Diät? No Way – Internationaler Anti-Diät-Tag

am 06.05.2013 um 18:22 Uhr

Endlich! Ein Tag im Jahr dürfen wir, nein, sollen wir sündigen! Nicht, dass wir uns besonders streng an unsere Diäten halten, aber jetzt mal im Ernst – wer am Anti-Diät-Tag Diät macht, ist eine Spaßbremse, die auch am Weltfahrradtag Auto fahren würde. Ja, es gibt Weihnachten, Ostern und Geburtstage – alles Tage, an denen man sich erlaubt, ein Stückchen Kuchen mehr zu essen. Doch am No Diet Day geht es nicht nur darum, sich eine Köstlichkeit zu gönnen, sondern kurz zu überlegen: „Wieso mache ich eigentlich eine Diät und für wen?“

Vielfalt macht den Unterschied

Der internationale Anti-Diät-Tag wurde von der britischen Feministin Mary Evans Young ins Leben gerufen und findet jedes Jahr am 6. Mai statt. Young begann 1992 mit ihrer Kampagne Diet Break, mit der sie schnell mediale Aufmerksamkeit erlangte. Grund für ihr Engagement ist zu einem ihr eigenes Schicksal – sie litt lange Zeit unter Anorexie – und zum anderen ihr Entsetzen über den allgemeinen Magerwahn in unserer Gesellschaft. Sie bemerkte immer häufiger Berichte über Mädchen, die Selbstmord begangen hatten, weil sie nicht damit leben konnten, dick zu sein. Young setzt sich für die Akzeptanz des eigenen Körpers ein, was vor allem in jungen Jahren extrem wichtig ist.

Schlank um jeden Preis

Ziele des No Diet Day sind, die Vielfalt von Gewichtsunterschieden zu akzeptieren und gegen die Diskriminierung von Übergewichtigen zu kämpfen. Wichtig ist es, unsere Schönheitsideale zu hinterfragen und über die Auswirkung von Diäten und Diätprodukten auf den Körper aufzuklären. Die Liste an lächerlichen Diäten, bei denen Sie radikal Ihre Essgewohnheiten ändern und den Körper damit ins eiskalte Wasser schubsen, ist endlos – Kohl-Diät, Bier-Diät, Ananas-Diät und ganz extreme Abnehmwahnsinnige greifen sogar freiwillig zur Parasiten-Diät. Alles dreht sich um unser Erscheinungsbild und darum, was andere von uns denken. Dafür sind besonders viele Frauen bereit, einen hohen Preis zu zahlen, aber ist es das wirklich wert?

Einfach glücklich sein

Coco Chanel sagte einst: „Mir ist egal, was ihr über mich denkt. Ich vergeude nicht einen Gedanken an euch.” Es mag im ersten Moment etwas überheblich klingen, aber wenn Sie es sich mal durch den Kopf gehen lassen, bringt dieser simple Satz es genau auf den Punkt. Dieses ewige Überlegen, ob er nicht angerufen hat, weil Sie die drei Kilo nicht rechtzeitig abgenommen haben, oder wieso Ihre Freundinnen Sie nicht auch zum Brunch eingeladen haben – und der Typ in der Bahn, hat er so komisch geguckt, weil die Jeans heute enger sitzt als sonst? Das ist doch alles Blödsinn! Vom heutigen Tag an lassen wir die alten Geister ruhen und fangen an, uns selbst zu lieben. Hören wir auf, so kritisch uns und anderen gegenüber zu sein – leben und leben lassen. Machen Sie das, wonach Ihnen ist, essen Sie das, worauf Sie Hunger haben und tragen Sie die Kleidung, die Ihnen gefällt. Morgen könnte genauso gut alles vorbei sein und was hat Ihnen das jahrelange Verzichten dann gebracht? Viele versäumte Genussmomente und sonst nichts.

In diesem Sinne, lasset uns schlemmen und einfach glücklich sein!

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