Audrey Hepburn

Audrey Hepburn: Portraits of an Icon

am 05.12.2014 um 15:36 Uhr

Vor 65 Jahren wurde in einem Londoner Nachtclub ein Musical namens „Petite Sauce Tartare“ vorgeführt. Soweit nichts Besonderes, zumindest solange man nicht weiß, welcher jungen Dame dieses Musical im Club „Ciro’s“ zum Durchbruch verhalf. Lange vor „Breakfast at Tiffany’s“, ja sogar noch vor „Gigi“, war es dieses Musical in einem Londoner Club, welches Audrey Kathleen Hepburn-Ruston schließlich ins Rampenlicht brachte. Zum 65-jährigen Jubiläum ihrer Rolle in „Petite Sauce Tartare“ kommt Audrey Hepburn in Gestalt einer Ausstellung zurück an diesen für ihre Karriere denkwürdigen Ort. Das „Ciro’s“ ist heute Teil der National Portrait Gallery und wird somit vom 2. Juli bis zum 18. Oktober 2015 Ausstellungsort vielerlei Fotografien aus Hepburns Leben. Meisterwerke von Fotografen wie Richard Avedon, Cecil Beaton, Angus McBean, Irving Penn und Norman Parkinson sollen das Leben der Ikone von ihren frühen Tagen als Tänzerin, über den Aufstieg in Hollywood bis hin zu bisher unbekannten Seiten Hepburns dokumentieren. Wir nehmen die Ausstellung “Audrey Hepburn: Portraits of an Icon” zum Anlass, uns erneut an die am meisten fotografierte Frau des 20. Jahrhunderts, ihr Engagement, ihre Genialität, ihre Schönheit, Intelligenz und Menschlichkeit zu erinnern und zeigen Ihnen hier und in unserer Fotoshow die zehn schönsten Zitate der Audrey Hepburn und was wir noch heute von ihnen lernen können.

Neben den Bildstrecken bekannter Fotografen wird die Ausstellung auch selten gesehene Familienaufnahmen zeigen und die enge Beziehung zwischen Hepburn und dem Pariser Designer Hubert de Givenchy widerspiegeln. Für ihn war die Ikone die größte Muse. Doch Audrey Hepburn war nicht nur Tänzerin, Model, Schauspielerin und später auch Sonderbotschafterin für UNICEF, sondern vor allem eine Frau mit Verstand, Witz und Willenskraft.

„Nur die sogenannten unauffälligen Frauen erleben die wahre Liebe. Auffällige Schönheiten sind meist zu stark mit ihrem eigenen Sex-Appeal beschäftigt.“

Die grazile und burschikos wirkende Audrey Hepburn war keine Frau, die wie Grace Kelly oder Marilyn Monroe dem damaligen, üppigen Schönheitsideal entsprach. Sie entwickelte ihren eigenen, schlicht eleganten Stil und wurde mit diesem zur Stilikone, zum Bild dessen, dass jede Frau schön sein und mit ihrem Charme glänzen kann. Wer sich allerdings zu sehr auf seine eigene Schönheit oder ein Ideal besinnt, wird oft auch oft auf dieses reduziert. Und nur aus Äußerlichkeiten kann letzten Endes schlecht die große Liebe gedeihen. Auch der Regisseur Billy Wilder wusste Audrey Hepburns besonderes Aussehen schon zu würdigen und sagte einst über sie: „Das Mädchen wird den Busen noch völlig aus der Mode bringen.

„Ich glaube, dass glückliche Mädchen die schönsten Mädchen sind.“

Mit diesen Worten traf Audrey Hepburn den Nagel sprichwörtlich auf den Kopf, die stark an die Redewendung “Wahre Schönheit kommt von Innen” erinnert. Die Schönheit eines Menschen ist nun einmal auch vom Inneren bestimmt, von einer positiven Einstellung und natürlich von einem freundlichen Lächeln. Kein Kleidungsstück, kein Accessoire, kein Lippenstift kann ein aufrichtiges Lächeln ersetzen.

„Wenn man im Mittelpunkt einer Party stehen will, darf man nicht hingehen.“

Diesen Satz bekräftigte Audrey Hepburn mit den Worten „Zur Unterhaltung einer Party trägt niemand so viel bei, wie diejenigen, die gar nicht da sind.“ Das mag im ersten Moment sicher erst einmal merkwürdig klingen, bestätigt allerdings das menschliche Phänomen, ständig über Menschen reden zu müssen, die nicht da sind. Wenn Sie also auch mal wieder richtig im Mittelpunkt stehen wollen, sollten Sie den Ratschlag Audrey Hepburns befolgen und die Einladung zur nächsten Party einfach einmal ausschlagen. So schnell könnten Sie zum Star des Abends werden, ganz ohne etwas dafür zu tun.

„Eine Frau darf nur so viel zeigen, dass seine Fantasie geweckt wird.“

Wie auch Coco Chanel es mit ihrem berühmten, kleinen Schwarzem schon bewies, liegt das Geheimnis von Stil und Ästhetik nicht darin, so viel wie möglich von sich und seiner Haut preiszugeben, sondern gekonnt zu verdecken und Appetit zu wecken. Sex-Appeal wird nämlich nicht auf dem Silbertablett, sondern in Häppchen serviert.

„Selbstbeherrschung ist der erste Schritt zur Beherrschung anderer.“

Merken Sie sich: Nur, wer die Kontrolle über sich selbst hat, ist auch in der Lage, andere zu leiten und für andere einzustehen.

„Kein Diktator dieser Welt ist imstande, so viele Menschen zu tyrannisieren, wie ein erfolgreicher Modeschöpfer.“

Vielleicht zeigte sich Audrey Hepburn deshalb fast ihre komplette Karriere lang so vom Modeschöpfer Givenchy begeistert und von seiner Mode beherrscht. Nur in seiner Garderobe soll sich die Schauspielerin wie sie selbst gefühlt haben. Dass Mode einen leiten kann, wissen wir Frauen wohl am besten und manchmal verleitet uns die Trend-Tyrannei auch zu vielerlei unüberlegten Entscheidungen, wie zum Beispiel einem Fehlkauf oder der Überbelastung der Kreditkarte. Vielleicht sollten Sie den einen oder anderen Trend mit einem eben solchen Augenzwinkern betrachten, wie Audrey Hepburn es sicher mit diesen Worten gemeint hat.

„Luxus interessiert mich nicht. Ich habe mein Geld benutzt, um mir Freiheit zu kaufen.“

Wahrer Luxus ist nicht etwa eine sündhaft teure Anschaffung, sondern Raum und vor allem Zeit, diesen auch genießen zu können. Audrey Hepburn zog sich deshalb mit Mitte dreißig von der Filmleinwand zurück und engagierte sich als Sonderbotschafterin der UNICEF in diversen Ländern, um die Projekte der Hilfsorganisation zu unterstützen.

„Denke daran, wann immer du eine helfende Hand brauchst: Sie ist an dem Ende deines Armes. Und wenn du älter wirst, denke daran, dass du auch eine zweite Hand hast: Die eine, um dir zu helfen, die andere, um anderen zu helfen.”

Die Arbeit als Sonderbotschafterin und das viele Reisen in Katastrophen- und Hungergebiete machten Hepburn im Alter schwer zu schaffen. 1992 wurde ihr Darmkrebs im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert, sie musste ihre wohltätigen Arbeiten fortan ruhen lassen und sagte diesen Satz bei einem ihrer letzten Auftritte. Trotzdem versuchte sie so lange sie es konnte, anderen Menschen zu helfen und legte uns damit ans Herz, es ihr gleich zu tun.

„Es ist ganz nützlich, wenn man überall für verrückt gehalten wird.“

Das Gegenteil von Audrey Hepburn spiegelte die Figur der exzessiven Partymaus Holly Golightly in „Breakfast at Tiffany’s“ wider. Der schrille und aufgedrehte Charakter zog die Aufmerksamkeit anderer magisch an und zieht bis heute Zuschauer in seinen Bann. Am Ende entpuppt sich Holly Golightly allerdings als unsicheres Mädchen, welches sich durch die aufgesetzte Art einfach nur vor ihren Mitmenschen schützt. Holly hielt es für sinnvoll, für verrückt gehalten zu werden und so ihren eigentlichen, sehr liebenswerten Charakter zu verstecken aus Angst, verletzt zu werden. Verrücktsein als abschreckende Fassade? Das sollten Sie sich vielleicht ganz genau überlegen.

„Was die Welt braucht, ist Bescheidenheit, Würde und Anstand in den Seelen der jungen Menschen.“

In ihrer Rolle als Kronprinzessin Ann in „Ein Herz und eine Krone“ verkörperte Audrey Hepburn eine vom Alltag gelangweilte Prinzessin, die sich nichts sehnlicher wünscht, als aus dem goldenen Käfig des Königshauses auszubrechen. Das Leben lernt sie erst lieben, als sie mit einem bürgerlichen Reporter Rom erkundet. Es ist also auch hier nicht alles Gold was glänzt. Geld kann zwar das Leben in einigen Situationen erleichtern, aber Reichtum ist noch lange kein Garant für Glückseligkeit. Etwas, worauf wir uns vielleicht des Öfteren einmal besinnen sollten, um mit Bescheidenheit, Würde und Anstand” Spuren zu hinterlassen, anstatt mit Reichtümern.

Gewinnen Sie in unserer Fotoshow einen kleinen Einblick in die am 2. Juli 2015 eröffnende Ausstellung rund um das Leben von Audrey Hepburn.

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