Haarstyling

Sexy Beach-Waves: Acht Wochen Wallemähne ohne Lockenstab und Co.

am 22.07.2014 um 15:30 Uhr

Die Natur hat uns Frauen scheinbar einfach so geschaffen, dass wir, mit dem was wir haben, nicht so richtig zufrieden sein können. Ein Beispiel unsererseits: Frauen mit gewelltem Haar legen täglich das Glätteisen an, während sich Frauen mit glattem Haar vor allem im Sommer nichts sehnlicher wünschen, als lässige Wellen. Fakt ist aber, dass Beach-Waves im Sommer der Trend-Look schlechthin sind und einfach nach Sonne, Sommer und Erholung aussehen – ein Look, von dem wir einfach nicht genug bekommen können. Somit haben Frauen mit Naturwellen, wie etwa Gisele Bündchen und Miranda Kerr, schon einmal einen enormen Pluspunkt gegenüber denen, die mit glatten Haaren ins Bett gehen, mit glatten Haaren wieder aufwachen und sich dann stundenlang mit Lockenstab, Wicklern und Bürste ärgern. Nun soll es aber eine Methode geben, die jeder Haarstruktur die lässigen Wellen verpasst, ganz ohne Lockenstab und Co. und das für ganze sechs bis acht Wochen. Wie das funktionieren soll, erklären wir Ihnen hier und in unserer Fotoshow.

Um erste Missverständnisse aus dem Weg zu räumen: Wir sprechen bei der neuen Methode nicht etwa von einer Dauerwelle! Um was es sich bei dem Treatment genau handelt, erfahren Sie jetzt.

Die Key-Fakten

Der von L’Oréal Professionnel angebotene Styling-Service wird zwar als eine Art Dauerwelle beschrieben, die allerdings weitaus haarfreundlicher mit weniger aggressiven Inhaltsstoffen und vor allem viel zeitsparender gestylt wird. Was dabei heraus kommt, sind keine intensiven Locken, sondern sanfte Wellen, wie man sie sich an einer hübschen Wassernixe, frisch aus dem Meer gestiegen, vorstellt. Die Prozedur dauert in etwa eine Stunde, was in Anbetracht der sechs bis acht Wochen Halt ein doch sehr geringer zeitlicher Aufwand ist. Obwohl der Vorgang zwar weitaus schonender als der einer Dauerwelle ist, bleibt es trotzdem ein chemischer für den das Haar im besten Fall nicht vorbehandelt oder blondiert sein sollte. Sollten Sie Ihr Haar künstlich aufgehellt haben, wird Ihnen wohl in den meisten Fällen von dieser Behandlung abgeraten, da nicht klar ist, wie gut Ihre Haare die Mittel vertragen. Dies lässt sich aber an einer kleinen Teststrähne im Salon ausprobieren.

So wird’s gemacht

Im ersten Schritt wird das Haar vom Stylisten von Rückständen entfernt, mit einem reinigendem Shampoo gewaschen und mit Pflege-Mitteln behandelt – eine spezielle Vorbehandlung ist bei dem achtwöchigen Beach-Look nicht zu beachten. Sind die Haare mit ausreichend Pflege versorgt, werden sie mittig geteilt und zu zwei Zöpfen separiert. Diese beiden Zöpfe werden noch einmal unterteilt und in einzelnen Strähnen auf Papilotten (flexible Schaumstoffwickler) aufgerollt. Die Haar-Schnecken werden dann mit einer speziellen Waving-Lotion behandelt, die etwa 15 Minuten einwirken muss  und anschließend ausgespült wird. Danach werden die Haarknoten noch mit einem Fixierer betröpfelt und die späteren Wellen somit haltbar gemacht. Dieser braucht keine Einwirkzeit und wird direkt wieder ausgespült. Erst dann werden die Wickler aus den Haarsträhnen entfernt, die Waves erneut fixiert, ausgespült und gepflegt.

Zum Stylen der Beach-Waves gibt es nun verschiedene Ansätze. Die Profis vertrauen jedoch auf die, die Haare mit einem Diffuser-Aufsatz komplett trocken zu föhnen. Dabei fängt man an den Spitzen an, bündelt diese und arbeitet sich mit Knet-Bewegungen bis zum Ansatz hin durch. Ins handtuchtrockene Haar sollte zwischendurch ein spezielles Salt-Spray aufgetragen werden, welches den Beach-Look intensiviert. Wichtig beim Föhnen mit einem Diffusor-Aufsatz ist, dass Sie mit maximaler Hitze aber minimaler Windstärke arbeiten. Wer seine Haare entweder nicht auf diese Art und Weise föhnen möchte oder eben keinen Diffusor besitzt, kann die Haare auch mit einem „normalen“ Föhn trocknen, sollte sie allerdings – um die Wellen-Struktur zu unterstützen –  in einem Haarnetz bündeln. Auch hier gilt wieder: Maximale Hitze und minimale Stärke des Winds. Auch an der Luft können die Waves natürlich trocknen. Bestenfalls können Sie diese in einem metalllosen Gummi zu lockeren Knoten binden und auch so den Wellen-Effekt verstärken.

Fazit: Beach-Effekt oder Reinfall?

Obwohl sich die Behandlung nach nicht sonderlich viel anhört, soll der Effekt tatsächlich überraschen und sich bereits im noch nassen Zustand der Haare klar ein lässiger Wellen-Look andeuten. Auch die Dauerhaftigkeit lässt nicht zu wünschen übrig. Zu beachten ist allerdings, dass die trockenen Haare nicht mehr gekämmt werden dürfen. Das dürfte wohl für die meisten Frauen ein Manko darstellen, da sie doch zu gern die Mini-Haarbürste aus ihrer Tasche zaubern und mal eben schnell durch die Haare fahren. Bei Beach-Waves ist es generell ratsam, die Haare nur im nassen Zustand und dann auch lediglich mit einem grobzinkigem Kamm in Reih und Glied zu bringen.

Der semi-dauerhafte Beach-Look aus dem Salon beinhaltet zudem ein Kit mit dem Sie sich den Style auch Zuhause zaubern können und kostet samt diesem etwa 65 Euro. Auch andere Produkte von beispielsweise Tigi, Oribe, John Masters Organics oder Shu Uemura versprechen den sommerlichen Style, der allerdings weniger lang haltbar ist, als die neue Methode aus dem Hause L’Oréal.

Wie Sie sich den Beach-Look Zuhause stylen können und welche Produkte Sie dazu benötigen, verraten wir Ihnen in unserer Bildergalerie.

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