Abnehmen

Ayurveda-Diät: Mit innerer Ruhe und neuer Kraft zum Wunschgewicht?

am 07.05.2015 um 13:18 Uhr

Abnehmen auf indisch bedeutet, dass durch eine typgerechte Ernährung die Pfunde nur so purzeln sollen. Dabei stehen ungewöhnliche Speisen und Zutaten wie Getreidebrei, Butterschmalz, Chai-Tee, exotische Gewürze sowie viel Yoga und Meditation auf dem Plan. Was die uralte Heilslehre Ayurveda genau beinhaltet und warum die Bestimmung seiner individuellen Lebensenergie dabei eine so große Rolle spielt, das erfahren Sie hier und in der Bildergalerie .

Das ganzheitliche Gesundheitssystem Ayurveda stammt aus Indien und lässt sich als das Wissen (veda) von dem langen und zufriedenen Leben (ayur) übersetzen. Die traditionelle Heilslehre ist sehr komplex und umfasst viele verschiedenen Bereiche. Vor allem aber ist die Umstellung der Ernährung ein wichtiger Part und führt bei vielen Anhängern zu Glücksgefühlen, Wohlempfinden und einer inneren Zufriedenheit. Ganz nebenbei soll diese auch noch helfen, an Gewicht zu verlieren und in Form zu kommen. Wie genau, das verraten wir hier.

Gleichgewicht der Doshas: Vata, Pitta und Kapha

Die Lehre basiert auf der Theorie der drei Lebensenergien, die die Gesundheit des Menschen wesentlich bestimmen sollen. Diese setzen sich aus den fünf Elementen Wasser, Erde, Feuer, Luft und Äther zusammen und finden sich in den Doshas wieder. Krankheiten oder Übergewicht entstehen laut Ayurveda durch ein Ungleichgewicht dieser Elemente. Das Essen wird während der Ayurveda-Diät also auf die drei Doshas zugeschnitten und individuell abgestimmt, sodass Körper, Geist und Seele wieder im Einklang sind.

Vata: Vereint die Luft und Raum und steht für Bewegung, Trockenheit, Kälte und Schnelligkeit. Ein hoher Vata-Anteil bedeutet, dass die Person kreativ, spontan und dynamisch ist. Ist dieser Anteil allerdings zu hoch, besteht die Gefahr von Nervosität, Schlaflosigkeit und einer schlechten Verdauung.

Pitta: Ist das Feuer und steht für Adjektive wie scharf, heiß, ölig und Feucht. Hier steht ein starker Wille, Energie und Motivation im Fokus. Dieser Mensch neigt dazu kritisch, ungeduldig und ungerecht zu sein.

Kapha: Steht für die Elemente Wasser und Erde. Menschen, die einen hohen Kapha-Anteil besitzen, gelten als liebenswürdig, geduldig und selbstbewusst. Ist dieser Anteil allerdings zu hoch, kann dieser zu Erkältungen und Depressionen führen.

Jede Geschmacksrichtung kommt auf ihre Kosten

Ist der vorherrschende Dosha individuell bestimmt worden, wird die Ernährung daraufhin umgestellt. Daneben soll jede Mahlzeit die sechs Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig, herb, bitter und scharf beinhalten und so eine optimale Funktion des Stoffwechsels und des Verdauungstraktes erzielen, um toxische Substanzen und physische wie psychische Beschwerden zu minimieren.

Und was isst man nun während der Ayurveda-Diät?

Die Qualität der Lebensmittel ist bei der Ayurveda-Lehre mindestens genauso wichtig wie die Auswahl selbiger. Daneben wird Wert auf eine leichte Verwertung der Speisen sowie die richtige Mischung aus essentiellen Vitaminen, Mineralien und Kräutern gelegt. Generell darf nur bei tatsächlichem Hunger gegessen und auf Zwischenmahlzeiten wie Snacks soll gänzlich verzichtet werden. Zwischen den Ayurveda-Mahlzeiten sollte mindestens drei Stunden lang nichts gegessen werden, damit die Nahrung in Ruhe verdauen kann. Aufgebrühtes Ingwerwasser und Tee empfehlen sich zu jedem Essen, da diese die Organe anregen und den Körper erwärmen.

Go: Milch ist im Ayurveda als vollwertiges, alleiniges Lebensmittel zu verstehen, das nicht in Kombination mit Salzigem, Säure, Salat oder frischen Früchten verzehrt werden darf. Stattdessen soll sie mit Hülsenfrüchten wie Kichererbsen oder Linsen gegessen werden. Reis darf ausnahmslos zu allen anderen Lebensmitteln gegessen werden. Brot, Pasta und Kartoffeln dürfen nur mit Blatt- oder anderem Gemüse gegessen werden.

No-Go: Tierische Eiweiße wie Fisch, Eier oder Milch sind nur in Maßen zu essen und dürfen in der Ayurveda-Lehre nicht zusammen gegessen werden, da davon ausgegangen wird, dass dies zu Stoffwechselschlacken führt. Obst darf ebenfalls nur alleine verspeist werden, da dieses in Verbindung mit anderen Speisen zu einem Gärungsprozess im Magen führen kann.

Entspannung statt Ausdauersport

In der Ayurveda-Lehre wird verstärkt auf das innere Wohlempfinden gesetzt und so sieht die Diät auch keinen Ausdauersport als absolute Lösung an. Vielmehr wird versucht, durch Yoga und Pilates neue Kraft zu schöpfen. Die Muskelgruppen werden so schonend und in langsamen und ganz bewussten Bewegungen beansprucht. Massagen und Meditation ergänzen das ganzheitliche Programm.

Fazit: Ayurveda ist nicht als einmalige Crash-Diät zu verstehen, in der man binnen weniger Tage radikal abnimmt und das sollte auch nicht der Ansatz sein. Vielmehr geht es um eine generelle Ernährungs- sowie Lebensumstellung und der Abnehmerfolg steht nicht im Fokus der Lehre. Im Ayurveda wird auf sein Inneres gehört und das Äußere wird zur Nebensache. Sinnvoll ist der hohe Anteil an Rohkost sowie die erhöhte Zufuhr an Vitaminen, Ballaststoffen und Mineralien im Rahmen einer bewussten, gesunden und ausgewogenen Ernährung. Wer allerdings schnell viel abnehmen will, der sollte sich eine andere Form der Diät suchen.

Entdecken Sie in der Fotoshow noch einmal alle wichtigen Fakten zu der Ayurveda-Diät , die einer uralten, indischen Heilslehre zu Grunde liegt.

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