Porträt

Anne Hathaway: Die Hollywood-Schauspielerin im desired.de Close-up

am 05.10.2015 um 15:14 Uhr

Mal wird sie gefeiert, mal bricht ein Shitstorm gegen sie los, aber eines lässt sich nicht abstreiten: Anne Hathaway feiert seit 14 Jahren einen Kino-Erfolg nach dem anderen. Nachdem sie in „Der Teufel trägt Prada“ 2006 noch die schüchterne Mode-Assistentin von Meryl Streep als herrischer Chefredakteurin spielte, ist sie gerade selbst als gestresste Mode-Chefin in ihrem neuesten Film „Man lernt nie aus“ an der Seite von Robert DeNiro zu sehen. Quasi ein beruflicher Aufstieg, den sie jedoch nicht nur filmisch hinlegt, sondern auch im realen Leben: Über die Jahre hat sich die 32-Jährige als Hollywood-Größe etabliert. Erfahren Sie in unserem desired.de Close-up hier und in der Bildergalerie mehr zum Leben von Anne Hathaway und warum sie trotz größter Erfolge schon einiges an Kritik einstecken musste.

Die unschuldigen Teenie-Zeiten von „Plötzlich Prinzessin“ sind lange vorbei: Mittlerweile hat sich Anne Hathaway als facettenreiche Schauspielerin in Komödien ebenso wie in dramatischen Filmen bewiesen und ist aus der Schauspielriege in Hollywood nicht mehr wegzudenken. Doch es hätte auch anders kommen können: Die junge Anne Hathaway hatte nämlich zunächst einen ganz anderen, frommen Berufswunsch.

Berufsträumereien: Von der Nonne zur Schauspielerin

Anne Jacqueline Hathaway wurde am 12. November 1982 in Brooklyn in New York geboren. Während ihr Vater als Anwalt arbeitete, war ihre Mutter Schauspielerin – eine Leidenschaft und Berufung, die sie an ihre Tochter weitervererbte.

Doch ehe sie ihre Hollywood-Karriere startete, kam ihr erst einmal ein ganz anderer Berufswunsch in den Sinn: Durch ihre streng katholische Erziehung wollte sie zunächst einmal Nonne werden.

„Als ich 11 Jahre alt war, fühlte ich mich von Gott dazu berufen, Nonne zu werden.“

Mit 15 änderte sich ihre Einstellung zum Glauben und zu ihren Berufswünschen allerdings, als sich ihr Bruder als schwul outete, wodurch sie sich von der Kirche und deren Ansichten über Homosexualität distanzierte.

Schon in der High School engagierte sie sich in Theaterstücken und trat im Staatstheater von New Jersey auf. Danach studierte Hathaway sowohl einige Semester Englisch als auch Schauspiel an der „American Academy of Dramatic Arts“ in New York und trat danach in vielen Bühnenstücken auf, unter anderem in der altehrwürdigen Carnegie Hall in Manhattan.

Everybody’s Darling: Teenie-Star und Rollenvorbild

Mit gerade einmal 16 Jahren wurde Anne Hathaway für die kurzlebige Fernsehserie „Get real“ gecastet und setzte damit zum ersten Mal als Schauspielerin Fuß vor einer Kamera. Ihren Durchbruch im Kino schaffte sie dann 2001: In „Plötzlich Prinzessin“ spielt sie an der Seite von Hollywood-Ikone Julie Andrews die Hauptrolle der Mia Thermopolis, einem Mädchen, das erfährt, dass es eigentlich adelig ist und Herrscherin über ein kleines Land werden soll. Für ihre Rolle gewann sie viele Sympathien und positive Kritiken, der Film wurde zum Kassenschlager.

Über die nächsten Jahre spielte Anne Hathaway vermehrt in Familienfilmen mit und bekam schnell den Stempel als Vorbild für junge Mädchen aufgedrückt. 2004 startete die Fortsetzung von „Plötzlich Prinzessin“ trotz vermehrt negativer Kritiken erfolgreich in den Kinos.

Erfolgswelle dank facettenreicher Rollen

Doch wie andere Teeniestars wuchs auch Anne Hathaway so langsam aus den Schuhen der ewigen „Mia Thermopolis“ heraus und wandte sich von nun an einer breiteren Palette an Genres zu. So spielte sie 2005 beispielsweise im hochgelobten Cowboy-Drama „Brokeback Mountain“ mit und bekam dafür lobende Kritiken. 2006 folgte mit „Der Teufel trägt Prada“ wieder eine lockere Komödie, in der sie neben Emily Blunt und ihrem großen Idol Meryl Streep zu sehen war und für die sie sich gemeinsam mit ihrer Co-Darstellerin Emily Blunt extra einer strengen Diät unterzog, um der Rolle als Fashion-Assistentin einer herrischen Chefredakteurin eines Modemagazins gerecht zu werden.

„Emily Blunt und ich hingen die ganze Zeit weinend aneinander, weil wir so hungrig waren.“

2007 spielte sie in „Becoming Jane“ dann die historische Rolle der englischen Autorin Jane Austen. Für die Rolle einer Alkoholkranken in „Rachels Hochzeit“ wurde Anne Hathaway sowohl für den Golden Globe Award als auch für den Oscar nominiert. Mit facettenreichen Rollen ging es auch die nächsten Jahre noch weiter und Anne Hathaway bewies damit immer wieder, wie wandelbar sie ist. Nach der Komödie „Bridewars“ an der Seite von Kate Hudson spielte sie in Tim Burtons „Alice im Wunderland“ die etwas verquere Rolle der weißen Königin. Große Erfolge verbuchte sie 2012 dann mit „The Dark Knight Rises“ und „Les Misérables“. Während sie sich für ihre Rolle als Catwoman exzessiv in Martials Arts übte, musste sie für ihre Rolle als Fantine im Musical-Film über 11 Kilo herunterhungern und sich ihre lange, braune Mähne raspelkurz schneiden. Was für andere eine einschneidende Veränderung wäre, sieht Hathaway als Privileg:

„Es fühlt sich nicht an wie ein Opfer. Ich liebe meinen Beruf und solche Veränderungen gehören für mich zu den schönsten Seiten davon.“

Und die Anstrengungen zahlten sich aus: Über 30 Preise bekam sie für ihren prägnanten Auftritt, unter anderem einen Golden Globe und den Oscar als beste Nebendarstellerin. So sprang Anne Hathaway über die Jahre von einem erfolgreichen Filmprojekt zum anderen. Auch die Fashion- und Beauty-Welt eroberte sie in Form von Werbekampagnen für den Beauty-Konzern Lancôme und das italienische Label Tod’s. Die Glückssträhne erfuhr jedoch 2013 einen abrupten, negativen Einschnitt, der sich bis heute nicht so recht erklären lassen will.

„Hathahaters“: Vom Liebling zum Shitstorm-Opfer

Ihre Art als Schauspielerin, ihr privates Auftreten, ihr Modegeschmack, ja sogar ihr Aussehen: Plötzlich gab es scheinbar nichts mehr, was die sogenannten „Hathahaters“ nicht an Anne Hathaway störte. Alles, was sie sagt, wirke einstudiert, sie sei zu verbissen, zu streberhaft. Und dann ihre Kleiderwahl auf dem roten Teppich: Bei den Oscars 2013 hätte man deutlich ihre Brustwarzen gesehen, Skandal! Eigentlich handelte es sich dabei nur um die Abnäher ihres Prada-Kleides, aber ist die Aufregung einmal losgetreten… Und nicht zuletzt regen ihre großen Zähne auf, mit denen sie perfekt in die Kameras lächelt. Aus der Hasswelle wurde ein regelrechter Tsunami, dem sich die Schauspielerin hilflos gegenüber sah und wegen dem sie sich schließlich für jeden kleinsten (Nicht-)Fauxpas zu rechtfertigen versuchte. Schließlich wurde es etwas stiller um sie. In einem Interview mit der amerikanischen Harper’s Bazaar sprach sie über ihre Gefühle zu diesem Shitstorm:

„Ich war schockiert, fühlte mich geschlagen und bloßgestellt. Noch heute kann ich die Scham fühlen.“

Wegen der andauernden Negativ-Kommentare blieben sogar Filmangebote aus, weil sich Regisseure nicht trauten, Hathaway wegen dem angeknacksten Image zu engagieren. Es war also Zeit, Gras über die Sache wachsen zu lassen und so zog sich Hathaway aus dem Licht der Öffentlichkeit etwas zurück.

Hinfallen, aufstehen, Krone richten und weitergehen

Wie einst ihre Rolle in „Plötzlich Prinzessin“ mit Rückschlägen kämpfen musste, besann sich aber auch Anne Hathaway wieder auf ihren beruflichen Erfolg und konnte diesen 2014 mit dem Film „Interstellar“ an der Seite von Matthew McConaughey und Jessica Chastain auch tatsächlich fortsetzen. Ihren Hatern nahm sie mit einer ganzen Reihe an lustigen, aber auch reumütigen Fernsehauftritten den Wind aus den Segeln. Auch wenn sie hier und da noch einige Spitzen einstecken muss, zum Beispiel für ihre Outfit-Wahl, konnte sie sich rehabilitieren.

Was ihr gewiss auch eine große Hilfe war, ist ihre Beziehung mit Schauspieler Adam Shulman, die sie seit 2008 führt. Seit 2012 sind die beiden verheiratet. In einem Interview mit der britischen Harper’s Bazaar schwärmte Anne Hathaway: „Die Liebe, die ich für Adam empfinde, hilft mir, anderen mehr zu vertrauen und zu erkennen, wer ich bin.“

Darum liebt desired.de Anne Hathaway:

Jeder von uns musste sicherlich schon einmal Kritik einstecken, doch wenn dies in aller Öffentlichkeit und gleich durch eine ganze Masse an Menschen passiert, dann ist es ein besonders harter Schlag, den man nicht so leicht wegsteckt. Anne Hathaway ließ sich trotz der ständigen Mäkeleien und Anfeindungen, die sie in ihrer Karriere erfahren musste, nicht unterkriegen und beweist bis heute, wie sehr ihr ihre Karriere am Herzen liegt. In der Talkshow von Ellen DeGeneres resümierte sie im vergangenen Jahr: „Ich bin an einem Punkt angekommen, an dem ich viel Liebe und Mitgefühl für andere empfinden kann, am besten ist aber, dass ich das auch für mich selbst kann, was ich vorher niemals konnte.“ Wir lernen also: Ehrgeiz, Empathie und ein entspannter Umgang mit Kritik zahlen sich langfristig aus. Denn wie heißt es so schön: Haters gonna hate. Das dürfte Anne Hathaway nach 14 erfolgreichen Jahren wohl mittlerweile aber auch egal sein.

In unserer Bildergalerie haben wir für Sie nochmal die wichtigsten Fakten zu Anne Hathaway zusammengefasst.

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