Karriere

Die Kunst der Anerkennung: So loben Sie richtig

am 24.02.2016 um 16:04 Uhr

Im Büroalltag gilt oft die Devise: Die Abwesenheit von Kritik ist Anerkennung genug. Dabei wissen wir eigentlich alle, dass ein ernst gemeintes Lob wirklich gut tut und leider viel zu selten ausgesprochen wird. Doch jemanden richtig zu loben, gestaltet sich oft schwieriger als gedacht. Wir verraten Ihnen hier und in der Bildergalerie , warum die regelmäßige Anerkennung so wichtig ist und wie ein gutes Lob ehrlich formuliert und überbracht wird.

Ein Lob oder ernst gemeintes Kompliment macht den Gelobten nicht nur glücklich, sondern wirkt sich auch positiv auf das Selbstbewusstsein aus. Langfristig gesehen, kann die richtige Form des Lobens Menschen motivieren und zu einer Produktivitätssteigerung führen.

Warum ist Loben so wichtig?

Klar, wir freuen uns über ein ernst gemeintes Lob. Doch leider vergessen wir im Alltag viel zu Oft unseren Mitmenschen oder Kollegen auch mal ein Kompliment zu machen. Im Beruf würdigt ehrliche Anerkennung die geleistete Arbeit, gibt den Mitarbeitern Bestätigung und motiviert sie zu weiteren Leistungen. Deshalb bringt ein Lob meist mehr als Tadel und führt sogar dazu, dass sich das Verhalten dauerhaft positiv verändert. Es ist außerdem wissenschaftlich bewiesen, dass regelmäßiges Loben die Angestellten vor übermäßigem Stress bewahrt.

So loben Sie Mitarbeiter und Kollegen richtig

#Ehrlichkeit: Es muss eindeutig klar werden, womit der Gelobte die Anerkennung verdient hat. Dabei sollten Sie jedoch unbedingt bei der Wahrheit bleiben und nichts unnötig ausschmücken oder übertreiben. Denn nur ein ernst gemeintes und spezifisches Lob entfaltet beim Empfänger die richtige Wirkung.

#Emotionalität: Bei einem Lob wirken Gefühle oft stärker als rationale Argumente. Deshalb ist es für die Glaubwürdigkeit von entscheidender Bedeutung, dass die echte Begeisterung des Lobenden spürbar ist. Es ist zudem wichtig, dass sich die Gesprächspartner auf Augenhöhe begegnen. Sie sollten außerdem von jeglicher Art der Relativierung absehen, denn schon die kleinste Kritik degradiert in diesem Fall das ganze Lob.

Nutzen Sie das Lob als sanfte Manipulation

1. Zeigen sie ehrliches Interesse an dem, was der andere leistet oder erreichen will und stellen Sie gezielte Fragen um dieses Interesse glaubhaft zu übermitteln. Sprechen Sie Ihre Bewunderung aus und formulieren Sie ein ehrliches Lob.

2. Schätzen Sie im wahrsten Sinne des Wortes den Wert der Arbeit und betonen Sie die große Bedeutung dieser. Wenn Sie die geleistete Arbeit dann auch noch öffentlich wert schätzen, steigert das sofort das Selbstbewusstsein des Kollegen und weckt neuen Enthusiasmus.

3. Eine subtile Art des Lobes, ist die Frage nach einem Ratschlag. Niemand wird dieser Nachfrage wiederstehen können, sein Wissen weiterzugeben. Denn der Gelobte hat das Gefühl, dass sein Wissen durch Sie wertgeschätzt und weiter getragen wird.

Wie sollten Sie auf ein Lob reagieren?

Die Reaktionen der Empfänger machen es oft schwer, ein ernst gemeintes Lob auszusprechen. Denn seit der Kindheit wird das Loben oft mit einem Handel gleich gesetzt: Leistung gegen Lob. So haben viele Menschen das Gefühl, es ginge nicht darum wer sie sind, sondern nur darum wie sie sind. Entsprechend skeptisch sind wir dann oft auch Komplimenten gegenüber. Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht verunsichert oder beschämt darauf reagiert. Frauen neigen außerdem leider viel zu oft dazu, Komplimente zu relativieren, sodass irgendwann auch der Kollege oder der Chef denkt, die geleistete Arbeit wäre selbstverständlich. Nehmen Sie Komplimente also lieber freundlich und dankbar an und versuchen Sie daraus positive Energie zu ziehen. So fühlt sich der Lobende bestätigt und sicherer und wird Ihnen das nächste Lob noch lieber aussprechen.

Erfahren Sie nun, wie Sie richtig loben und wie Sie selbst Komplimente annehmen sollten .

Kommentare


Luxus: Mehr Artikel