Styling-Tipps

Das Bandana, unser Evergreen: Acht verschiedene Wege, das Tuch zu stylen

Rocker, die auf ihren riesigen Harleys den Highway entlang düsen. Haare, die im Wind wehen. Lederjacken, die in der Sonne brühen. Jeans, die vor Löchern kaum zusammenhalten. Und nicht zu vergessen: Coole Bandanas auf dem Kopf. Das sind die wohl typischen Dinge, die mit lässigen Bikern in Verbindung gebracht werden. Bandana, was? Bandanas, das sind diese quadratischen Tücher mit Paisley-Mustern in verschiedenen Farben, die Sie hauptsächlich aus amerikanischen Rocker-Gang-Filmen kennen dürften. Ein Modestatement, welches neben Denim und Leder das Stilbild Amerikas darstellt. Für uns sind sie allerdings vor allem eines unserer Lieblings-Accessoires. Deswegen möchten wir Ihnen hier und in unserer Fotoshow verdeutlichen, wie vielseitig dieses Tuch in Styling-Fragen ist und Ihnen acht Wege zum Tragen eines Bandanas zeigen.

Mit unserer Vorliebe für das coole Accessoire sind wir nicht ganz allein. Denn auch Rihanna, Lady Gaga, Eva Mendes und Co. schmücken ihre Haare, ihren Arm oder Hals zu gern mit dem coolen Paisley-Tuch, das sich vom Markenzeichen der Cowboys, Biker, Hippies und Landwirte zum absoluten Statement-Piece der Trendsetter mauserte und jedem Look – egal ob Jeans oder Maxikleid – eine gewisse Downtown-Coolness verpasst.

Der klassische Ansatz

Fangen wir doch direkt mit einer altbekannten Styling-Möglichkeit an, die uns die Cowboys des wilden Westens überlieferten: Das klassische Tagen des Bandanas als Halstuch. Unserer Meinung nach stammen alle Tücher, die die Modewelt heute zu bieten hat, vom Bandana ab. Wieso? Weil das Bandana als Dreieck um den Hals gelegt, das wohl klassischste Halstuch ist, was man sich vorstellen kann. Das quadratische Bandana wird dazu einmal mittig zu einem Dreieck gefalten. Dieses wird dann um den Hals gelegt, mit der Spitze nach vorn und die Enden am Nacken zusammen gebunden. Et voilà: Fertig ist der coole Cowboy-Chic.

Mit dem Knoten voran

Um den Lieblings-Style von beispielsweise Rihanna nachzumachen, also das Bandana als Haarband mit dem Knoten nach vorn oder verspielt seitlich zu tragen, legen Sie das Bandana flach auf einen Tisch und falten es wieder zu einem Dreieck. Nehmen Sie sich dann die Spitze des Dreiecks und klappen Sie diese auf die Basis des Dreiecks (mittig der längsten Seite). Wiederholen Sie diese Faltung solange, bis das Tuch (oder in diesem Falle Haarband) die Dicke erreicht hat, die Ihnen zusagt. Damit ist der Großteil schon erledigt. Nun legen Sie das Band einfach um Ihren Kopf, mit den Enden nach oben und knoten diese zusammen. Die beiden Enden können Sie zum Schluss auch gut unter dem Band verstecken oder sie als eine Art Schleife formen, wie sie typisch für Pin-up-Motive ist. Am besten schaut diese Variante ein Bandana zu tragen, übrigens mit geschlossenen Haaren aus. Stylen Sie sich also einen hohen Dutt oder eine einfache Hochsteckfrisur, gern auch mit Tolle dazu.

70er-Jahre-Hippie

Sie mögen den entspannten Hippie-Look der 70er Jahre? Dann machen Sie ihn nach und zwar ohne sich dabei mit neuen Klamotten in enorme Unkosten zu stürzen, die es im Nachhinein schlimmstenfalls nicht einmal wert waren. Auch beim Stylen des lässigen Hippie-Looks hilft Ihnen ein Bandana weiter. Wichtig sind, um den Stil zu treffen: Offene Haare im Undone-Style und ein locker auf der Stirn sitzendes Kopfband. Sie gehen also wieder genauso mit dem Falten vor, wie oben beschrieben (das Falten kann hier auch etwas unsauberer ausfallen) und legen sich das Bandana um den Kopf. Die einzigen Unterschiede zum vorherigen Look bestehen darin, dass das Bandana auf den offenen Haaren getragen wird und es nicht oben auf dem Kopf, sondern im oberen Bereich der Stirn geknotet wird.

Rock’n’Roll-Style

Wer seinem Look etwas mehr Rock verleihen möchte, legt sich das Bandana beinahe senkrecht um den Kopf und knotet es hinten zusammen. Die Enden können Sie wieder unter dem Tuch verstecken. Auch zu diesem Style sollten Sie Ihre Haare offen tragen und können das Volumen am Oberkopf mit dem Lockern einzelner Haarsträhnen verstärken. Somit wirkt der der Look noch lässiger und ein Stück weit gleichgültig.

Rosie the Riveter

Sicher kennen Sie das ikonische „We Can Do It!“-Poster, welches „Rosie the Riveter“ (Rosie die Nieterin) mit geballter Faust, großem Bizeps, blauem Hemd und rotem Kopftuch zeigt. Diese fiktive Kunstfigur wurde 1941 dafür genutzt, Frauen in den USA für die Arbeit in der Rüstungsindustrie anzuwerben. Auch heute ist die Figur „Rosie the Riveter“ noch das Symbol für starke Frauen.

Die Stärke dieses Styles steht allerdings nicht jeder Frau, da das Bandana eng am Kopf anliegt und einzig die vorderen Haare zeigt, während die restliche Pracht unter dem Tuch versteckt bleibt. Falten Sie das Bandana wieder zu einem Dreieck und legen Sie sich dieses wie ein Cape auf die Schultern. Nehmen Sie die beiden Enden des Dreiecks und führen Sie diese über die Ohren zum Oberkopf, bis hinter den Pony. Den Mittelpunkt des Dreiecks ziehen Sie unter die Enden und knoten diese anschließend zusammen. Klemmen Sie das Tuch mit Bobby Pins fest und fixieren Sie den Look mit Haarspray. Für den waschechten Vintage-Stil stylen Sie sich am besten eine voluminöse Haartolle vor den Knoten.

Band statt Gummi

Das Spiel mit den Proportionen kann dem angesagten, cleanen Pferdeschwanz oder einem voluminösen Dutt einen ganz besonderen Look bescheren und das Bandana vor allem für einen Farb-Kick sorgen. Falten Sie das Bandana wieder so lange, bis Sie Ihre gewünschte Breite für das am Pferdeschwanz sitzende Haarband erreicht haben und legen Sie dieses dann um den Pferdeschwanz. Knoten Sie das Bandana nun um den Zopf fest zusammen. Die Enden können Sie je nach Geschmack nach unten hängen lassen oder um den Zopf wickeln.

Aus Kopfschmuck werde Körperschmuck

Warum ein Bandana nur um den Kopf tragen? Auch um das Handgelenk gewickelt sehen die Paisley-Muster durchaus toll aus und verleihen dem Outfit einen coolen, jugendlichen Touch. Im Sommer kann das Bandana auch lässig ums Bein gebunden werden, oberhalb des Knies. Zu kurzen Jeans-Hosen zaubern Sie damit einen Look, der amerikanischer kaum sein könnte.

It-Bag-Essential

Was vor einigen Jahren noch ein dekorativer Anhänger im Fuchsschwanz-Look war, kann genauso gut auch ein Bandana sein. Binden Sie sich das Tuch einfach um einen Träger Ihrer Handtasche, im besten Falle um die einer Leder-Tasche und peppen Sie so Ihr Outfit auf besonders einfache, aber gleichzeitig stylische Weise auf. So sorgen Sie für einen farbenfrohen Eyecatcher im Rockabilly-Style.

Unsere Redakteurinnen haben die verschiedenen Bandana-Looks am eigenen Leibe ausprobiert und zeigen Ihnen diese in unserer Bildergalerie.

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