Berlinale 2013: Amanda Seyfried stellt “Lovelace” vor

am 09.02.2013 um 16:41 Uhr

Bisher sah man die schöne Schauspielerin Amanda Seyfried eher in unschuldigen Rollen. Doch genau dieses Image wird sie nach ihrem neuesten Film sicherlich nicht mehr haben. „Lovelace“, das Biopic über die Porno-Darstellerin und spätere Feministin Linda Lovelace, kommt bei uns erst im Herbst in die Kinos. Im Rahmen der Panorama-Reihe der 63. Berlinale kamen Amanda, James Franco und Peter Sarsgaard aber jetzt schon mit „Lovelace“ im Gepäck in die deutsche Hauptstadt und standen der Presse Rede und Antwort. Auch die desired.de-Redakteurin Vanessa war für Sie vor Ort.

Vor elf Jahren verstarb Linda Boreman, besser bekannt unter ihrem Pseudonym Linda Lovelace. Bekannt wurde die New Yorkerin durch den Hardcore-Porno „Deep Throat“, der sie 1972 mit 23 Jahren zu einer Berühmtheit machte. Nur acht Jahre später trat sie dann einer Anti-Pornographie-Bewegung bei, schrieb ein Buch über die ausbeuterischen Machenschaften hinter den Kulissen der Porno-Industrie und hielt diverse Vorträge.

Amanda Seyfried in Berlin

Heute stellte die hübsche Schauspielerin Amanda Seyfried in einem frühlingshaften, orangenen Kleid gemeinsam mit den Co-Stars James Franco und Peter Sarsgaard das Biopic „Lovelace“ auf der Berlinale vor und verriet fast schon schüchtern: „Es ist ein Wendepunkt in meiner Karriere. Ich wollte jemanden spielen, den es wirklich mal gegeben hat. Ich wollte ihre Stimme sein, das hat mich sehr fasziniert.“ Mit dem vielen Nacktsein im Film habe sie keine Probleme gehabt: „Das hat mich gar nicht abgeschreckt, den Film zu machen. Es war ja nun mal nötig, um die Geschichte zu erzählen. Ich habe den Regisseuren da sehr vertraut.“

Während sich Amanda also vollkommen wohl gefühlt hat in ihrer Rolle, grübelte Peter Sarsgaard, der Lindas gewalttätigen Ehemann Cuck Taylor spielt, öfter mal. Er sagte auf der offiziellen Pressekonferenz: „Aus persönlichen Gründen habe ich mich innerlich oft gegen die Rolle gesträubt. Ich wollte ihr lieber Blumen bringen, das Bett machen und Tee kochen. Wir haben alle Licht und Schatten in uns und diese Figur hat sehr viel Dunkles.“

James Franco als Hugh Hefner

James Franco, der insgesamt drei Filme auf der Berlinale vorstellt, porträtiert in dem Biopic den jungen Hugh Hefner. Auf die Frage hin, wo es Überschneidungen zwischen Hef und ihm gäbe, antwortete er mit einem verschmitzten Lächeln: „Ich arbeite viel wie Hefner. Ich habe auch schon viele Interviews für den Playboy gemacht. Das bringt uns schon näher zusammen. Aber ich habe keine große Villa“, woraufhin Amanda nur hinzufügen konnte: „Aber ein Ladies‘ Man ist er schon.“

Es ist ein Film über eine Frau, die zwar durch ihre Karriere und ihr feministisches Leben als Antwort auf diese Karriere sehr speziell ist und dennoch für viele Frauen ein Vorbild darstellt und die Stimme einer Generation war. „Lovelace“ kommt im Herbst in unsere Kinos.

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