Anti-Aging

Pflege für reife Haut: Geheimrezept Vitamin A

am 07.08.2014 um 15:26 Uhr

Vitamine gehören nicht nur zu den essenziellen Bausteinen einer täglichen gesunden Nahrungsaufnahme, sondern sind auch Bestandteil von pflegenden Beauty-Produkten. Während Obst, Gemüse, Fleisch und Co. mit ihren enthaltenen Vitaminen das Immunsystem auf Trab halten, sorgen Vitamine in Pflegeprodukten für die Erhaltung unserer Schönheit. Welche Rolle das Vitamin A vor allem bei der Pflege reifer Haut spielt, das erklärte Prof. Dr. Volker Steinkraus vom DERMATOLOGIKUM Hamburg im Gespräch mit desired.de Erfahren Sie hier und in der Fotoshow alles, was Sie über die über diese pflegende Vitamin-Bombe wissen sollten.

Es ist so wie es ist: Irgendwann zeigen sich am Körper und im Gesicht die Spuren des Alters. Spätestens jetzt wird der Ruf nach so genannten Anti-Aging-Produkten immer lauter. Vitamin A gehört dabei zu den am längsten verwendeten Substanzen, weil es eine unvergleichbare Wirkung auf das Hautgewebe hat.

Vitamin-Lexikon: Vitamin A

Vitamin A ist vielen wohl besser bekannt als Retinol. In der Kosmetikindustrie handelt es sich dabei um eine synthetisch hergestellte Form des Vitamin A. Zum einen, weil die natürliche Gewinnung von Vitamin A nur in ganz geringen Mengen erfolgen kann und zum anderen, weil gerade das Retinol die größte Wirkung bei der Pflege verspricht. Außerdem würde man aus natürlichen Vitamin A-Quellen lediglich eine Vorstufe des Retinols gewinnen können, bekannt als Betacarotin, welches für die Verwendung in pflegenden Produkten nicht geeignet ist. Das Retinol kann durch so genannte Provitamine normalerweise auch vom Körper selbst produziert werden und ist zuständig für das Zellwachstum und die Erneuerung der Haut. Die gefürchteten Alterungsprozesse und natürlich auch die UV-Strahlen sorgen allerdings dafür, dass dem Körper im Laufe des Lebens immer mehr Retinol entzogen wird. Die Folge: Die Haut verliert an Elastizität, wird dünner und kann immer weniger Feuchtigkeit speichern. Außerdem wird durch den Entzug von Vitamin A auch die Kollagenneubildung beeinflusst – ein weiteres wichtiges Element für die Spannkraft der Haut. Vitamin A ist also für eine straffe Haut unersetzlich.

A wie Anti-Aging

Spätestens jetzt wird also deutlich, warum gerade Vitamin A in der Anti-Aging-Pflege so wichtig ist. Das bestätigt uns auch Prof. Dr. Volker Steinkraus, der 1997 das DERMATOLOGIKUM in Hamburg gründete und im Jahr 2003 das Hautpflegeprodukt SBT Sensitive Biology Therapy mitentwickelte: „Ich bin der Meinung, dass Hautpflege einfach und klar gestaltet werden sollte, dass die Haut Vitamine braucht und zwar allen voran Vitamin A. Vitamin A ist eines der wichtigsten für die Haut, weil es den Abbau von Kollagen hemmt.“ Heißt: Wenn man den Körper selbst mit Retinol versorgt, kann dieses dafür sorgen, dass die Fibroblasten, die wiederum das Kollagen produzieren, aktiver werden, sich erholen und sogar neues Kollagen bilden können.
Aber wie führt man den Faltenkiller Vitamin A dem Körper nun am besten zu? „Das muss man in Form von Cremes aufgetragen werden, wenn man sich mit Vitamin A-haltigen Nährstoffen ernährt, ist das mühsam. Außerdem darf man Vitamin A nicht unbegrenzt zu sich nehmen, weil es zu einer Vitamin A-Intoxication kommen kann. Man kann sich mit zu viel Vitamin A also auch vergiften, genau wie man sich mit zu viel Vitamin D vergiften kann. Bei Vitamin C und Vitamin E können Sie hingegen unbegrenzt zugreifen, was der Körper nicht braucht, schiedet er wieder aus, aber bei Vitamin A und Vitamin D nicht. Vitamin A sollte man deshalb in Form von Cremes zu sich nehmen.“, so Prof. Dr. Steinkraus im Gespräch mit desired.de.

Vitamin A Deluxe: Vitamin A-Säure

Für Frauen mit reifer Haut ist Vitamin A-Säure wichtiger als für alle anderen.“, verriet uns Prof. Dr. Steinkraus. Das Problem: In Deutschland dürfen kosmetische Produkte keine Vitamin A-Säure enthalten. „Aber ein Arzneimittel darf das. Man muss also zum Arzt gehen und sich das verordnen lassen.“ Cremes mit Vitamin A-Säure enthalten eine Gruppe von Säuren, die mit dem Begriff Retinsäuren beschrieben werden und die das Zellwachstum wesentlich stärker beeinflussen können als „einfaches“ Retinol. Im medizinischen Bereich werden diese Cremes deshalb vor allem auch bei Schuppenflechten oder Akne verschrieben. Vitamin A-Säure kann allerdings auch die Faltenbildung deutlich zum Positiven beeinflussen, weil sie die Hornhaut verdünnt und Ober- und Lederhaut gestärkt werden.

In unserer Fotoshow haben wir von Prof. Dr. Steinkraus entwickelte Produkte sowie andere Beauty-Tipps rund um das Wundermittel Vitamin A für Sie zusammengestellt.

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