Trend-Update

Trend-Update: Wir wollen das Babydoll-Kleid sehen, diesmal aber richtig!

am 20.08.2015 um 17:00 Uhr

Da haben wir es wieder, das Babydoll. Es gibt wohl kaum ein Kleid, welches mädchenhaften Charme besser zum Ausdruck bringt als eben jenes. Kannten wir die Babydoll-Kleider ursprünglich als Nachtkleid in Negligé-Form, entwickelte es sich in den 90er-Jahren zu einem sexy Alltags-Dress dessen Hauptaugenmerk auf dem Dekolleté der Frau und der Betonung dessen lag. Heute erstrahlt es in neuem Glanz, weitaus dezenter und erwachsener als das Exemplar der vergangenen Jahre. Wie wir Babydoll-Kleider jetzt sehen wollen und welches unsere liebsten Modelle sind, erfahren Sie hier und in unserer Fotoshow .

Erst waren sie sexy, dann verrucht und rockig. Nun sind die Babydoll-Kleider als erwachsene Neuinterpretation zurück in unseren Kleiderschränken. Wir freuen uns darauf.

Die Geschichte des Babydolls

Super kurz, mit verschwindend dünnen Trägern und Spitzen- oder Schleifendetails am Dekolleté. So lernten wir das Babydoll in den 50er-Jahren als wahnsinnig heißes Nachtkleidchen kennen, welches Frau nur dann aus dem Schränkchen holte, wenn sie wirklich jemanden zu beeindrucken hatte. Dieser süße und doch verruchte Look machte das Babydoll zum Sinnbild der Erotik.

In den 90er-Jahren bekamen die Negligés dann dank Rocker-Frauen wie Courtney Love ein Make-over verpasst. Sie blieben sexy, kurz und verspielt, wurden allerdings nicht mehr nur im Schlafzimmer, sondern auf der Straße getragen. Und das in Kombination zu derben Boots wie Doc Martens, zu zotteligem Haar, roten Lippen und Leder-Accessoires. Der Grunge-Look at its best.

Für den Herbst 2013 zeigte Hedi Slimane dann eine weitere Neuinterpretation des Babydolls. Er behielt den klassischen Schnitt bei und brachte uns mit hochgeschlossenem Kragen, Karo-Muster und der Kombination zu Stiefeln den Schoolgirl-Look näher. Das Babydoll war also endlich zu einem luxuriösen Kleid mutiert, welches naive Unschuld und versteckten Sexappeal in sich vereint. Doch auch dieser Style ist heute nicht mehr passend.

Was die Designer nun sehen wollen

Erst wurde die Mode androgyn, dann wurde sie normchore und plötzlich entwickelten die Designer dieser Welt eine Zuneigung zu den femininen Optiken der 70er-Jahre. Sie entdeckten die betonte Taille, die ausgestellten Röcke und Säume wieder für sich und damit auch das Babydoll-Kleid.

Das Babydoll ist heute zurückhaltender, bewusst feminin und clean gehalten. Der leicht laszive Unterton der Kleider beweist, dass der Klassiker seine ikonischen Merkmale mit Ausdauer beibehält und wohl nie an Beliebtheit verlieren wird.

Für den Sommer und Herbst 2015 zeigten Dior, J.W. Anderson, Valentino, Chloé und Calvin Klein Collection allesamt Neuinterpretationen des Babydolls. Sie alle beruhen weiterhin auf der typischen Form der Puppenkleidung, auf dem Stil der Nachtwäsche und doch sind sie hochgeschlossen und fallen unauffällig in die klassische A-Linien-Form. Der schwingende Rock und der lockere Sitz des Kleides bleiben allerdings auch im Sommer und Herbst 2015 erhalten. Die Träger sind nicht mehr nur in verschwindender Spaghetti-Form designt, sondern fallen deutlich breiter aus. Noch stilsicherer sind sogar Kleider mit T-Shirt-Trägern oder langen Ärmeln.

So wird’s gemacht

Beim Stylen der „neuen“ Babydolls gibt es eigentlich nicht allzu viel zu beachten, da sie selbst den Stil vorgeben. Sie sind nicht verspielt, nicht unnötig sexy. Sie sind erwachsen und erfordern keinen opulenten Schmuck, keine Boots und Co. Sie stehen für sich und werden mit Sandalen oder High Heels zum eleganten Look gestylt.

Es gibt aber auch legerere Modelle, die in Boho-Optik etwas verspielter anmuten. Doch auch diese Styles stehen für sich und werden lediglich schlicht kombiniert. Vom Betonen der femininen Reize sei Ihnen abgeraten, schließlich ist es gerade das, was die neuen Babydoll-Kleider auf ihre ganz dezente Art und Weise selbst tun möchten.

Sehen Sie sich in unserer Fotoshow die schönsten Babydoll-Kleider für den Sommer und Herbst 2015 an.

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