendocht in Kontakt zu kommen.

Zunächst die Tannenzapfen am Moos befestigen. Dazu längs auf eine Seite des Zapfens Heißkleber geben und ihn am besten horizontal oder leicht schräg ankleben. Für eine gleichmäßige, aber nicht zu starre Anordnung: Die Zapfen in einer Dreiecksform aufkleben, also so versetzt voneinander, dass man sie mit einem Lineal zu einem Dreieck verbinden könnte. Anschließend die Zypressen- und Wacholderzweige um das Moosbett und die Kerzen legen und mit Efeunadeln feststecken. Das Moos sollte am Ende nicht mehr sichtbar sein.

Step 5: Letzte Deko-Details wie Kugeln und Sterne anbringen

Der krönende Abschluss: Die Kugeln werden am Ende mit Heißkleber benetzt und so zwischen den Zweigen angebracht. Zuerst die größeren Kugeln anbringen, dann verbleibende Lücken mit den kleineren Kugeln füllen. Auch bei diesem Schritt eignet sich eine Dreiecksform, sodass die Kugeln gleichmäßig verteilt sind. Zuletzt die Glitzersterne mit den Drahtenden als kleine Highlights zwischen die Zweige stecken.

Wir bedanken uns bei Olga Sirotin für die Profi-Tipps. In unserer Bildergalerie erfahren Sie anhand einiger Impressionen noch einmal Schritt für Schritt, wie Sie ein Adventsgesteck selbst basteln und weihnachtlich gestalten können.

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