Barre Noire: Designer Timm Süßbrich plant die Revolution

am 11.01.2013 um 11:03 Uhr

Die Vorbereitungen für die Mercedes Benz Fashion Week Berlin laufen auf Hochtouren und die Modewelt stellt sich mal wieder auf spannende, innovative und kreative Tage ein. Besonders Models, Stylisten, die Designer und natürlich die Veranstalter sind derzeit im Dauerstress. Der sympathische Jungdesigner Timm Süßbrich hat sich dennoch für desired.de Zeit genommen und mit unserer Redakteurin Vanessa ein ausführliches Interview über sein Label Barre Noire, die anstehende Fashion Week und das Leben im Allgemeinen geführt. Lesen Sie hier Teil 1 über die Person hinter dem Designer und Timms revolutionäre Ideen.

Wieso hast du dich dafür entschieden, Mode zu studieren?

Wieso kann ich gar nicht sagen, es war auf jeden Fall schon ziemlich früh klar. Ich hatte mich auch schon ziemlich früh bei den ganzen Modeschulen umgeschaut hier in Berlin. Ziel war auch hier zu studieren.

Du bist Ur-Berliner?

Ich bin richtiger Berliner, ja.

Es stand also schon immer fest und nie ein anderer Berufswunsch im Raum?

Nee gar nicht. (überlegt) Nee, ich kann glaube ich auch gar nichts Anderes. Zeichnen war schon immer meins und dann war es für mich ziemlich schnell Modedesign.

Hast du Vorbilder und wenn ja, welche?

Das hatte ich nie und das hab ich jetzt auch gar nicht. Es gibt kein Label, wo ich sage, so will ich werden oder der Stil ist meins. Ich finde viele Sachen sehr, sehr schön für ein oder zwei Saisons und dann schlagartig gar nicht mehr. Aber so ein Lieblingslabel, gibt’s nicht und gab’s auch nie.

Gibt es aber einen Lebenslauf, den du beeindrucken findest?

Self-made-Leute finde ich immer ganz gut, die wirklich das studieren, sich dann einen Job suchen bei Labels und sich dann mit einem Label selbstständig machen, das finde ich sehr cool. Und auch Leute die Mode machen, weil sie gern Mode machen. Solche Leute inspirieren mich.

Ist ja auch dein Werdegang gewesen.

Ja genau. Ging zwar etwas schnell. Ich hab halt nicht groß gejobbt vorher. Ich hab studiert und dann ein Jahr lang Vertrieb gemacht und dann hab ich mich auch schon selbstständig gemacht. Ich bin jetzt 24.

Siehst du das eher als Vorteil oder Nachteil?

Ich glaube, es ist ein Nachteil.

Ja? Hättest du es lieber kleinschrittiger gemacht?

Das ist mir eh alles zu schnell. Wenn es nach mir ginge: Ich brauch auch keine zwei Saisons im Jahr. Mir reicht eine große, wo ich sage: „Ok ich hab hier Shorts und Shirts, und geh dann rüber zum Mantel“ und hab halt ein Jahr lang eine große Kollektion. Das fände ich super. Aber spielt ja keiner mit.

Du könntest das Ganze revolutionieren.

Ja, ich hab’s schon probiert, aber da funktioniert der ganze Rummel, zum Beispiel die Presse und so, einfach nicht. Das geht halt ein halbes Jahr und dann bist du weg. Aber ich fand es zu früh für mich, aber läuft ja ganz gut. Aber ich glaube, ich hätte noch mal ganz gern bei größeren Labels gearbeitet. Aber kann ich ja auch noch mal machen. Da nehme ich mir eine Auszeit für ein Jahr und dann übe ich noch ein wenig und komm dann wieder.

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