Ultimative Beautyformeln: Können wir uns schön rechnen?

am 08.07.2013 um 17:28 Uhr

Meine Damen und Herren, wir begrüßen Sie ganz herzlich zur heutigen Mathematikstunde. Ziel der heutigen Unterrichtseinheit ist die Berechnung der Schönheit. Das ist nun wirklich das Letzte, was sich berechnen lässt, meinen Sie? Dann sollten Sie jetzt Ihren Bleistift spitzen und den Taschenrechner bereithalten.

Schönheit ist relativ, subjektiv, liegt im Auge des Betrachters und Schönheit ist nicht messbar – so die allgemeinen Floskeln, wenn es darum geht, ein menschliches Wesen nach seinem Aussehen zu beurteilen. Einige Wissenschaftler sehen das allerdings ganz anders und haben für nahezu jedes Schönheitsmerkmal eine passende Formel auf Lager.

Das goldene Gesicht

Was für historische Bauwerke und Gemälde zutrifft, kann fürs Gesicht nicht falsch sein – denken zumindest findige Forscher und haben die Gesetzmäßigkeiten des goldenen Schnittes auf das Gesicht und die Frage nach dem „Was ist wirklich schön?“ angewandt. Auch hier dreht sich mal wieder alles um die richtigen Proportionen und wir erinnern uns dunkel: Irgendetwas hat das mit dem Verhältnis von zwei Strecken zueinander zu tun. Richtig!

Ohne noch tiefer in die Materie einzutauchen, hat sich der Chirurg Stephan R. Marquardt Gesetzmäßigkeiten zur Grundlage genommen, um ein komplettes Raster, die sogenannte Beauty-Mask, zu entwerfen, die, wird es auf ein Gesicht gelegt, definiert, ob dieses schön ist oder nicht. Je exakter die einzelnen Partien des Gesichts in dieses Raster passen, desto schöner ist sein Besitzer. Trifft übrigens exakt auf Traumpaar Angelina Jolie und Brad Pitt zu. Da haben sich also zwei gesucht und gefunden.

Winkel-Advokaten

Ähnliche Rechnungen stellte der Schönheitschirurg Steven Hoefflin auf: Seine Theorie für ein perfekt proportioniertes und damit schönes Gesicht begründet sich auf Zonen und Winkel. Demnach müssen Wangenknochen, Augen, Lippen und Kinn von einer mitten durchs Gesicht verlaufenden Vertikalen in einem bestimmten Winkel zueinander stehen. Ganz wichtig hierbei ist allerdings auch, dass die erdachten Linien über Wangen- und Kieferknochen parallel zueinander verlaufen. Außerdem gäbe es an eben genannten Partien bei besonders schönen Menschen vermehrt ovale Zonen. Würde man diese also anzeichnen, müssten sich an Lippen, Wangen oder unter den Augenbrauen kleine ovale Elemente befinden.

Klingt einleuchtend, finden Sie? Dachten wir auch, aber raten Sie einmal, wer zu den besten Kunden von Steven Hoefflin gehörte: Michael Jackson.

Der neue BMI

Der sogenannte Body-Maß-Index galt lange Zeit als die mathematische Universalwaffe, wenn es darum ging, nach Adam Riese festzustellen, ob jemand ein paar Kilos zu viel oder zu wenig auf den Rippen hat. Neueste Forschungen haben jedoch ergeben, dass eine andere Rechnung inzwischen viel wichtiger ist: WHR heißt nun die Wunderformel. Waist-to-hip-ratio bzw. zu Deutsch: Der Taille-Hüfte-Quotient misst das Verhältnis zwischen Taillen- und Hüftumfang.

Hier wird der Taillen- bzw. Bauchumfang einfach durch den Hüftumfang geteilt. Der perfekte Wert und das Quotienten-Maß aller Dinge ist dann 0,7. Frauen mit diesem Quotienten werden von der männlichen Spezies übrigens als besonders fruchtbar empfunden. Ein Wert von 0,85 sollte allerdings nicht überschritten werden, sonst drohen ernsthafte Erkrankungen.

Was zu beweisen war

Fassen wir also zusammen: Ein Raster sowie Winkel, Zonen und Ovale definieren also, was schön ist und was nicht. Doch heißt es, auch selbst bei der so unerschütterlichen Mathematik auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben. Sie sollten sich von diesen Größen nicht diktieren lassen, ob Sie schön sind oder nicht. Wir bleiben dabei: Schönheit liegt im Auge des Betrachters!

Doch wie sieht es mit dem WHR aus? Dieser wird inzwischen öfter herangezogen als der BMI, da hier das Bauchfett in den Mittelpunkt der Betrachtung rückt. Bauchfett, das sich um die inneren Organe legt und Krankheiten hervorrufen kann. Und das ist logisch: Je größer der Bauchumfang im Verhältnis zur Hüfte, desto größer auch der Fettanteil.

Kommentare


Luxus: Mehr Artikel