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„Armut ist sexistisch“: Lady Gaga, Meryl Streep und Co. setzen sich für Frauenrechte ein

am 10.03.2015 um 15:15 Uhr

Weltweit leben über 1,4 Milliarden Menschen in extremer Armut und unter unwürdigsten Bedingungen. Schuld sind unter anderem fehlende Bildung, ein mangelhaftes Gesundheitssystem sowie grundlegende Probleme bei der Versorgung mit Nahrung und Wasser. Gerade Frauen haben unter diesen Lebensumständen zu leiden, da sie in vielen Kulturen oftmals noch weniger Rechte als Männer und dadurch kaum eine Chance haben, ohne Hilfe von außen aus ihrer Not herauszukommen. Um diesen Frauen zu helfen, haben sich jetzt prominente Damen zusammengetan und einen offenen Brief an die deutsche Kanzlerin Angela Merkel verfasst. Alle Hintergründe zu der Aktion und welche Stars sich für diesen gut Zweck einsetzen, erfahren Sie hier und in der Fotoshow .

Zum Weltfrauentag am 8. März erhielt Kanzlerin Angela Merkel ein ganz besonderes Schreiben, unterzeichnet von Weltstars wie Lady Gaga und Meryl Streep. Die Promi-Damen richteten sich aufgrund eines ernsten Anliegens an sie: Die gravierende Armut speziell von Frauen weltweit.

Der Einsatz für die Ärmsten

Ins Leben gerufen wurde die Aktion rund um das Schreiben von „One“, einer weltweit agierenden Hilfsorganisation, mitbegründet von „U2“-Sänger Bono, die sich mit zahlreichen Projekten gegen extreme Armut einsetzt. Im Fokus liegt vor allem Afrika, welches bis heute mit großen Schwierigkeiten mit der Etablierung von Menschenrechten und der grundlegenden Versorgung seiner Bewohner zu kämpfen hat.
Die Organisation zieht eine optimistische Bilanz und erklärt auf ihrer Webseite one.org, dass die extreme Armut weltweit schon um 60% reduziert werden konnte. Bis 2030 könne sie gänzlich eliminiert werden, wenn sofort mit besonderer Dringlichkeit gehandelt wird.

„Armut ist sexistisch“: Ein Appell zum Handeln

Dieses Ziel wird auch im offenen Brief, der auf der Homepage einsehbar ist, angesprochen. Appelliert wird direkt an Kanzlerin Angela Merkel, die dieses Jahr das Treffen der G7, der sieben bedeutendsten Industrienationen, anführen und damit zur einflussreichsten Politikerin wird, die effektiv etwas bewegen und die Aufmerksamkeit auf die Bekämpfung von Armut bei den reichsten Nationen lenken kann. Auch an die südafrikanische Gesundheitsministerin Nkosazana Dlamini-Zuma wird das Schreiben gerichtet, um direkt einen lokalen Bezug zum Angehen der Probleme in Afrika herzustellen. Im Sommer dieses Jahres will die UNO außerdem die weltweiten Entwicklungsziele bis zum Jahr 2030 festlegen, weshalb die Ansprache des schwierigen Themas gerade jetzt an Bedeutung gewinnt.

Konkret wird in dem Brief die schlechte Situation von Frauen in den ärmsten Ländern der Welt angesprochen. Gerade sie haben nicht den gleichen Zugang zu Bildung, gesundheitlichen Einrichtungen und Produkten für die Eigenversorgung, also beispielsweise Saatgut und landwirtschaftliche Geräte. Außerdem leiden sie besonders unter der Verletzung ihrer Menschenrechte in Form von Zwangsheirat, der Untersagung eigener Besitztümer oder gewaltsamen Handlungen gegenüber ihnen. Diese sich auf vielfache Weise auswirkende Armut sei sexistisch und müsste konsequent angegangen werden, um den Frauen und somit im Endeffekt auch allen anderen zu helfen. Schließlich geben junge Frauen und Mütter ihr Wissen an Geschwister oder Kinder weiter, sodass sich der positive Effekt nach und nach ausbreiten wird.

Diese Promi-Damen haben unterschrieben

Der Brief und seine Intention fanden schnell prominente Unterstützung. Unterzeichnet haben zum Beispiel die Sängerinnen Lady Gaga und Beyoncé sowie die Schauspielerinnen Meryl Streep, Charlize Theron und Rosamund Pike. Auch Supermodel Christy Turlington und die Geschäftsführerin von Facebook, Sheryl Sandberg, fordern von den Politikerinnen mehr Engagement in Sachen Frauenrechte. Die deutsche Schauspielerin Maria Furtwängler ist ebenfalls mit von der Partie.

Viele der Damen sind bereits für ihr großes soziales Engagement bekannt. Lady Gaga stürzte sich beispielsweise erst kürzlich in das eisige Wasser des „Lake Michigan“ in Chicago, um für die „Special Olympics“, die größte Sportveranstaltung für Menschen mit geistiger Behinderung, Spenden zu sammeln. Die Südafrikanerin Charlize Theron engagiert sich seit Jahren als UN-Friedensbotschafterin und hat mit dem „Africa Outreach Project“ eine eigene Organisation gegründet, die sich unter anderem dem Kampf gegen Aids verschrieben hat. Meryl Streep setzte sich im Laufe ihrer Karriere ebenfalls schon auf vielfältige Weise für den guten Zweck und insbesondere die Stärkung von Frauenrechten ein.

In unserer Bildershow zeigen wir Ihnen nochmal die bekanntesten Gesichter, die den Brief zu „Armut ist sexistisch“ an Angela Merkel unterzeichnet haben .

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