Schlank trinken mit Almased und Co.: Macht Diät so noch Spaß?

am 22.06.2013 um 11:57 Uhr

„Und Sie können es auch!“ – Sie werden sich sicher noch an dieses Versprechen erinnern, das uns der sympathische „Der Preis ist heiß“-Moderator Harry Wijnvoord Mitte der 90er Jahre gab. Ob Slim Fast, WellMix oder auch Almased – abnehmen mithilfe eines speziellen Shakes gehört immer noch zu den beliebtesten Varianten im Kampf gegen überflüssige Pfunde. Ein Kampf, der allerdings zumindest geschmacklich sehr einseitig sein kann und sich die Frage stellt: Macht Diät so überhaupt noch Spaß? Unsere desired.de-Redakteurin Laura hat sich einmal im Freundeskreis umgehört.

Sie fragen sich besorgt, wie man beim Thema Diät überhaupt von Spaß reden kann? Ganz einfach: Durch tägliche Abwechslung und Freude am Zubereiten gesunder Nahrung, gefolgt von stetigen Erfolgen. Erfolge, die sich sicher auch mit der Zufuhr von Protein-Drinks wie Almased einstellen. Aber Geschmacksexplosionen sucht man hier doch vergebens, oder?

Morgens Almased – abends Almased

Vitalität, gute Laune, Immunabwehr und Anti-Aging – durch die Zufuhr der Almased-Shakes wird nicht nur das Gewicht reduziert, sondern auch der Körper in Form gebracht. Nach einem speziellen Plan, eingeteilt in vier Phasen, wird Almased morgens, mittags und/oder abends anstatt der entsprechenden Mahlzeiten eingenommen und soll dafür sorgen, dass sich für mehrere Stunden ein Sättigungsgefühl einstellt. Außerdem wird der Stoffwechsel angekurbelt und somit die Fettverbrennung beschleunigt. Klingt schon mal vielversprechend.

Doch ich erinnere mich an ein Gespräch unter Kollegen: „Meine Mama sagt, das schmeckt nach nichts.“ Und auch aus dem Freundeskreis war zu hören: „Es schmeckt nicht sonderlich gut. Es ist nur in einer Geschmacksrichtung zu kaufen und daher sehr eintönig.“ Was dazu führte, dass wiederum – wie sagt man so schön – die Freundin einer Freundin etwas Obst in den Drink mixte.

Aber: Der Feind jeder Diät, der Heißhunger, bleibt wohl aus: „Gesättigt hat es ganz gut. Vier Stunden waren vollkommen auszuhalten bis zum nächsten Drink. Was gut war: Der Heißhunger geht weg und das ziemlich schnell“, wurde mir berichtet.

Abwechslung – Verzweifelt gesucht?

Die ersten drei Tage heißt es morgens, mittags und abends Almased – lediglich eine selbst zubereitete Gemüsebrühe und natürlich jede Menge Wasser darf man zu sich nehmen. Hier empfiehlt es sich deshalb, das Almased-Programm am Wochenende zu starten, um vom Hunger getriebenen Streitigkeiten aus dem Weg zu gehen. Danach, in der sogenannten Reduktionsphase, kommt zumindest eine richtige Mahlzeit auf den Tisch. Praktischerweise finden sich dafür auf der Homepage jede Menge schmackhafte Rezepte. Aber auch hier lauten die Erfahrungsberichte: „Genüsslich abnehmen geht anders“. Vor allem auf lange Sicht gesehen: „Wenn man es länger macht, dann sollte man nur einige Mahlzeiten damit ersetzen. Bestmöglich abends. Daran kann man sich dann schon sehr gut gewöhnen.“

Der Blick auf die Waage

Zu allererst sei gesagt: Ohne Sport geht es auch hier nicht. Bewegung muss sein – nicht nur beim Abnehmen. Aber gerade dann sollten Sie darauf achten, dass Sie Ihren Körper mit aller Kraft unterstützen. Eine radikale Gewichtsreduktion ist sicher nur möglich, wenn man sich strikt an den Plan hält oder den sogenannten Bikini-Notfall-Plan über längere Zeiten ausdehnt. Lässt man es ein wenig lockerer angehen, kann sich das Ergebnis jedoch ebenfalls sehen lassen: „Bis jetzt habe ich acht Kilogramm abgenommen. Doch das innerhalb eines dreiviertel Jahres und mit dem Pulver nur als Begleitung morgens und manchmal abends. Ansonsten esse ich normal und treibe zwei bis drei Mal die Woche Sport. Jetzt halte ich mein Gewicht. Die harte Almased-Kur, bei der nur die Drinks getrunken werden, empfehle ich allerdings nur maximal eine Woche am Stück. Mehr habe ich ohne anderes Essen nicht ausgehalten, weil es auch einfach langweilig ist.“

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