Porträt

Zwischen Familie, sozialem Engagement und rotem Teppich: Angelina Jolie im desired.de Close-up

am 20.11.2014 um 17:11 Uhr

„Kenne deine Rechte”, „Ein Gebet für jene mit wilden Herzen, die in Käfigen gehalten werden“, „Mögen deine Feinde vor dir Reißaus nehmen“, „Was mich erhält, zerstört mich auch“ und sämtliche Geburtsort-Koordinaten ihrer sechs Kinder sowie ihrer großen Liebe Brad Pitt: Alleine ihre zahlreichen Tätowierungen verraten viel über das Leben der mittlerweile 39-jährigen Angelina Jolie. Sie hatte ein spannendes, bewegtes Leben voller Hochs und Tiefs, Skandale, aber auch voller Glück und Liebe. Was sie vor allem in den letzten Jahren definiert und antreibt, ist ihr selbstloser, humanitärer Einsatz: Seit 2001 ist sie als UNHCR-Sonderbotschafterin in den Krisenherden der Welt unterwegs. 2003 war sie die erste Preisträgerin des neu geschaffenen „Citizen of the World Award“ des Verbandes der UNO-Korrespondenten, 2005 erhielt sie den „Global Humanitarian Award“ von der UNA-USA, einer amerikanischen Einrichtung zur Unterstützung der UNO. Im November 2013 wurde Jolie bei den Governors Awards in Los Angeles mit dem „Jean Hersholt Humanitarian Award“, eher bekannt als dem „Ehrenoscar“, für ihr humanitäres Engagement u. a. als Sondergesandte des UN-Flüchtlingshochkommissariats, ausgezeichnet. 2014 erhielt sie eine der höchsten Ehrungen überhaupt: Königin Elizabeth II. überreichte der Menschenrechtlerin den Orden der „Honorary Dame Commander“ des „Most Distinguished Order of St. Michael and St. George“ – ein britischer Verdienstorden, der Jolie quasi in den Ritterstand erhob. Ihr Bestreben und soziales Engagement ist für Jolie dabei schon immer mehr gewesen als das übliche ‚Charity Hobby‘ einer gelangweilten High-Society-Dame, das echten Aktivisten nur ein müdes Lächeln abringt. Wir werfen hier und in unserer Bildergalerie im Rahmen unseres desired.de Close-ups einen ausführlichen Blick auf das ereignisreiche, engagierte und nicht selten auch chaotische Leben einer unglaublich mutigen und starken Frau.

Egal, ob sie sich ihren Filmen, ihrer Familie oder ihrer Philanthropie widmet, Angelina Jolie war niemals eine Frau für halbe Sachen. Die tiefverankerte Angst vor einem nur halb ausgekosteten Leben, das war schon immer ihre größte Angst: „Ich habe schon sehr jung begriffen, dass ein Leben, das nicht das volle Potential ausschöpft, in dem man nicht experimentiert, auch mal Angst hat oder zweifelt, ein miserables Leben ist!“ gestand sie erst kürzlich in einem Interview mit der amerikanischen Elle. Der einzige Weg, glücklich zu sein, bedeutet für Jolie also sich treu zu bleiben, sich auf seinem Lebensweg zu akzeptieren, auch wenn es bedeutet, sich von traditionellen oder sicheren Grenzen fortzubewegen. Wirft man einen Blick auf ihr bisheriges Leben, kann man mit Bestimmtheit sagen, dass sie ihrem Lebensmotto zumindest bis dato treu geblieben ist.

Von Einsamkeit, dem Wunsch, aus dem Schatten des Vaters zu treten und ersten Ehen

Angelina Jolie Voight wurde am 4. Juni 1975 als Tochter des Oscar-Preisträgers Jon Voight und der Schauspielerin Marcheline Bertrand in Los Angeles geboren. Die Schauspielerei wurde ihr also sprichwörtlich in die Wiege gelegt: Ihre erste Spielfilmerfahrung sammelte sie bereits im Alter von fünf Jahren an der Seite ihrer Eltern in “Lookin’ To Get Out”, einem Spielfilm aus dem Jahre 1982. Mit elf Jahren besuchte Angelina dann das renommierte Lee Strasberg Theatre Institut und wirkte erfolgreich an einigen Bühnenstücken mit. Zu dieser Zeit legte sie auch den Nachnamen Voight ihres berühmten Vaters ab, sie wollte auf eigenen Beinen stehen. Nach der frühen Trennung ihrer Eltern wuchs Angelina mit ihrem zwei Jahre älteren Bruder James Haven bei ihrer Mutter auf und hatte sowieso schon früh ein schwieriges Verhältnis zur strengen Vaterfigur. Die Familie reiste viel und pendelte zwischen London, New York und Los Angeles. Die Trennung der Eltern hinterließ an der jungen Angelina ihre Spuren, sie litt früh an Depressionen, begann sich zurück zu ziehen und sogar sich selbst zu verletzen. Die Ironie des Schicksals war, dass gerade ihre relativ unglückliche Kindheit, die sie zu einer störrischen, unkonventionellen, wilden jungen Frau heranwachsen ließ, schnell zu ihrem Markenzeichen avancierte. Sie war unberechenbar, wild, exotisch und hatte diese gewisse „Carefree“-Attitüde.

Heute sagte sie dazu ganz offen in einem Interview mit der Elle, dass der Tumult ihrer jungen Jahre oft fehlinterpretiert wurde, als ein Akt der Rebellion: „Aber ehrlich gesagt war es kein destruktiver oder rebellischer Akt, sondern ein innerer Drang, eine volle Stimme zu finden, mich aus dem Käfig zu befreien, in dem ich mich eingeschlossen fühlte.

Ich wollte frei sein. Und wenn du dich dann auch noch fühlst, als würdest du in ein anderes Leben gedrängt werden, dann beginnst du dich dagegen zu wenden.

Es mag von außen vielleicht seltsam wirken und falsch interpretiert werden, aber im Grunde genommen, habe ich nur versucht herauszufinden, wer ich wirklich bin.“

„Gia“, frühe Karriereerfolge und zwei Skandal-Ehen

Im Alter von 16 Jahren arbeitete Angelina Jolie als Model und besuchte weiterhin einige Filmkurse an der Universität von New York. Als sie nach Los Angeles zurückkehrte, kam ihre Karriere so langsam ins Rollen. 1993 bekam sie ihre erste größere Rolle in Cyborg II, 1995 folgte der vor allem bei Teenagern sehr beliebte Film „Hackers“, bei dessen Dreharbeiten sie den Schauspieler Johnny Lee Miller kennenlernte. Die beiden hatten sofort einen Draht zueinander und heirateten am 28. März 1996. Die Hochzeit sorgte für große Aufregung, weil Angelina ein T-Shirt trug, auf dem sie mit ihrem Blut den Namen ihres Mannes geschrieben hatte, eine Aktion, die man für die damalige Zeit wohl als „typisch Angie!“ verbuchen konnte. Die Ehe dauerte wenig überraschend nur 19 Monate.

Im Jahr 1997 machte sie wieder von sich reden, als sie für ihre Rolle in “George Wallace” mit dem Golden Globe ausgezeichnet wurde. Viel beachtet war auch ihre Darstellung des an Aids erkrankten, drogenabhängigen und bisexuellen Supermodels Gia Marie Curangi in “Gia”, für die sie 1998 ebenfalls mit einem Golden Globe, einem Golden Satellite und einem Screen Actors Guild ausgezeichnet wurde. Ihren zweiten Ehemann, den als Bad Boy verschrienen Billy Bob Thornton, lernte sie 1999 ebenfalls bei Dreharbeiten zu „Pushing Tin“ kennen. Die beiden als exzentrisch geltenden Schauspieler heirateten im Frühjahr 2000 – und auch hier war wieder Blut mit im Spiel: Dass Jolie Thorntons Blut in einer Ampulle um den Hals trug, machte wieder einmal fast mehr Schlagzeilen als die Hochzeit selbst.

Durchbruch auf allen Ebenen: „Girl Interrupted“ und der Beginn von „Brangelina“

Das Jahr 2000 war maßgeblich für den Durchbruch der Schauspielerin verantwortlich: Für ihre Rolle in dem Drama „Girl, Interrupted“ bekam Angelina Jolie ziemlich überraschend einen Oscar für die beste Nebenrolle. Ein Jahr danach folgte der internationale Ruhm und Jolies endgültiger Aufstieg zum Sex-Symbol der Nuller Jahre: Als sexy Lara Croft kämpfte sich Jolie mit wildem Sexappeal, eiserner Entschlossenheit und eingenähten Brustkissen in der Größe Doppel-D durch den actionreichen Streifen. Das Jahr 2005 brachte der Schauspielerin dann nicht nur ihren bis heute größten, kommerziellen Erfolg, sondern veränderte ihr Leben auch von Grund auf: Der Film „Mr. & Mrs. Smith“ erzählt die Geschichte von zwei gelangweilten Eheleuten, die herausfinden, dass sie beide ein Doppelleben als Profikiller führen. Jolie spielte die Rolle der Agentin Jane Smith und lernte am Set ihren zukünftigen Ehemann, Lebenspartner und Seelenverwandten kennen – Brad Pitt! Heute sind die beiden als Dreamteam mit dem Namen „Brangelina“ unzertrennlich, doch ihre frühe Beziehung musste zu Beginn so einige Skandale wegstecken, vor allem, weil Brad – wir erinnern uns noch dunkel –  zu dieser Zeit noch mit dem Hollywood-Darling Jennifer Aniston verheiratet war. Heute spricht Jolie ganz offen von der „Liebe ihres Lebens“, damals machten die beiden monatelang ein Geheimnis aus ihrer Beziehung. In einem Interview mit der Vanity Fair sagte Jolie kürzlich über die Beziehung zu ihrem Brad:

„Nach all diesen Jahren haben Brad und ich ‘Geschichte’ – und wenn man viel Geschichte mit jemandem hat, dann wird man zu Freunden in einem solchen wahren, tiefen Verständnis, dass man einen unendlichen Trost, Erleichterung und tiefe Liebe empfindet, die daher kommt, dass man schon so viel zusammen erlebt hat.“

Familienglück und Märchenhochzeit

„Ich hätte niemals zu hoffen gewagt, dass ich einmal Kinder haben würde, ich habe niemals geglaubt, wahrhaft lieben zu können oder den Richtigen zu treffen. Aufgewachsen in einer zerbrochenen Familie, glaubt man solche Dinge kommen nur in Märchen vor und du schaust dich danach schon gar nicht mehr um.“
Dies vertraute Jolie der Journalistin Maggie Bullock an. Wir von desired.de sind froh, dass sich all diese Dinge doch noch erfüllten ließen. Denn, wenn die Familie Jolie-Pitt eine Vorbildfunktion hat, die auch anderen hoffnungslosen Fällen Mut machen kann, dann ist es wohl das Modell der perfekt funktionierenden Patchwork-Familie: Im Dezember 2005 stellte Brad Pitt einen Adoptionsantrag für Jolies Adoptivkinder Maddox (aus Kambodscha) und Zahara (aus Äthiopien). 2006 bekamen Jolie und Pitt ihre erste gemeinsame, leibliche Tochter Shiloh, ein Jahr später adoptierten sie ihren Sohn Pax Thien (aus Vietnam). Mit der Geburt der leiblichen Zwillinge Knox Leon und Vivienne Marcheline im Juli 2008 bekam die Hollywood-Großfamilie ihren bisher letzten Zuwachs. Auch die Märchenhochzeit, die nach einer jahrelangen Verlobung niemand mehr so richtig erwartet hatte, sollte am 23 August 2014 Wirklichkeit werden: Die heimlichen Feierlichkeiten fanden auf ihrem Weingut, Château Miraval, in der Provence unter malerischen Olivenbäumen statt, ein kalifornischer Richter führte die Trauung durch, während die gesamte Familie in den Ablauf der Zeremonie mit eingebunden war. Jolie wurde von ihren ältesten Söhnen Maddox und Pax zum Altar geführt, die Töchter Zahara und Vivienne schritten als Blumenmädchen voran, während Shiloh und Knox die Ringe trugen – die Hochzeit als eine Zelebration der ganzen Familie! Auch das Brautkleid stand metaphorisch für diesen Zusammenhalt: Bunte, kreativer Zeichnungen der sechsköpfigen Rasselbande Jolie-Pitt waren kunstvoll auf den den Schleier in Form von Stickereien auf den Seidensatin übertragen worden. In einem Interview mit der amerikanischen Vanity Fair sagte Angelina, dass es ohne ihre Kinder diese Traumhochzeit vielleicht gar nicht gegeben hätte. Sie waren es, die Brad und sie zur Hochzeit gedrängt und sogar die Ehe-Gelübde verfasst haben. „Die Kinder sagten, sie erwarten gar nicht, dass wir uns niemals streiten werden“, lachte die frischgebackene Ehefrau, „aber sie nahmen uns das Gelübde ab, dass wir „Entschuldigung“ sagen, falls es doch mal passiert. Wollt ihr das?, fragten sie uns vor dem Altar und wir antworteten: Ja, wir wollen!“  Bei dieser tatkräftigen, herzlichen Unterstützung kann man tatsächlich nur auf ein langes Eheleben gespannt sein.

So gar kein Hobby: Soziales Engagement als Lebensaufgabe

Ein weiterer, wichtiger Teil ihres Lebens spielt für Angelina Jolie weit fernab von roten Teppichen, Versace-Kleidern und Blitzlicht-Gewittern. Als eine Sonderbotschafterin der „United Nations High Comissioner For Refugees“ setzt sie sich seit nun 14 Jahren für die Rechte von Flüchtlingen ein – und das weltweit. In diesem letzten Jahrzehnt ist sie auf mehr als 50 Missionen gereist, saß in Flüchtlingsheimen, auf dem Boden, im Dreck, im Schlamm, immer ihr Notizbuch in der Hand, immer bereit, alles aufzunehmen und weiter zu lernen. IRIN, einer Plattform für humanitäre News und Analysen, erzählte sie, wie sie damals im Jahre 2001 überhaupt dazu kam, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen: „Ich war schon immer sehr fasziniert von den Vereinten Nationen gewesen und so besorgte ich mir eines Tages ein Buch zur Organisation und saß plötzlich da, die ganze Nacht lang, und habe besonders das Kapitel über den Flüchtlingskampf gelesen – mehrmals! Als erwachsene Frau wurde mir das erste Mal richtig bewusst, was ein Flüchtling wirklich ist, dass es mehr als 20 Millionen Flüchtlinge auf der Welt gibt, und, dass 50 Prozent dieser Menschen unter 18 Jahre alt sind. Ich konnte nicht glauben, wie es mir hat passieren können, dass dies während meines bisherigen Lebens so spurlos an mir vorbeigegangen war. Also rief ich die UNHCR in Washington an! Die dachten natürlich, ich sei völlig verrückt geworden, aber ich gab nicht nach. Ich flog nach Washington, stellte Fragen, wollte lernen. Und so kam es, dass die Organisation befand, ich solle auf meine erste Mission, nach Sierra Leone, gehen und sehen, ob ich all dem standhalten könne. Meine ersten zwei Reisen wurden aus dem Grund auch geheim gehalten, weil ich mir zuerst zu 100 Prozent sicher sein wollte, das ich weiß, was ich da tue.“Mittlerweile, rund eine Dekade später, ist Angelina für ihr humanitäres Engagement hoch angesehen und es ist längst klar, dass es für die sechsfache Mutter nicht nur irgendein Charity-Hobby mit dankbar positiver Presse ist, sondern wirklich eine Herzensangelegenheit. Jolie hat sich einen Namen gemacht – auch dafür, hart im Nehmen zu sein: „Angelina ist keine Heulsuse“, sagte die Journalistin und UNHCR-Konsultantin Janine di Giovanni über sie. „Ich habe sie oft auf ihren Missionen in diversen Konflikt-Zonen gesehen, und wenn ich etwas bemerkt habe, dann, dass sie Null Diva-Gehabe an den Tag legt. Bei Meetings war sie immer zu früh da, saß still an ihrem Platz, immer ein Notizbuch zur Hand, und niemals mit Entourage. Sie reist mit einem Rucksack, ist freundlich, professionell. Ich habe sie sich niemals beschweren gehört, dass sie müde sei, oder es ihr nicht gut gehe.“ Wenn man den neusten Angaben Jolies glaubt, dann hat diese bereits geplant, ihre Schauspiel-Karriere gänzlich aufzugeben und Hollywood den Rücken zu kehren. Bereits in der letztjährigen Dezember-Ausgabe der Vanity Fair deutete Jolie an, sie sei durchaus offen für eine politische und humanitäre Karriere:

„Wenn du seit vielen Jahren als humanitäre Botschafterin arbeitest, muss dir bewusst werden, dass Politik einfach im Fokus steht. Wenn du wirklich eine extreme Veränderung erwirken willst, dann hast du Verantwortung. Ich weiß mittlerweile wirklich nicht mehr, in welcher Rolle ich mehr bewirken könnte. Ich zweifle an meiner Schauspielkarriere.“

Nun sagte sie erst kürzlich im November 2014 dem Magazin Dujour, sie wolle das Schauspielen gänzlich an den Nagel hängen. „Ich habe mich als Schauspielerin nie wirklich wohl gefühlt und es niemals geliebt, vor der Kamera zu stehen.“ Ob sich die Philanthropin tatsächlich von nun an gänzlich auf ihre sozialen Engagements und wenige ausgewählte Regie-Projekte konzentrieren wird, bleibt dahingestellt. Klar ist aber, dass sie wohl alles, was sie sich bisher vorgenommen hat, auch eisern durchzog. Wir dürfen also gespannt bleiben, wohin es Mrs. Jolie-Pitt auf ihren Wegen noch hin verschlägt.

Ein Kampf der etwas anderen Art: Jolies mutige Vorsorge gegen Brustkrebs

Auch dies war ein signifikantes Ereignis im Leben unseres desired.de Close-ups, das nicht unerwähnt bleiben darf: Aus Angst vor einer Krebserkrankung hatte sich Jolie im Mai 2013 dazu entschieden, sich vorsorglich beide Brüste abnehmen zu lassen. Mutig und voller Selbstvertrauen wandte sie sich anschließend mit einem offenen Brief in der New York Times an die Öffentlichkeit. Sie habe sich für den Eingriff entschieden, weil sie ein Gen in sich trage, das ihr Risiko für Brustkrebs erhöhe, schrieb sie und eröffnete den Text mit dem Gedanken an ihre verstorbene Mutter: „Meine Mutter kämpfte über eine Dekade lang an gegen den Krebs und starb mit 56. Sie hielt lang genug durch, um ihre ersten Enkelkinder kennenzulernen und sie in ihre Arme zu schließen. Meine anderen Kindern aber werden niemals die Chance bekommen, ihre Oma kennenzulernen und zu erfahren, wie wundervoll sie war.“ Sie habe nach Einschätzung ihrer Ärzte ein Brustkrebsrisiko von 87 Prozent und ein Eierstockkrebsrisiko von 50 Prozent, erklärte sie weiter, auch wenn die tatsächliche Gefahr von Frau zu Frau variiere. Doch auch diese Lebenskrise beweist, das Angelina eine Überlebenskünstlerin und Kämpfernatur ist. Anstatt sich in Selbstmitleid oder gar Zweifeln zu verlieren, ließ sie sich nicht entmutigen und fand zu einer neuen Stärke. Jolie schloss den öffentlichen Brief mit folgenden Worten:

„Das Leben bringt viele Herausforderungen. Die, vor denen man keine Angst haben sollte, sind die, die wir uns zu eigen und unter Kontrolle bringen können.“

Darum liebt desired.de Angelina Jolie:

Angelina Jolie, auf den ersten Blick ein typischer Hollywood-Star mit perfektem Lächeln, ist auf den zweiten Blick vielleicht sogar eine der am engagiertesten, mutigsten und selbstlosesten Schauspielerinnen Amerikas. Von der Presse manchmal zynisch als neue „Mutter Theresa“ betitelt, lässt sie sich von ihren Zielen jedoch nicht abbringen. Sie nutzt zwar ihren Bekanntheitsgrad als Schauspielerin für ihre Zwecke als UN-Flüchtlingsbotschafterin, erwartet aber keine Sonderbehandlung. Jolie ist fokussiert bei allem, was sie tut, hart im Nehmen, aufmerksam und leidenschaftlich engagiert. Egal, welchen Weg die sechsfache Mutter in Zukunft einschlagen wird, wir sind uns sicher, sie wird es mit Herzblut und Kompromisslosigkeit tun.

Impressionen zum Leben der Schauspielerin, Mutter, Botschafterin und Regisseurin Angelina Jolie finden Sie hier in unserer Bildergalerie.

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