Hautpflege

Das wahre Alter zeigt sich… an den Händen: Die besten Anti-Aging-Tricks für die Hände

am 03.09.2015 um 18:19 Uhr

Die Hände sind die wohl am meisten beanspruchten Körperteile. Sie wühlen in der Tasche, spülen das Geschirr im Schaumwasser und sind Wetterschwankungen schonungslos ausgeliefert. Es ist also kein Wunder, dass die Hände besonders stark unter dem natürlichen Alterungsprozess leiden und sie meistens das wahre Alter einer jung wirkenden Frau verraten. In unserer Fotoshow verraten wir, mit welchen Anti-Aging-Tricks Sie die Hautalterung an den Händen verlangsamen.

Was meinen Sie, warum Karl Lagerfeld und Madonna in der Öffentlichkeit meist Handschuhe tragen? Während wir mit Cremes und verschiedensten Beauty-Behandlungen mit aller Macht versuchen, die Hautalterung im Gesicht zu bändigen, altern die Hände fleißig vor sich hin. Und das, obwohl gerade sie besonders stark strapaziert werden. Die gute Nachricht: Die Hautalterung liegt wortwörtlich in unserer Hand, denn mit den richtigen Maßnahmen kann man ihr nicht nur vorbeugen, sondern sie auch in gewisser Weise bekämpfen.

Safety first: Die Vorbeugung

Niemals ohne Sonnenschutz

Nichts lässt die Haut schneller altern, als übermäßige UV-Strahlen und auch Ihre Hände nehmen Ihnen ausgiebige Sonnenbäder richtig übel. Durch die UV-Strahlen entstehen freie Radikale, die die Kollagenbildung hemmen und dadurch zu Falten und Pigmentflecken führen. Es sollte also definitiv zu Ihrer allmorgendlichen Beauty-Routine gehören, nicht nur das Gesicht, sondern auch die Hände mit einer Creme mit hohem Lichtschutzfaktor einzureiben.

Mehr Feuchtigkeit, weniger Wasser

Die Haut an den Händen verfügt über vergleichsweise wenig Talgdrüsen und kaum Fett. Dadurch trocknet sie schnell aus und neigt zur Faltenbildung. Es mag paradox klingen, aber gerade Wasser trägt zum zusätzlichen Austrocknen der Haut bei. Vor allem heißes Wasser, wie wir es beispielsweise beim Geschirrspülen verwenden, entzieht der Haut Feuchtigkeit. Auch Seife und fettlösliche Reinigungsmittel greifen die Handoberflächen an.

Gewöhnen Sie sich also an, bei allen Arbeiten im Haus oder Garten Handschuhe zu tragen und waschen Sie Ihre Hände lediglich mit lauwarmem Wasser und milden, seifenfreien Lotionen mit beispielsweise Aloe Vera oder anderen rückfettenden Zusätzen.

Die richtige Pflege

Das Eincremen der Hände vor dem Zubettgehen sollte ab sofort definitiv ein Muss für Sie darstellen. Am besten behandeln Sie Ihre Hände sogar vor der Creme zusätzlich mit einem Handserum. Dadurch wird der Haut eine hochkonzentrierte Portion an pflegenden Wirkstoffen gespendet. Auch nach jedem Händewaschen bietet sich das Eincremen mit einer Handcreme an. Diese spendet Feuchtigkeit, schützt und pflegt die Haut ebenso wie die Nägel. Neben dem Lichtschutzfaktor wären das Q10-Enzym, Meersalz oder Traubenkernöl denkbar sinnvolle Inhaltsstoffe.

Ebenso ist auch das Peelen der Hände unerlässlich. Von Zeit zu Zeit sollten Sie Ihren Händen demnach ein solches Verwöhn-Programm gönnen. Dies können Sie sich aus Meersalz, Mandel- und Olivenöl sogar selbst machen. Spülen Sie das Peeling nach der Behandlung mit lauwarmem Wasser ab.

Die Macht der Erdknolle

Sie sehen keinen Zusammenhang zwischen einer Kartoffel und Ihren Händen? Sollten Sie aber, denn rohe Kartoffeln spenden aufgrund ihrer Stärke und der vielen Mineralien und Vitamine extrem viel Feuchtigkeit und Pflege. Reiben Sie Ihre Hände also regelmäßig mit einer rohen Kartoffel ein.

Tipp: Aus Pellkartoffel-Brei können Sie mit Olivenöl eine effektive Maske zaubern, die Sie für etwa 20 Minuten unter einem Baumwollhandschuh einwirken lassen.

Wahre Schönheit kommt von innen

Du bist, was du isst. Mehr brauchen wir dazu wahrscheinlich gar nicht sagen. Die Haut wird selbstverständlich von innen heraus versorgt. Reichlich Wasser, gesunde Omega-3-Fettsäuren (in Fisch, Nüssen und Avocados) und Vitamin C (in grünem Blattgemüse und Obst) sind also empfehlenswert.

Außerdem sollten Sie unbedingt Radikaldiäten vermeiden. Die Stars beweisen uns nicht gerade vorbildlich, dass die Hände sehr viel älter als der Rest des Körpers aussehen können, wenn eben kaum ein Gramm Fett mehr am Körper ist. Hat der Körper zu wenig natürliche Fettpolster, treten die Adern, Sehnen und Knochen am Handrücken hervor und lassen die Hände wahnsinnig alt wirken.

Wenn nichts mehr geht: Die Bekämpfung

Microdermabrasion

Wenn Cremes und Peelings nichts mehr helfen, kommt meist die Microdermabrasion zum Einsatz. Man könnte diese Behandlung als eine Weiterentwicklung des herkömmlichen Peelings bezeichnen. Dabei werden winzige Kristalle auf die Haut geblasen, die dort abgestorbene Hautzellen aufsaugen. Durch diese Entfernung der obersten Hautschicht wird zudem die Kollagenbildung angeregt. Für den Erfolg dieser Methode sind mehrere Sitzungen im Kosmetikstudio notwendig, wobei eine Sitzung ab etwa 75 Euro kostet.

Laserbehandlung

Laserbehandlungen eigenen sich vor allem für die Entfernung von Altersflecken. Durch die Laserstrahlen werden die dunklen Stellen förmlich weggebrannt. Es entsteht eine dunkle Kruste auf der Haut, die jedoch nach ein paar Wochen abfällt. Je nach zu behandelnder Fläche kostet diese Behandlung ab 80 Euro.

Cellular Mix

Dieses Treatment kann bei vielen Hautärzten vorgenommen werden. Um Falten, schlaffe Haut und einen fahlen Teint mit einer erhöhten Kollagenproduktion zu behandeln, werden der Patientin zuerst 20 Milliliter Eigenblut entnommen und anschließend zentrifugiert. Das daraus gewonnene Plasma wird mit Hyaluronsäure vermischt und mittels einer sogenannten Mesopistole in die Haut eingebracht. Durch die Reize wird die Haut sofort angeregt, sich zu regenerieren. Etwa zwei Jahre soll diese Behandlung Erfolg versprechen, allerdings muss sie dreimal à etwa 400 Euro durchgeführt werden.

Eingriffe beim Beauty-Doc

Und wenn gar nichts mehr geht, dann gibt es immer noch den Beauty-Doc. Dieser hilft Ihnen dabei, Ihre Hände mit kleinen Eingriffen optisch zu verjüngen. Sollten Falten auf der Haut durch den altersbedingten Gewebeschwund entstanden sein, kann sich beispielsweise ein Lifting eigenen.

Noch beliebter sind allerdings sogenannte Filler. Dabei handelt es sich um Behandlungen, bei denen entweder Eigenfett, Hyaluronsäure oder „Radiesse“ (synthetischer Hautbefüller aus menschlichem Gewebe) unter die Haut gespritzt werden, um das Unterhautfett aufzupolstern. Dadurch werden herausstechende Knochen, Sehnen oder Adern verdeckt. Eine Sitzung kostet ab etwa 200 Euro und soll für ein halbes Jahr halten.

In unserer Fotoshow erfahren Sie, welche Produkte wir Ihnen fürs Anti-Aging Ihrer Hände empfehlen.

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