Voraussetzungen, Risiken und Vorteile von Augen-OPs

am 28.02.2013 um 17:00 Uhr

Möchten Sie auch endlich mal wieder aufstehen und alles glasklar in der Umgebung erkennen können? Oder: Der erste Weg nach einem anstrengenden Arbeitstag soll nicht mehr ins Badezimmer führen – um die mittlerweile trockenen Augen von den Kontaktlinsen zu befreien? 50 Millionen (das sind 64 Prozent) Deutsche tragen Sehhilfen, davon knapp 23 Prozent ständig. Viele Menschen fühlen sich allerdings sehr unwohl mit einer Brille. Themen wie Augenlasern werden dadurch immer interessanter. Wir haben uns für Sie mal schlau gemacht und hier die Voraussetzungen, Risiken und Vorteile der Augenoperation aufgelistet.

Lasik ist kurz und steht für Laser-in-situ-Keratomileusis. Das ist eine Augen-OP, die Fehlsichtigkeit, also Kurz- und Weitsichtigkeit, korrigieren kann. Die Operation wird auch bei den Deutschen immer beliebter, da sich viele von den lästigen Dauerbegleitern Brille und Kontaktlinsen trennen möchten. Aber ist eine OP da wirklich notwendig? Welche Risiken birgt sie und sollte man sich ohne einen medizinischen Grund zu haben, einer Kaltlichtlaser-OP unterziehen? Wir haben für Sie die Antworten.

Voraussetzungen

Ganz wichtig zu wissen ist, dass sich nicht jeder einer Lasik-OP unterziehen kann. Vor dem Eingriff müssen Sie sich ausreichend von einem Arzt beraten lassen und wenn Sie nicht alle Voraussetzungen erfüllen, kann es durchaus sein, dass er die OP ablehnt. Welche Fakten müssen erfüllt sein? Sie müssen 18 Jahre oder älter sein und seit mindestens 18 Monaten die gleiche Gläserstärke besitzen.

Bei der Operation wird Gewebe Ihrer Hornhaut abgetragen. Je kurzsichtiger Sie zum Beispiel sind, desto mehr Hornhaut müsste abgetragen werden, um die unerwünschte Wölbung zu korrigieren, damit das Licht wieder korrekt gebündelt auf die Netzhaut trifft. Ihr Arzt könnte den Eingriff ablehnen, wenn danach die Hornhaut nicht mehr stabil genug sein könnte, was ein Sicherheitsrisiko darstellt. Außerdem sollten die Augen generell gesund sein, heißt kein Grauer Star o.ä. darf bei Ihnen auftreten.

Allergiker legen die OP am besten die allergienfreie Zeit und Kontaktlinsenträger sollten bei weichen Linsen zwei und bei harten Linsen vier Wochen vor der Operation auf die Brille zurückgreifen. Dazu wird Ihnen Ihr Arzt aber auch entsprechend Tipps geben.

Weitsichtigkeit

Generell unterscheiden sich die Richtlinien meist von Praxis zu Praxis und von Methode zu Methode. Wenn Sie weitsichtig sind, dann werden die meisten Ärzte bis zu einer Sehstärke von +4 Dioptrien behandeln. Dieser Wert kann auch aber bis zu +6 Dioptrien gehen, daher sollten Sie sich gut von Ihrem Augenarzt beraten lassen.

Kurzsichtigkeit

Bei Kurzsichtigkeit wird ein genereller Wert von -10 Dioptrien angegeben. Das ist aber bereits ein extremer Wert. Es kann vorkommen, dass viele Ärzte unterhalb dieser Grenze bleiben wollen, das kommt aber auch auf Ihre individuellen Hornhaut-Voraussetzungen an.

Vorteile

Vorteile der Lasik-OP sind ganz klar, dass der Eingriff schnell vonstattengeht und relativ schmerzlos ist. Die oberste Hornhautschicht, der sogenannte Flap (die Lamelle), wird dabei nämlich nicht großartig beeinträchtigt und so wird innerhalb weniger Tage ein tolles und weitestgehend schmerzfreies Ergebnis – im wahrsten Sinne des Wortes – sichtbar. Bereits nach 24 bis 48 Stunden sollte die volle Sehkraft widerhergestellt worden sein. Mehrere Stunden verschwommene Sicht sind aber in der Regel normal.

Bei anderen Laser-OPs, wie zum Beispiel dem Lasek-Verfahren, wird die Lamellenschicht nicht angeschnitten, sondern die oberste Schicht wird sogar modelliert, was schmerzhafter ist. Auch der Heilungsprozess dauert länger. Die letztere wird aber meist nur eingesetzt, wenn Lasik durch den Lamellenschnitt nicht infrage kommen kann.

Risiken

Kurze Zeit nach der Behandlung kann es zu Lichtempfindlichkeit kommen. Auch können allgemein Nachtblindheit oder ähnliche fotophobische Auffälligkeiten auftreten. Außerdem muss der Operierte damit rechnen, dass die Augen besonders trocken sind nach der Laserbehandlung. Dem sollte man mit künstlicher Tränenflüssigkeit entgegenwirken, um Folgeschäden zu vermeiden. Das Infektionsrisiko ist bei der Lasik-OP relativ gering und auch dass bei der OP etwas schief geht, ist äußerst selten.

Kosten

Die wichtigste Info: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für das Augenlasern nicht. Private Versicherer übernehmen meist teilweise oder ganz. Wenn Sie sich für das Lasern interessieren, sollten Sie vorher unbedingt klären, ob und wie viel Ihre Versicherung zahlen würde. Generell ist eine Summe von ca. 800 bis 2.000 Euro pro Auge zu nennen, aber dabei kommt es natürlich darauf an, für welchen Arzt oder welche Klinik Sie sich entscheiden. Vor Reisen ins Ausland ist eher abzuraten.

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