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Neue Diät-Entdeckung: Darum nehmen Sie am Bauch nicht ab

am 07.10.2015 um 14:40 Uhr

Kohlenhydrate, Alkohol, Schokolade, Chips, Gummibärchen und zu wenig Sport – jeder kennt diese kleinen bis großen Sünden, die unserer Figur nicht gerade dienlich sind. Was aber, wenn man die oben genannten Leckereien meidet, durchaus regelmäßig Sport treibt und trotzdem die fiesen zwei bis drei Kilo an Bauchfett einfach nicht abnehmen kann? Bevor Sie verzweifeln: Es gibt nun eine neue Studie, die herausgefunden hat, welches Lebensmittel für dieses hartnäckige Bauchfett verantwortlich ist. Erfahren Sie alles weitere dazu hier und in unserer Bildergalerie .

Sie gehen regelmäßig ins Fitness-Studio, ernähren sich gesund und nehmen trotzdem einfach nicht am Bauch ab? Dann halten Sie sich fest: Die folgende Studie könnte Ihr gesamtes Essverhalten verändern.

Der neue Bauchfett-Bösewicht ist gefunden: Das Natrium

Eine neue Studie der Queen Mary University in London fand heraus, dass es einen signifikanten Zusammenhang zwischen Bauchfett und einer erhöhten Zufuhr von Natrium gibt. Mit jedem Gramm Salz, das wir täglich konsumieren, steigt die Wahrscheinlichkeit von hartnäckigem Bauchfett laut der Studie bis zu 25 Prozent an. Die Wissenschaftler fanden außerdem heraus, das Natrium unseren Stoffwechsel sowie die Art wie wir Fett einspeichern, verändert.

#Fakt 1: Natrium ist vor allem in unserem Kochsalz enthalten und, entgegen der weitverbreiteten Meinung, nicht das gleiche wie Salz. Natrium ist ein Metall, Salz ist hingegen ein Oberbegriff für alle Verbindungen von Metallen mit Säureresten. Unser normales Kochsalz besteht demzufolge aus einer Verbindung von ca. 40 Prozent Natrium und 60 Prozent Chlor, genannt Natriumchlorid. Auf ein Gramm Natrium kommen demzufolge ungefähr 2,5 Gramm an Kochsalz.

#Fakt 2: Der tägliche Salzbedarf eines Erwachsenen beträgt circa 1,4 Gramm. Das ist also die Menge an Salz, die man braucht, um den natürlichen Salzverlust des Körpers auszugleichen – sozusagen das Minimum. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn nennt demzufolge einen durchschnittlichen Richtwert von 5 bis 6 Gramm Salz pro Tag für Jugendliche und Erwachsene.

#Fakt 3: In der Regel übersteigt der tägliche Salzkonsum eines Erwachsenen den Mindestbedarf aber um ein Vielfaches: In Deutschland nimmt laut einer Studie des Max-Rubner-Instituts ein Mann im Schnitt 8,78 Gramm Salz pro Tag zu sich und eine Frau circa 6,33 Gramm. Dies wiederum entspricht einer Natrium-Menge von 3,45 und 2,532 Gramm – und ist schon grenzwertig. Der empfohlene Höchstwert für Natrium liegt nämlich bei 2,4 Gramm pro Tag.

Auf Worte folgen Taten: Diese Lebensmittel sollten Sie meiden

Was nun? Der einzige Weg, seine Natriumzufuhr auf Dauer zu reduzieren, besteht also darin, auch den durchschnittlichen Salzkonsum zu verringern. Vor allem Fertigprodukte aller Art enthalten viel zu viel Salz und können ein ausschlaggebender Grund sein, warum es mit dem Abnehmen am Bauch nicht klappt. Aber auch Lebensmittel, die wir bisher für gesund hielten und Teil einer gesunden Ernährung sind, können viel Natrium enthalten.

Ein kleiner Lebensmittelcheck:

Unsere salzigen Lieblingssnacks wie Chips oder Flips enthalten 1,6 Gramm Salz pro 100 Gramm, eine ganze Tüte der leckeren Knabberei hat demzufolge schon 4 Gramm an Salz. Auch die Salami ist ganz weit oben: 100 Gramm Aufschnitt enthalten rund 3,1 Gramm Salz. Eine Fertigpizza schlägt mit ganzen 5,2 Gramm zu Buche – das ist somit gesehen der gesamte Tagesbedarf eines Erwachsenen in nur einer Mahlzeit. Eine böse Überraschung mit der Sie sicherlich nicht gerechnet haben, halten die herkömmlichen Butterkekse für uns bereit: 100 Gramm enthalten 1,5 Gramm Salz – quasi genauso viel wie die Kartoffelchips.

Aber jetzt kommt’s: Gesunde Lebensmittel wie zum Beispiel Oliven oder Fetakäse sind richtige Salz-Fallen. Oliven haben bei 100 Gramm ca. 5,5 Gramm Salz – mehr als die Fertigpizza! Auch der Fetakäse landet mit 2,5 Gramm pro 100 Gramm weit vor den Chips.

Unser Fazit

Wir sagen Ihnen nicht, dass Sie nie mehr Ihre geliebten Oliven essen sollen, oder nie wieder Chips naschen dürfen, das wäre auch Unsinn. Wichtig ist, dass Sie aber darauf achten, besonders salzhaltige Lebensmittel in gesunden Maßen zu konsumieren, sowie versuchen, das Salz im Umkehrschluss dann an anderer Stelle einzusparen:

#1 Würzen Sie mit Pfeffer anstatt mit Salz! Piperin hat nämlich, im Gegensatz zum Natrium, nur positive Auswirkungen auf Ihren Körper. Es wirkt entzündungshemmend, appetitzügelnd und ist förderlich für das Immunsystem.

#2 Gewöhnen Sie Ihre Zunge wieder an den natürlichen Geschmack der Lebensmittel und würzen Sie vermehrt mit Gewürzen und Kräutern: Ob Schnittlauch, Paprika, Petersilie, Basilikum, Thymian, Rosmarin, Liebstöckel, Oregano, Majoran oder Dill – die Vielfalt der Natur ist einfach unglaublich und bietet eine Nuance für jeden Gaumen. Lässt man sich einmal auf die sensiblen Geschmacksnoten der Natur ein, kann das Natrium dann auch getrost einpacken.

Impressionen zum Thema „Bauchfett wegen Natrium“ finden Sie hier in unserer Bildergalerie.

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